MyMz
Anzeige

Markt

Spargel und Sonne lockten viele Gäste

Die optimale Witterung sorgte dafür, dass viele Besucher aus nah und fern dem Spargelmarkt in Sandharlanden die Ehre gaben. Da lachte der Marktmeister.
von Wolfgang Abeltshauser, MZ

  • Kerstin Handschuh hatte beim Spargelmarkt als Verkäuferin jede Menge zu tun. Fotos: Abeltshauer
  • Katharina Schwaiger übt mit dem Rettungsspreitzer.
  • Die Königinnnen hatten bei ihrer Fahrt mit der Pferdekutsche sichtbar jede Menge Spaß.
  • Spargelkönigin Stephanie begrüßte die Gäste.

Sandharlanden. Es ist zur Mittagszeit auf den Dorfplatz in Sandharlanden. An den Tischen ist kaum mehr ein freier Platz zu finden. Marktleiter Anton Kiermeier strahlt mit der Sonne um die Wette. „Vergangenes Jahr um diese Zeit, da hat es geregnet“, blickt er im Gespräch mit dem MZ-Reporter zurück. Nein, heuer ist alles anders beim Spargelmarkt. Es herrscht bestes Frühlingswetter. Schon am Vormittag sind viele Radler zu sehen, die sich von Abensberg nach Sandharlanden auf den Weg machen. Um die Mittagszeit müssen die Autofahrer Geduld aufbringen, um einen Parkplatz im Spargeldorf zu finden.

Aus der Oberpfalz und von Oberbayern her sind sie gekommen, um sich den Abensberger Spargel schmecken zu lassen. Aus Cham, Amberg oder Rosenheim. Das ist den Autokennzeichen zu entnehmen. Der Marktleiter macht ein zufriedenes Gesicht: Die ganze Vorbereitung habe sich wieder rentiert. Nicht nur auf dem Dorfplatz herrscht Gedränge. Auch in den Höfen der Landwirte und an den Verkaufsständen.

Ilse und Willi Forstner sind aus Straubing angereist. „Wir kommen jedes Jahr“, betonen die beiden. Ob denn der Spargel in ihrer Gegend nicht so gut schmeckt? Als Antwort gibt es ein vielsagendes Schmunzeln. Familie Schwaiger aus Moosburg gehört ebenso zu den Stammgästen. „Wenn das Wetter passt, kommen wir immer.“ Das wichtigste ist auch schon erledigt – verrät der Papa: „Spargel haben wir schon gegessen. Klassisch – mit Schinken.“ Ihnen sei wichtig, regionale Produkte zu bekommen. „Griechischen mögen wir nicht.“

Während der Papa mit dem Reporter redet, übt sich Töchterchen Katharina als Katastrophenhelferin. Die Neunjährige bugsiert mit einem Rettungsspreitzer einen Tennisball von einem Platz zum andern. Florian Meister steht neben ihr und passt auf. Der gehört zum Technischen Hilfswerk aus Kelheim. Er und seine Kameraden gehören schon zum Inventar beim Spargelmarkt. Das Rahmenprogramm kann sich auch heuer wieder sehen lassen.

Die Blicke richten sich zur Mittagszeit aber vor allem auf den Dorfplatz. 18 Hoheiten sind gekommen, haben die Einladung von Spargelkönigin Stephanie angenommen. Da ist Kiermeier in seinem Element, wenn er Königin für Königin zu sich hinauf auf die Bühne bitten darf. Sie repräsentieren Gemüse, Obst und Pflanzen vielerlei Art: Äpfel, Zwiebel, Zuckerrüben, Weintrauben oder Kartoffeln. Selbstverständlich sind alle Hoheiten der Abensberger Hemisphäre mit dabei. Nachdem sie sich dem Volk vorgestellt haben, sehen sie sich in Sandharlanden um. Nicht zu Fuß. Wie es sich gehört, dürfen die gekrönten Häupter mit der Kutsche fahren.

Die Informationen für die Gäste auf dem Spargelmarkt sind allumfassen. Nicht nur, dass sie auf den Höfen der Landwirte bei der Ernte über die Schultern schauen dürfen. Es gibt auch schon einen Blick in das nächste Spargelzeitalter. Sie bekommen die Ergebnisse der Forscher vorgeführt, die eine Erntemaschine erdacht haben.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht