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Gesundheit

Spatenstich für „Premium-Reha“

Vor 99 Jahren war die Römerbad Klinik mit ein Anlass fürs Prädikat „Bad“ Gögging. Familie Zettl investiert 10 Millionen Euro.
Von Dr. Peter Wöllauer

Den Spatenstich führte Familie Zettl gemeinsam mit Vertretern der Politik und dem Geschäftsführer des Generalunternehmers durch. Foto: Wöllauer

Neustadt.Die Römerbad Klinik, gelegen im historischen Ortskern von Bad Gögging, soll durch einen Anbau noch attraktiver werden. Karl Zettl jun., Geschäftsführer der Römerbad Klinik GmbH, wies in seinem Grußwort zum Spatenstich darauf hin, dass der Neubau die Ziele des Klinkbetreibers noch konsequenter als bisher realisieren werde.

Es soll ein Premium-Reha-Zentrum entstehen, in dem Patienten respektive Gäste optimale Bedingen sowohl an ärztlicher Kompetenz, therapeutischen Möglichkeiten als auch ein entspannendes Ambiente zum Wohlfühlen vorfinden sollen. In gewisser Weise will Familie Zettl ihre Gäste in ihrer Familie willkommen heißen.

Den Spatenstich führte Familie Zettl gemeinsam mit Vertretern der Politik und dem Geschäftsführer des Generalunternehmers durch. Foto: Wöllauer

Mit dem Neubau, der unmittelbar vor Weihnachten 2018 betriebsfertig sein soll, werde die Attraktivität von Bad Gögging insgesamt gesteigert und vor allem der historische Ortskern aufgewertet.

Zettl erinnerte daran, dass gerade die Römer Klinik und die gegenüber, weitgehend auf den Grundmauern des römischen Staatsbads errichtete, Trajansklinik der Hauptanlass dafür waren, dass Gögging im Jahr 1919 das Prädikat Bad erhielt. Die beiden Häuser sorgten schon vor 135 Jahren für die Gesundheit ihrer Gäste bzw. Patienten, als es noch keine Sozialversicherung gab. Zettl fühlt sich somit als Bewahrer einer alten Tradition, die bis ins zweite Jahrhundert nach Christus zurückreicht.

Viele suchen Entschleunigung

Allerdings haben sich die Bedingungen in den vergangenen Jahrzehnten grundlegend geändert. Stand vor 50 Jahren noch die von Ärzten verordnete und von Krankenkassen bezahlte Kur im Vordergrund sind es heute Prävention und Rehabilitation und ein starkes Verlangen nach Entschleunigung.

Sorge „Römerlager“

  • Das neue Haus

    soll einen umbauten Raum von 12 300 Kubikmetern umfassen. Dafür sollen u.a. 2500 Kubikmeter Beton, 260 Tonnen Bewehrungsstahl oder 20 000 Quadratmeter Gipskartonplatten verbaut werden.

  • Die Kosten

    liegen bei 10 Millionen Euro. Eine Sorge brachte Markus Rupprechter, der Geschäftsführer des Generalunternehmers, aber für die Gründung des Baus zum Ausdruck: „Hoffentlich finden wir kein Römerlager da unten.“ (xpw)

Mit Genugtuung verwies Zettl auf zahlreiche gemeinsame Forschungsvorhaben mit mehreren Universitäten und Forschungsinstitutionen auf dem Gebiet der Reha und Prävention im Bereich degenerative Gelenkerkrankungen (Rheuma, Arthrose) sowie bei psychosomatischen Erkrankungen hin.

Natürlich dachte er auch daran, dass Bad Gögging seinen Ruf vor allem den verfügbaren Heilmitteln Schwefelwasser, Thermalwasser und Moor verdankt, die in zahlreichen Therapien eingesetzt werden.

Zusammenfassend sagte er: „Mit dem heutigen Spatenstich schaffen wir die Grundlage für eine konsequente und zukunftsweisende Weiterentwicklung unseres Familienunternehmens, die wir bereits 2008 mit der Modernisierung des Albertus Schlössls und 2014 mit dem „Ambiente-Angebot“ in der Römerbad Klinik begonnen haben.“ Willi Dürr als stellvertretender Landrat gratulierte dazu, dass Bad Gögging für körperliche und geistige Regeneration attraktiver gemacht werden solle. Er streifte mit einem Satz die Problematik der rigorosen neuen Brandschutzbestimmungen, die oft eine planerische und finanzielle Herausforderung darstellten.

Arbeit an Reprädikatisierung

Neustadts Bürgermeister Thomas Reimer gab bekannt, dass die Stadt an der Reprädikatisierung von Bad Gögging arbeite. Er wies darauf hin, dass Karl Zettl sen. nicht nur als Stadtrat ein „lästiger Mahner“ für die Belange von Bad Gögging sei, sondern auch selbst viel unternehme, um Bad Gögging attraktiver zu machen. Er wünschte dem Bauvorhaben gute Mitarbeiter und die nötige Portion Glück und freut sich darauf, dass das neue Haus pünktlich zum Jubiläum 2019 in Betrieb gehen werde.

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