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Spielmannszug: jetzt ist alles gut

Christian Hanika ist neuer Vorsitzender und prescht mit den Musikanten Richtung Zukunft. Die beginnt mit der Bläserklasse.
Von Gabi Hueber-Lutz

Ehrungen und Stabwechsel: Christian Hanika (Mitte) verabschiedete Bernhard Schlauderer (links) und Dieter Fiedler (Fiedler) Fotos: Hueber-Lutz
Ehrungen und Stabwechsel: Christian Hanika (Mitte) verabschiedete Bernhard Schlauderer (links) und Dieter Fiedler (Fiedler) Fotos: Hueber-Lutz

Bad Abbach. Bad Abbach. „Ja, ich will“, sagte Christian Hanika als er gefragt wurde, ob er die Wahl zum Vorsitzenden des Bad Abbacher Spielmannszug annehmen wolle. Wie berichtet war der Traditionsverein vor dem Aus gestanden, da sich kein Nachfolger für den scheidenden langjährigen Vorsitzenden Dieter Fiedler fand. Es sei ein tolles Fundament da, auf dem man ein neues Kapitel aufbauen könne, sagte Hanika.

Auf zu neuen Ufern

In einer Art „Ruck-Rede“ schwor er die Spielleute auf die gemeinsame Zukunft ein. Unabdingbare Voraussetzung für einen Neuanfang sei nun Aufbruchsstimmung und die Leidenschaft für die Musik. Oder zusammengefasst: „Es muss Spaß machen!“ Hanika machte deutlich, dass das ohne Veränderung nicht geht, denn nur die Traditionen, die sich anpassen, hätten Bestand. Wichtigster Punkt ist die Bläserklasse, die in der Angrüner-Mittelschule im Aufbau ist. Der Spielmannszug habe die Chance, aus dieser Bläserklasse ständig neue Mitglieder zu gewinnen. Und die jungen Leute der Bläserklasse bekämen mit dem Spielmannszug eine bestehende Plattform geboten. Die Sommerpause solle für die Neukonzeption genutzt werden.

Für die Flöten heißt es umlernen.
Für die Flöten heißt es umlernen.

Natürlich müsse es Veränderungen geben, damit Spielmannszug und Bläserklasse zusammengeführt werden können. „Wir müssen uns kompatibel machen, wir müssen uns verändern!“, appellierte Hanika an die Spielleute. Die Fanfarenspieler müssen auf Trompete umlernen, Schlagwerk und Lyra bleiben bestehen. Ein sensibles Thema seien die Flöten. Auch hier ist ein Umlernen notwendig, und zwar auf Querflöte. Wer nicht umlernen wolle, könne trotzdem beim Spielmannszug bleiben und als Unterstützung der Trompeten weiterspielen, sagte Hanika. Zusätzlich braucht man noch jemanden für die Tuba. Anders als bisher werde auch eine Trennung zwischen der Aufgabe des Musikalischen Leiters und des Tambourmajors stattfinden. Beide Funktionen vereinten bisher Bernhard Schlauderer.

In Zukunft soll Michael Boritzka als Lehrer für das Schlagwerk fungieren. Für die Bläser ist Musiklehrer Hans-Heinrich Bettinger zuständig, der bereits an der Angrüner-Mittelschule die Bläserklasse unterrichtet. Der Tambourmajor, der bei Auftritten den Takt angibt, müsste aus der Mannschaft kommen. Der Spielmannszug werde auch den einen oder anderen Euro investieren müssen, kündigte der neue Vorsitzende an.

Der Neubeginn

  • Vorstandschaft:

    Vorsitzender: Christian Hanika, Stellvertreterin: Sabine Meier, Orgaleiterin: Sandra Fröhlich, Kassenwartin: Maria Fröhlich, Schriftführerin: Anneliese Stamm, Kassenprüferinnen: Kathy Deis, Tanja Schlauderer;

  • Ehrungen:

    Dieter Fiedler, Bernhard Schlauderer, Matthias Fiedler, Tanja Schlauderer, Doris Altmann, Myriam Schweiger, Rainer Englbrecht, Andrea Englbrecht. (lhl)

Nächstes Jahr besteht der Zug seit 40 Jahren. Ein großes Gründungsfest können man nicht auf die Beine stellen, meinte Hanika. Er könne sich aber ein Fest im Fest vorstellen. Damit meinte er das große Heinrichsfest, das nächstes Jahr in Bad Abbach wieder stattfinden wird. Der neue Vorsitzende sprach auch das Thema Kleidung an. Er wisse, dass ein Grund, nicht zum Spielmannszug zu gehen, für etliche Jugendliche die Kleidung ist. Das müsse man diskutieren.

„Es ist angerichtet!“

Gleichzeitig möchte er auch auf ehemalige Mitglieder zugehen, die aufgehört haben. Hier brauche er als Neuling Informationen von den langjährigen Spielleuten: „Füttert mich, spannt mich vor den Karren“, bot er an. Hanikas Fazit: „Es ist angerichtet! Ich zähle auf die aktive Mannschaft und die Bereitschaft Neues anzugehen.“ Die Spielleute sind offensichtlich dazu bereit. Bei den Neuwahlen erhielt er 20 Ja-Stimmen und nur eine Nein-Stimme. Auch die Mannschaft der Vorstandschaft ist komplett. Hanikas Stellvertreterin ist mit Sabine Meier eine langjährige aktive Musikerin und auch die weiteren Mitglieder des Vorstands sind erfahrene Spielleute.

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