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Laufen

Sport unterm Hundertwasserturm

Runde für Runde laufen Sportler und Nicht-Sportler um den Turm, um Geld für den guten Zweck zu sammeln. Das kommt an.
von Emily Buchner

Bei strahlendem Sonnenschein fand der „Lauf um den Kuchlbauer-Turm“ in Abensberg statt. Foto: Buchner
Bei strahlendem Sonnenschein fand der „Lauf um den Kuchlbauer-Turm“ in Abensberg statt. Foto: Buchner

Abensberg.Die Sorgen der Veranstalter waren letztendlich völlig unbegründet: Die Wettervorhersage hatte für Samstag Gewitter angekündigt. Abensberg hielt sich aber glücklicherweise nicht an die Prognosen. Deshalb konnten pünktlich um 15 Uhr rund 250 Teilnehmer bei strahlendem Sonnenschein und 25 Grad den „Lauf um den Kuchlbauer Turm“ starten.

Die schon 15. Auflage

Schon zum 15. Mal fand die Sportveranstaltung statt, ausgetragen wurde sie wieder von der Leichtathletik-Abteilung des TSV Abensberg und der Brauerei Kuchlbauer, auf dessen Gelände der Startpunkt des Laufs liegt. Danach schlängelt sich die Strecke 1,7 Kilometer durch Abensberg, vorbei am Sportplatz und quer durch Wohnsiedlungen. Die 1,7 Kilometer sind vollendet, wenn die Läufer wieder am Startpunkt der Strecke ankommen – und die meisten Läufer hängen daran direkt die nächste Runde. Das wiederholt sich solange, bis die vorgegebene Zeitspanne von 2,5 Stunden ausgeschöpft ist. Tatsächlich zählt bei diesem Konzept die Anzahl der Runden nicht nur aus sportlicher Sicht; für jede vollendete Runde werden zwei Euro für einen guten Zweck gespendet.

Laufen oder Schlendern

In diesem Jahr wird die Hälfte des Geldes an das Cabrinizentrum (der Heil- und Sonderpädagogischen Einrichtung in Offenstetten) gehen, die andere Hälfte an die Leichtathletik-Abteilung des TSV. Der Elternbeirat des Cabrinizentrums hat dieses Jahr eine eigene Gruppe auf die Beine gestellt, die aus rund 30 Mitgliedern bestand – vor allem deshalb, weil sie damit bereits im Voraus ihre Dankbarkeit für die Spende zum Ausdruck bringen wollten. „Es macht aber auch unglaublich viel Spaß, hier mitzulaufen. Und durch die offene sportliche Gestaltung ist für jeden was dabei“, sagten sie einheitlich. Genau das macht den „Turmlauf“ auch aus: Jeder und jede kann daran teilnehmen. Die einzige Richtlinie: Die Runden müssen zu Fuß zurückgelegt werden. Ob laufend, im Nordic-Walking-Stil oder im gemütlichen Schlendertempo, ist dabei unwichtig.

Blasmusik lockte im Biergarten. Foto: Buchner
Blasmusik lockte im Biergarten. Foto: Buchner

Dieses Konzept lädt die Teilnehmer dazu ein, ihr „eigenes Ding“ daraus zu machen. So ist es auch bei Horst Lenz. Der 82-Jährige, der bereits zwei Mal den Weltmeister-Titel im Gehsport holen konnte, nutzte diese Veranstaltung, um sich auf die anstehende Europameisterschaft vorzubereiten. Er sieht in der Abensberger Veranstaltung einen großen Mehrwert und ist ein Verfechter dieser Tradition: „Jeder der hier mitmacht, muss eine sportliche Leistung vollbringen. Aus meiner Sicht ist jeder ein Sieger.“

Kampfgeist bis zum Ende

Ähnlich sieht das die Organisatorin Resi März vom TSV Abensberg: „Es ist schön zu sehen, dass hier so viele Menschen mitmachen. In diesem Jahr sind auch einige Kinder dabei, was mich besonders freut.“ Eine Seltenheit sind bei diesem Lauf allerdings Einzelkämpfer.

Die Sieger

  • Jugend:

    1. Laura Treffer (15 Runden), Fabio Lorenz (12)

  • Erwachsene:

    1. Ramona Sippl, Lisa Huber, Iris Finkenzeller (je 14),Stefan Daffner, Hans Wurmer (je 18)

  • Vereine/Teams:

    1. Raiffeisen (27 Teilnehmer, 226 Runden)

  • Bilanz:

    Insgesamt 249 Teilnehmer absolvierten insgesamt 1726 Runden.

Die meisten Sportler schließen sich in Gruppen zusammen, die von einem Sponsor finanziert werden. Egal, in welcher Konstellation die Teilnehmer erscheinen – sie werden von allen Seiten motiviert. Entlang der Strecke waren aufmunternde Sprüche angeschrieben, an ein paar Ecken wurden Snacks oder Erfrischungen angeboten.

Und obwohl selbst um 17 Uhr die Sonne noch unerbittlich strahlte, kämpften sich die Teilnehmer motiviert für eine neue Runde über die Startlinie. Von ein paar Seiten hörte man aber auch: „Jetzt ist Feierabend – der Biergarten wartet.“ Verdient haben sie es sich.

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