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Region Kelheim
Freitag, 20. Juli 2018 30° 1

Auszeichnung

Stadt lässt Sportler hoch leben

Die Stadt Kelheim und der Sportförderverband haben am Wochenende die Athleten aus der Kreisstadt gefeiert.
Von Roland Kugler

  • Karl-Heinz Forster (re) war viele Jahre Vorsitzender des Sportförderverbandes. Fotos: Kugler
  • Sophia Gruber vom Kanuclub Kelheim wurde dritte bei der WM.  
  • Die Ringer des ATSV Kelheim heimsten reihenweise Titel ein.

Kelheim.Bei der Sportlerehrung der Kreisstadt in der Wittelsbacher Mittelschule wurden Erfolge aus den verschiedensten Sportarten und Vereinen gewürdigt. Ohne ehrenamtlich Engagierte gäbe es nur einen Bruchteil davon.

Kelheim ist eine echte Sportstadt. So vielseitig das Angebot und die Vereine in der Stadt sind, so außergewöhnlich sind ihre Erfolge. Ob Tipp-Kick oder Minigolf, ob Kegeln oder Kanufahren. Vom Bezirksmeister bis zum Europameister und WM-Dritten waren 2017 Einzel- und Mannschaftssportler national und international erfolgreich.

Sport heißt manchmal Verzicht

Sportlerehrung in Kelheim

„Sportliche Erfolge werden nur erreicht durch höchsten Einsatz, Mut, hartes Training, viel Fleiß und wenn man oft auf etwas anderes verzichtet“, sagte Claus Hackelsperger in seiner Rede. Er ist der neue Vorsitzende des Sportförderverbandes, der für die Unterstützung der Kelheimer Vereine zuständig ist. Er betonte, dass die Sportler die Stadt auch nach Außen repräsentieren, weshalb diese auch weiter in ihre Sportstätten investieren werde.

Auch Bürgermeister Horst Hartmann war voll des Lobes für die Sportler aus der Stadt und ihren Ortsteilen. „Das ist für mich nicht nur ein Pflichttermin. Mich freut es ganz besonders, dass ich die Sportler für ihre Leistungen ehren darf.“

Und da gab es viele, 119 Erfolgreiche quer durch zahlreiche Sportarten und Vereine, Einzel- wie Mannschaftssportler wurden ausgezeichnet. Zu den Herausragendsten zählen die Schützen von Kelheim Gmünd. Mit Monika Karsch und Damir Mikec haben sie zwei amtierende Europameister in ihren Reihen. Die Darter von den Kelheimer Black Birds waren in der vergangenen Saison Deutscher Pokalsieger und Vizemeister.

Ob volle Konzentration am Schachbrett oder harter Körpereinsatz beim Ringen, Kelheims Sportvereine sind in den teils höchsten Ligen vertreten und heimsten im 2017 große Erfolge ein. Besonders erfreulich ist dies beim Nachwuchs. In vielen Vereinen wird hervorragende Arbeit geleistet damit Jugendliche in die Fußstapfen ihrer erwachsenen Vorbilder treten können.

Sportlerehrung für 2017

  • ATSV 1871 Kelheim:

    Ringen: Johannes Mayer, Ben Böswald, Ebrahim Salmeh, Csongor Knipli, Günter Stark, Andreas Schmid, Dietmar Malkin,Johannes Mayerhofer, Felix Henneberger, Mike Fischer, Korbinian Knauf, Andreas Dewiwje, Daniel Ritter, Tolga Izci Trampolin: Julia Brandl, Getrud Dorsch, Liselotte Laußer

  • Schützenverein Kelheim Gmünd:

    Monika Karsch, Damir Mikec, Jindrich Dubovy, Christoph Schultheiß, Manuel Heilgemeier, Tobias Piechaczek, Philipp Grimm, Carina Wimmer, Thomas Karsch, Axel Genewsky, Bernhard Leichtl, Sabine Huber, Matthias Groher, Christian Lichtenegger, Raik Schubert

  • DC Black Birds Kelheim:

    Peter Woldrich, Bernhard Gebendorfer, Thomas Luksch, Stefan Maurer, Marco Salmen, Peter Seidl, Swen Seifert, Peter Schnupfhagn, Martin Schuster, Michael Unterbuchner, Reinhardt Welzel, Michael Mieslinger, Matthias Westphal, Torsten Bauer, Aaron Heinemann, Markus Huber, Dominik Schmitzer, Werner Schubert, Jürgen Sünkel, Roland Vögerl, Matthias Woldrich,

  • Schachclub Kelheim 1920:

    Klaus Frieser, Lena Antczak, Stephan Gießmann, Constantin Blodig, Helmut Kreuzer, Christian Maurer, Luca Koch, Florian Gold, Tobias Schindler, Cornelius Mühlich, Johannes Obermeier, Leon Schwab, Stefan Peschel, Moritz Kastler, Robin Lindner, FabianLiebisch, Maxim Usik,

  • RSC Kelheim:

    Luisa Beck, Clara Hamberger, Henri Uhlig, Oscar Uhlig, Linus Rosner,

  • Sportverein Kelheimwinzer 1966:

    Jürgen Prem, Tobias Ruhland,

  • Sportkegler-Verein Kelheim:

    Markus Obermeier, Jens Paukstadt, Martina Oberndorfer, Manuel Oberndorfer, Klaus Schlauderer, Edeltraud Schumer, Franz Reil, Ewald Wörner,

  • Kegel-Club Befreiungshalle Kelheim:

    Erich Huber, Elvira Kempf, Angelika Schmid, Peter Dercho, Klaus Laßmann,

  • Kanuclub Kelheim:

    Sophia Gruber, Felix Zieglmeier, Günther Bachhuber,

  • Niederbayer. Minigolfclub Kelheim:

    Martin Lischke, Bernhard Lindner, Uwe Grimme, Markus Haller, Christian Schubert, Heinz Frenzl,

  • Schützen Affecking v. 1922:

    Rudi Schneider, Franz Loibl, Rudi Loibl, Holger Heidler, Marie Heidler,

  • Run & bike:

    Benedikt Diepold, Ursula Bircheneder, Josef Schmid, Hubert Beslmeisl, Ferdinand Reichmann, Maximilian Bochenek, Thomas Schien, Martin Huber, Michael Hirsch, Benno Beckstein,

  • SpVGG Kapfelberg:

    Michael Lilla,

  • Bayerischer Meister (Nachmeldung Team 2) 116. Kai Sünkel 117. Conny-Steffen Reichel 118. Trevor Bailey 119. Jörg Altmeyer

Matthias Woldrich, der Sohn des Black Birds-Vorsitzenden, hatte mit seinen 17 Jahren erfolgreiche Einsätze in der Bundesliga. „Motivieren brauch‘ ich ihn dazu nicht“, sagte sein Vater Peter. „Er ist ist mit vollem Ehrgeiz bei der Sache!“

Auch Sophia Gruber vom Kanuclub ist erst 17 und eine herausragende Sportlerin. Sie wurde im vergangenen Jahr Dritte bei der Weltmeisterschaft bei den Juniorinnen. So wichtig der Trainingsfleiß der Sportler ist, „Betreuer, Trainer und Übungsleiter sind genauso wichtig“ sagte ATSV Kelheim-Vorsitzender Thomas Jessen.

Ohne Ehrenamtliche geht’s nicht

Denn ohne die Arbeit all der ehrenamtlich Engagierten ginge im Sport nichts, das betonten viele der Vorsitzenden und Funktionäre, als sie die Sportler vorstellten. Florian Karl von der SpVgg Kapfelberg hob als ein Vorbild Michael Lilla hervor. Der habe nicht nur verschiedene Ämter inne, er habe als Fußballschiedsrichter auch schon mehr als 500 Partien geleitet und sei immer da, wenn er gebraucht wird. Ebenso wichtig sind – vor allem beim Nachwuchs – die Eltern und Familien. „Der RSC hatte 2017 das erfolgreichste Jahr seit seinem Bestehen“, sagte der Vorsitzende Klaus Roithmeier. Er hob besonders die Erfolge der Radsportler Luisa Beck und der Brüder Henri und Oscar Uhlig hervor. „Seine Eltern begleiteten Henri zu Rennen in ganz Deutschland. Das könnte ein Verein gar nicht leisten.“ Wie wichtig die sozial verbindende und gesellschaftlich integrierende Funktion des Sports sei, hob Sepp Biberger von den Affeckinger Schützen hervor: „Kinder, Frauen, Männer, Rollstuhlfahrer, – bei uns im Verein wird Inklusion seit Jahren gelebt und es klappt wunderbar.“

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