MyMz
Anzeige

Festlegung

Stadtrat will eine Kita auf zwei Etagen

Drei Entwürfe gibt es für den neuen Kindergarten St. Laurentius in Neustadt. Stadtrat und Erzieherinnen sind sich einig.
Von Jochen Dannenberg

  • Auf dem frei werdenden Grundstück In der Regensburger Straße soll der neue Kindergarten entstehen. Foto: Dannenberg
  • So könnte der Neubau des Kindergartens an der Regensburger Straße (Blick von der Straßenseite) aussehen. Der Entwurf stammt vom beauftragten Architekturbüro. Animation: goldbrunner + hrycyk architekten

Neustadt an der Donau.Der Stadtrat hat einen erste Aussage zur Gestaltung des Neubaus für den Kindergarten St. Laurentius getroffen: Mit großer Mehrheit hat er sich für einen zweigeschossigen Bau an der Regensburger Straße entschieden. Die Entscheidung für den Vorentwurf fiel, nach einer ausgiebigen Diskussion, gegen die Stimmen vor allem aus den Reihen der CSU. Deren Vertreter im Gremium hatten einen eingeschossigen Bau auf dem Gelände der ehemaligen Sander-Siedlung an der Raffineriestraße favorisiert.

Alle drei Vorentwürfe waren Tage vor der Sitzung des Stadtrats bereits den Mitarbeiterinnen des Kindergartens, der sich derzeit noch in der Fröhlichstraße befindet, vorgestellt wurden. Neben zwei eingeschossigen Entwürfen stand dabei – wie auch später im Stadtrat – ein zweigeschossiger Bau zur Auswahl. Die Unterschiede zwischen den Varianten ergaben sich aus der Bauweise. Eingeschossig bedeutet, dass das Gebäude eine große Grundfläche benötigt. Zweigeschossig braucht weniger Grundfläche und lässt auf dem Kindergarten-Grundstück an der Regensburger Straße später einfacher Erweiterungsbauten zu. Barrierefrei soll jede Variante sein.

Unterschiede ergeben sich bei den Vorschlägen möglicherweise im Bereich der Sicherheit. Manche Stadträte bezweifelten, dass ein zweigeschossiges Gebäude dieselbe Unfallsicherheit bietet wie ein eingeschossiges. Die Baukosten für alle drei Varianten sind nahezu gleich. Sie liegen nach Einschätzung der Architekten zwischen 2,7 und 3 Millionen Euro. In allen Fällen ist eine Mischkonstruktion vorgesehen, die sowohl Holz als auch Beton beinhaltet.

Neustadts 1. Bürgermeister Thomas Reimer (SPD) betonte in der Sitzung, dass es bei den bisherigen Planungen lediglich um die Frage gegangen sei, was man aus dem vorgesehenen Grundstück „rausholen“ kann. Die jetzige Planungsphase sei lediglich ein Vorentwurf. Stadträtin Ursula Brandlmeier (CSU) stellte fest, dass das Vorgespräch mit den Erzieherinnen ergiebig gewesen sei. „Es war ein sehr langer und sehr intensiver Nachmittag bei der Vorbesprechung“, betonte Brandlmeier.

2. Bürgermeister Hans Weber (CWMG) legte sich fest. Ihm gefiel die zweigeschossige Variante. Als Grund nannte er unter anderem die Erweiterungsmöglichkeiten. Daneben verwies er auf Diskussionen bei der Kinderkrippe St. Nikolaus. Auch da habe man überlegt, ob ein- oder zweigeschossig. „Aber hier“, stellte Weber klar, „geht es nicht um eine Krippe, sondern um einen Kindergarten.“

Stadtrat Karl Zettl (FW) plädierte ebenfalls für zwei Etagen. Zettl bezweifelte jedoch, dass die vorgesehene Anzahl von Parkplätzen auf dem Grundstück ausreichend sei. Diese Frage wurde anschließend noch von anderen Stadträten gestellt. Ein Vertreter des Architekturbüros sagte, es seien 40 Plätze vorhanden.

Kritik kam von der CSU. Deren Fraktionssprecher Thomas Memmel hielt eine eingeschossige Lösung für sicherer. Zudem bemerkte Memmel: „Den Brandschutz stelle ich mir auch einfacher vor.“ Stadtrat Werner Reichl (CSU) fragte zur zweigeschossigen Lösung: „Können Kinder im Alter ab drei Jahren das?“ Damit drückte Reichl seine Zweifel zur Unfallsicherheit aus. „Einstöckig bringt weniger Probleme mit sich“, meinte Reichl deshalb.

Der Beschluss am Ende der Diskussion im Stadtrat war eindeutig. Die weit überwiegende Mehrheit entschied sich für die zweigeschossige Variante.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht