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Neujahrsfeiern

Start mit fünf Salven und vielen Noten

Der Böllerverein verkündete am Bad Gögginger Abens-Ufer das neue Jahr. Im Kursaal gaben die „Ochsentreiber“ den Ton an.

Proppevoll war der Kursaal, in dem die „Ochsentreiber“ zünftig aufspielten. Foto: zpi
Proppevoll war der Kursaal, in dem die „Ochsentreiber“ zünftig aufspielten. Foto: zpi

Neustadt. Zum 18. Male schoss der Böllerverein Bad Gögging am Neujahrstag traditionell um 12 Uhr mit fünf Salven das neue Jahr an. Dabei hatte jeder der zwölf Schützen fünf mal das Kommando zu beachten.

Die Idee des Neujahrsanschießens kam vom früheren Vorstand Rudolf Bräundl, in Absprache mit Hotelier Karl Zettl. In fast voller Besetzung traten die aktiven Schützen am Abens-Ufer unter Leitung von Schützenmeister Anton Leyrer an und ernteten großen Beifall der zahlreich versammelten Einheimischen und Kurgästen für die Fortführung des Brauchtums.

Zwölf Böllerschützen verkündeten das neue Jahr. Foto: zpi
Zwölf Böllerschützen verkündeten das neue Jahr. Foto: zpi

Allen Gästen wünschte der Schützenchef Glück und Gesundheit im neuen Jahr. Traditionsgemäß wurden die Schützen von der Familie Zettl/Feldmann zum Mittagessen eingeladen, wofür sich Anton Leyrer herzlich bedankte. Der nächste Einsatz ist noch im Januar bei einem runden Geburtstag eines Mitgliedes, ebenso im Mai und dann beim Gauschießen in Siegenburg.

„Alles das, was sie sich vorgenommen haben, soll in Erfüllung gehen“: Mit diesen Worten eröffnete Bürgermeister Thomas Reimer den Neujahrsempfang. Der Bad Gögginger Kursaal war übervoll bei diesem Termin, viele fanden gar keinen Einlass mehr. „Das liegt sicher an der Kapelle ,Ochsentreiber’ – mit einer anderen Kapelle hätten wir bestimmt keine Raumprobleme“, mutmaßte Reimer. Namens der Stadt Neustadt, der Touristinfo und des Tourismusverbandes wünschte der Rathauschef allen ein gesundes und glückliches neues Jahr, Zufriedenheit „und immer nette Menschen um sich“.

Proppevoll war der Kursaal, in dem die „Ochsentreiber“ zünftig aufspielten. Foto: zpi
Proppevoll war der Kursaal, in dem die „Ochsentreiber“ zünftig aufspielten. Foto: zpi

Eingangs begrüßte die Gesanggruppe Arno Hegner, Thorsten Schorsch und Edi Albrecht die Gäste mit dem Stück „Gesundheit und a recht langes Leben und jeden Tag recht viel Freid, das wünsch ma eich ihr lieben Leit“. Trinksprüche und Seitenhiebe auf die Politik leiteten problemlos über zu den Schottischen, Bayrischen, Landlern und Märschen, mit denen die Kapelle „Ochsentreiber“ aufwartete.

Bekannte „Treiber“

  • Ausgezeichnet:

    Die renommierte Kapelle der „Ochsentreiber“, die sich seit 1987 der alten bäuerlichen Tanzbodenmusik verschrieben hat, durfte sich schon über zahlreiche Ehrungen freuen, unter anderem bei der Hanns-Seidel-Stiftung für Volksmusikpflege, sowie über die Auszeichnung „Kulturbotschafter der Stadt Neustadt“.

  • Weitgereist:

    Die Gruppe hat auch schon viele Auslandsreisen hinter sich. Außerdem gab es Live-Auftritte beim Bayerischen Rundfunk, und im Münchener Hofbräuhaus ist man regelmäßig unter anderem mit Tanzbodenmusik aus der Oberpfalz und der Holledau vertreten.

Peter Wutzer verstand es, mit humorvollen Worten die Tradition der Ochsentreiber und das bayerische Brauchtum allgemein zu beschreiben. (zpi)

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