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Erfahrung

Stefan geht für ein Jahr nach Kenia

Ein ganzes Jahr lang will der 25-jährige Stefan Alkofer über eine Hilfsorganisation in Kenia Jugendliche unterstützen.

Stefan Alkofer freut sich auf sein Jahr im Freiwilligendienst in Kenia.  Foto: Alkofer
Stefan Alkofer freut sich auf sein Jahr im Freiwilligendienst in Kenia. Foto: Alkofer

Sandharlanden.Ein ganzes Jahr lang will der 25-Jährige über eine gemeinnützige Hilfsorganisation in Kenia vor allem Jugendliche unterstützen. Bei einem Jugendtreffen im französischen Taizé lernte Alkofer im letzten Jahr einen jungen Mann kennen, der ein solches Hilfsjahr bereits absolviert hatte und ihm berichtete, es hätte sein Leben vor allem dahingehend verändert, dass man nicht nur seinen Horizont erweitert. Sondern man sei auch noch viel mehr mit dem zufrieden, was man bereits hat – und dankbar, für jeden Tag, dem einen das Leben schenkt.

Alkofer ließ dieser Gedanke nicht mehr los, nach dem Motto: „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ Im Herbst letzten Jahres fasste er den Entschluss, sich für ein Auswahlverfahren bei der Ehrenamtsorganisation AFS Interkulturelle Begegnungen, welche genau solche Entsendungen koordiniert, zu bewerben. Dieses durchlief er erfolgreich und bekam kurz darauf bereits eine positive Rückmeldung.

Unter dem Motto „weltwärts“ kann er nun den Freiwilligendienst des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) antreten. Diesen gibt es schon seit 2008. Es sollen vor allem der Austausch und die Begegnung zwischen Menschen des globalen Südens und Nordens gefördert werden.

Bereits in Kürze wird es losgehen. Genauer Einsatzort ist Isinya, circa 60 Kilometer südlich der kenianischen Hauptstadt Nairobi. Dort darf er im Child Development Centre mitarbeiten. Es handelt sich dabei um eine christliche Einrichtung, deren Ziel es ist, über 300 benachteiligten Kindern und Jugendlichen eine Chance auf eine bessere Ausbildung und Zukunft zu ermöglichen. Alkofer soll sowohl mit Kindern und Jugendlichen tätig sein, als auch bei administrativen und planerischen Tätigkeiten mitwirken.

Wohnen wird er bei einer Gastfamilie. Dass in einigen Fällen weder Strom noch fließendes Wasser vorhanden ist, wurde ihm bereits mitgeteilt, genau wie die Tatsache, dass Swahili-Kenntnisse von großem Vorteil wären – seither lernt er die für ihn völlig neue Fremdsprache - Abends, nach der Arbeit, oft täglich circa eine Stunde.

Er freut sich sehr darauf, eine fremde Kultur kennenzulernen und hier vor allem jungen Menschen eine Hilfe zu sein. Sein Arbeitgeber, die SMP in Schierling, unterstützt ihn neben einer Spende auch mit einer Wiedereinstellungszusage nach seiner Rückkehr, wofür er sehr dankbar ist.

Die finanziellen Mittel des „weltwärts“-Freiwilligendienstes stammen größtenteils aus dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Da jedoch nicht sämtliche Kosten seitens des Bundesministeriums gedeckt werden können, ist jeder Freiwillige dazu aufgerufen, einen eigenen Förderkreis ins Leben zu rufen und Spenden zu sammeln. Stefan Alkofer berichtet, davon, dass dies gar nicht so einfach ist.

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