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Stiegler und Limmer sind Stellvertreter

Der neue Trainer Gemeinderat hat seine Arbeit aufgenommen. Die Harmonie im Gremium stieß dabei bald an ihre Grenzen.
Von Wolfgang Abeltshauser

Die Trainer Bürgermeister (v. l.): Josef Limmer, Gerhard Zeitler und Armin Stiegler. Foto: Abeltshauser
Die Trainer Bürgermeister (v. l.): Josef Limmer, Gerhard Zeitler und Armin Stiegler. Foto: Abeltshauser

Train.Armin Stiegler (CSU) ist neuer zweiter Bürgermeister in Train. In der konstituierenden Sitzung des Gemeinderates wählten ihn die Gremiumsmitglieder mit großer Mehrheit. Um den Posten des weiteren Stellvertreters gab es eine Kampfabstimmung. Dabei setzte sich der bisherige Amtsinhaber Josef Limmer (CSU) gegen Monika Rienmüller (UL) durch.

Limmer schlug Stiegler vor. Immerhin habe er bei der Kommunalwahl die meisten Stimmen eingesammelt. Die Bevölkerung vertraue ihm also. Dazu verfüge er mittlerweile über eine große Erfahrung im politischen Geschäft.

Acht Stimmen für Stiegler

Ein Gegenkandidat wurde nicht aufgeboten. Bürgermeister Gerhard Zeitler (UL) stellte dazu fest: „Die stärkste Fraktion hat das Anrecht auf den Posten.“ Bei der Abstimmung erhielt Stiegler, der bei der Kommunalwahl im Kampf um den Bürgermeisterstuhl hauchdünn unterlegen war, acht Stimmen. Vier Stimmzettel wurden leer abgegeben, eine Stimme erhielt Robert Maier (UW).

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Spannender ging es bei der Wahl des dritten Bürgermeisters zu. Stiegler hob Limmer auf das Schild. Er habe das Amt ja schon ausgeübt und sitze seit vielen Jahren im Gremium. Das tut Rienmüller (UL) auch . Dies stellte Georg Niesl (UL) fest. Außerdem stünde es der Kommune gut zu Gesicht, wenn wieder eine Frau im Reigen der Bürgermeister vertreten wäre. Letztendlich setzte sich Stiegler mit sieben Stimmen durch.

Erste Probe für die Harmonie

Eingangs der Sitzung erklärte der Bürgermeister, er hoffe für die Zukunft auf sachliche Diskussionen. „Nur wenn wir alle an einem Strang ziehen, schaffen wir etwas für unsere Gemeinde.“ Die Harmonie wurde aber rasch auf die erste Probe gestellt.

Weitere Gremien und Posten

  • Schulverband Train:

    Hier vertreten Richard Zeitler (UL) und Kurt Ziegler (CSU) die Kommune.

  • Wasserzweckverband:

    Der Gemeinderat entsendet dorthin Zeitler, Armin Stiegler (CSU), Robert Maier (UW), Ziegler, Albert Kiermayer (UL) und Niesl.

  • Generationen:

    Jugendbeauftragter ist Tobias Aschenbrenner (CSU), Seniorenbeauftragte Monika Rienmüller (UL).

So war – anscheinend relativ kurzfristig – ein Antrag der CSU bei der Verwaltung eingegangen. Der Partei wünsche sich mehr Ausschüsse, als sie bisher vorgesehen sind. Niesl hätte nun erwartet, dies im Vorfeld miteinander zu besprechen.

Stephan Schmidt (UL) äußerte sich ebenso. Außerdem gebe es in seinen Augen eher zu viele Ratsgremien. So habe der Jugend-, Senioren-, Vereins- und Kulturförderausschuss in der abgelaufenen Periode kein einziges Mal getagt. Franz Obermeier (CSU) dagegen befand, dass man grundsätzlich darüber abstimmen könnte. Die genaue Besetzung der Gremien könne ja zu einem späteren Zeitpunkt angegangen werden.

Debatte um Geld

Zeitler befand, dass es schon ein Zeichen für ein faires Miteinander wäre, erst einmal gemeinsam darüber zu reden. So wird es wohl kommen. Mit Mehrheit entschied das Gremium, die Frage in die kommende Sitzung zu vertagen.

Eine Debatte gab es über die Höhe des Verfügungsrahmens des Bürgermeisters. Da geht es um die Summe, die er für die Kommune pro Projekt ausgeben darf, ohne dass er die Räte fragen muss. Die Verwaltung schlug vor, von 6000 auf 10.000 Euro zu erhöhen. Was die Empfehlung des Gemeindetages sei. Dies betonte in der Debatte auch Niesl.

Bürgermeister Gerhard Zeitler nimmt Ratsneuling Tobias Aschenbrenner den Amtseid ab. Foto: Abeltshauser
Bürgermeister Gerhard Zeitler nimmt Ratsneuling Tobias Aschenbrenner den Amtseid ab. Foto: Abeltshauser

Stiegler befand, 8000 Euro würden reichen. Schmidt stellte fest, dass beim Trainer Millionenetat 10.000 Euro keine große Summe sei. Maier wollte klar gestellt wissen, dass es nicht etwa um Misstrauen gegenüber Zeitler gehe. Es sei eine Sache der Transparenz.

Bürgermeister wittert Misstrauen

Der Bürgermeister dagegen empfindet es nach eigener Aussage schon als Misstrauen. Außerdem habe er von seinem Verfügungsrahmen nie Gebrauch gemacht, sondern jede Anschaffung im Rat behandeln lassen. Die Mehrheit der CSU/UW setzte sich aber durch. 8000 Euro wurden festgelegt.

Besetzt sind diese Gremien: In der Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft sitzen erster und zweiter Bürgermeister – sowie Niesl, im Schulverband Siegenburg der erste Bürgermeister. Den Rechnungsprüfungsausschuss bilden Limmer, Schmidt, Tobias Ecker (CSU) und Niesl.

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