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Aktion

Strahlende Gesichter an Bord

Beim OBA-Erlebnistag bot das BRK einen inklusiven Erlebnistag. Das Orga-Team holte dazu die Essinger Feuerwehr mit ins Boot.
Von Renate Beck

  • Mit dem Rettungsboot ging es durch den Kanal und die Schleuse. Fotos: Scheidel
  • Ohne Schwimmweste geht gar nichts.

Kelheim.Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) lockte mit Adler und Bootsfahrt. 25 Teilnehmer folgten der Einladung zu dieser Aktion der Abteilung Offene Behindertenarbeit (OBA). An ihren strahlenden Gesichtern konnte man erkennen, dass es ein gelungener Ausflugstag war.

Die OBA wird vom Zentrum Bayern und dem Bezirk Niederbayern gefördert. Sie ist für Menschen mit geistiger, körperlicher, Mehrfach- und Sinnesbehinderung und chronischer Erkrankung jeden Alters und deren Angehörigen und nahen Bezugspersonen zuständig. Nach den vielen positiven Rückmeldungen auf den ersten Erlebnistag im vergangenen Jahr stand für alle Beteiligten fest, dass auch dieses Jahr ein solcher inklusiver OBA-Tag angeboten werden soll.

Los ging’s am frühen Nachmittag bei der Rettungswache des BRK-Kreisverbandes in der Abensberger Straße. Von dort aus fuhren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit BRK-Fahrzeugen hoch zur Rosenburg nach Riedenburg. „Mir flog ein Adler direkt über den Kopf und streifte auch noch meine Haare“, berichtete noch ganz aufgeregt ein junger Teilnehmer.

Auf Tuchfühlung mit den Adlern

Mit strahlendem Gesicht erwähnte sein Gegenüber einen Geier, der einen kleinen Stein in seinen Schnabel nahm und damit ein Ei am Boden zerschlug. Die Sonne brannte heiß auf das Gelände der Rosenburg. Um die Flugvorführung unter Schatten verfolgen zu können, verteilte das Falknerteam Regenschirme an die Zuschauergruppe. Zur Abkühlung gab es erfrischendes Eis im Jachthafen Haidhof. Für die nötige Sicherheit an diesem Gruppenausflug sorgten die ehrenamtlichen BRK-Gliederungen Bereitschaft, Wasserwacht und Ambulante Dienste. Ihre 15 Helfer stellten an diesem Nachmittag ihre Freizeit zur Verfügung. Auch drei Einsatzboote von der Kreiswasserwacht Kelheim waren mit dabei. Mit angelegten Rettungswesten durften die Teilnehmer durch die Schleuse fahren. „Viele von ihnen sind schon einmal mit dem Schiff, aber nicht mit einem kleinen Boot durchgefahren“ sagte Lioba Scheidel von der OBA. Umso beeindruckender empfanden sie die Fahrt. Sobald das Boot in der Schleuse war, wurde das Wasser in der Schleusenkammer abgelassen. Das Rettungsboot sank immer tiefer. Treffend die Beschreibung: „Mal war das Wasser oben und dann wieder unten.“ Die aufsteigenden Schleusenwände wurden zur Echowand. Ein „Hallo Hallo“ und unterschiedliches Lachen tönte zwischen den beiden Wänden.

Sie fanden es cool

Weiter ging’s per Boot den Main-Donau-Kanal entlang Richtung Riedenburg, Einthal, Campingplatz Kastlhof in Richtung Slipstelle in Essing. Der kurze Fußweg zum Feuerwehrhaus wurde mit Kulinarischem belohnt. Eine Gruppe der Essinger Feuerwehrmänner stand mit Grillsteaks, Bratwustsemmeln und gekühlten Getränken bereit. Kommandant Peter Donauer freute sich über die Anfrage zu diesem gemeinsamen Grillen. Die Menschen mit und ohne Behinderung fühlten sich sichtlich wohl in dem kleinen schattigen Aufenthaltsbereich hinter dem Feuerwehrhaus. „Sie haben mich heute gar nicht schieben lassen“ erzählte eine Begleiterin und meinte damit den Rollstuhl, in dem ihr Mann saß. ,Sie machen das das ganze Jahr über’ haben die hilfsbereiten Helfer zu mir gesagt.“ „Ja, es war ein Erlebnis. Ein gut organisiertes dazu“, das mit der Grillfeier bei den Essinger Floriansjünger seinen Ausklang fand.

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