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Auftakt

Super Sommer-Abend mit Claudia Koreck

Nach einem kurzen Schock-Moment vorm „Temporär“-Auftakt erlebten viele eine wundervolle bayerische Pop-Nacht in Neustadt.
von Roswitha Priller

Auch unplugged begeisterten Claudia Koreck und Band mit ihrem unverwechselbaren bairischen Liedermacher-Pop. Fotos: Roswitha Priller
Auch unplugged begeisterten Claudia Koreck und Band mit ihrem unverwechselbaren bairischen Liedermacher-Pop. Fotos: Roswitha Priller

Neustadt.Ein perfekter Einstieg in die Sommerferien war die Auftaktveranstaltung von „Temporär 2019“ mit der bayerischen Liedermacherin Claudia Koreck im Neustädter Stadtgraben. Mit sympathischer Ausstrahlung und gefühlvollen Texten begeisterten Sängerin und Band das Sommernachtspublikum.

Zwischendurch hatte es fast so ausgesehen, als müsste das Konzert in den Bürgersaal verlegt werden, doch der Wettergott hatte mit einem frühabendlichen Regenschauer nur für eine willkommene Erfrischung gesorgt - und dann den Himmel glücklicherweise wieder „dichtgemacht“.

Großes Dusel mit dem Wetter

„Wenn es fünf Minuten länger geregnet hätte, hätten wir das Konzert verlegen müssen“, gab Neustadts Stadtoberhaupt Thomas Reimer Auskunft. Ein letztes Mal begrüßte Reimer als Bürgermeister die zahlreichen Gäste zu einer Auftaktveranstaltung von „Temporär“.

Ein ganz klein wenig Wehmut sei schon dabei, aber er werde der Kulturreihe auf jeden Fall treu bleiben – eben nur nicht als Verantwortlicher. Mit dem kürzlich erreichten Alter von 65 Jahren stellt sich Reimer bei den Kommunalwahlen 2020 nicht zur Wiederwahl.

Monika Hummel und Bürgermeister Reimer Foto: Priller
Monika Hummel und Bürgermeister Reimer Foto: Priller

Monika Hummel, die seit kurzem für die Öffentlichkeitsarbeit in Neustadt zuständig ist, wird im kommenden Jahr die Organisation von Temporär übernehmen. Heuer zeichnete hierfür noch Toni Schaller verantwortlich. Er suchte auch die beliebte Claudia Koreck aus, die ihre Fans mit bayerischem Liedermacher-Pop unterhält. „Wir wollten einen richtigen Kracher für ,Temporär‘, da hat mir Schaller Claudia Koreck vorgeschlagen. Der Toni hat das richtige Gespür für Leute, die gerade in sind“, so Reimer.

Die überaus zahlreichen Besucher gaben ihm Recht. Der Stadtgraben war voll bis auf den letzten Platz. Unter ihnen freute sich Reimer auch, den stellvertretenden Landrat Wolfgang Gural begrüßen zu können. „Die Claudia Koreck macht einfach schöne Musik, die vielen gefällt“, sagte auch Hummel.

Völlig unglamourös im luftigen Sommerkleid sprang Koreck auf die Bühne und zog die Zuhörer mit strahlender Natürlichkeit in ihren Bann. „Ihr habt ja hier eine tolle Location mit dem wunderschönen Stadtgraben“, lobte auch sie den besonderen Veranstaltungsort.

Die Musiker begeisterten das Neustädter Publikum. Foto: Priller
Die Musiker begeisterten das Neustädter Publikum. Foto: Priller

Koreck und Band gaben ein „Best of Mix“ aus den vergangenen zwölf Jahren zum Besten. Mit echt boarischem Dialekt und einer ausdrucksstarken Stimme rockte sie schwungvoll die Bühne. Faszinierend war der ständige Wechsel an Saiteninstrumenten. Mal griff sie zur winzigkleinen Ukulele, mal zur Konzert- oder zur Westerngitarre.

Jeder Song wurde mit dem entsprechenden Klang perfekt. Zwischendurch plauderte die sympathische Liedermacherin aus dem Nähkästchen, als würde man sich schon ewig kennen. Das Zeugnis der Kinder, wie sie mit ihrem Mann Gunnar zusammengekommen ist (die Kakerlake auf Hawaii war schuld) oder eine ausgeflippte Freundin – alles Geschichten, die Nähe zum Publikum schafften.

„Total sympathisch“

„Die Claudia Koreck ist total sympathisch. Die kommt richtig normal und nett rüber“, sagte eine kulturbegeisterte Besucherin in der Pause. Zuvor hatten die Musiker unplugged ihr ganzes Können gezeigt. „Mia san jetzt komplett ausgestöpselt“, gab Koreck bekannt. In der immer dunkler werdenden Nacht sorgte die unverstärkte Musik mit den sehr emotionalen Texten für besondere Atmosphäre.

Für Kinder hatte Koreck im Duett mit ihrem Mann einen extra Song über die Spinne Ursula und die japanische Fliege Sumsum im Gepäck. Allerdings ohne Kostümierung – dafür war es einfach zu heiß!

Die Kulturreihe „Temporär“

  • Nachfolgerin:

    Bürgermeister Thomas Reimer freute sich mit Monika Hummel auf den Auftritt von Claudia Koreck. „Monika Hummel ist die Nachfolgerin von Toni Schaller bei Temporär“, erklärte Reimer. Schaller organisierte die Reihe heuer zum letzten Mal.

  • Rückblick: Letztes Jahr fluteten die CubaBoarischen 2.0 mit Leo Meixner den Stadtgraben mit karibischem Flair. Auch hier hatte Toni Schaller bei der Auswahl der Band das richtige Gespür gehabt. 2017 machte Steffi Denk den fulminanten Auftakt von Temporär.

  • Atmosphäre:

    Bei Fackellicht bekommt der Neustädter Stadtgraben immer ein schönes romantisches Ambiente. Die Zuschauer genießen die Atmosphäre bei toller Musik und kühlen Drinks. Es ist ein schöner Ort zum Tanzen, Ratschen und Mitsingen, so die Meinung vieler Besucher.

  • Ausblick: Am Freitag, 2. August, tritt ab 20 Uhr im Stadtgraben die „Wiener Tschuschenkapelle“ (Foto: Michael Winkelmann) mit Gypsy-Jazz, Balkanmusik und Wiener Liedern auf. Seit nunmehr 30 Jahren touren die österreichischen Musiker mit großem Repertoire durch die Lande.

Als besondere Überraschung durften die Zuhörer an einer Weltpremiere teilhaben. Das Liadl „Es geht oiweil immer weida“ hörten die Neustädter als allererste. Und dankten mit einem großen Applaus.

Natürlich durfte auch Korecks absoluter Hit „Fliagn“ nicht fehlen. Mit dem Song hatte sie 2007 erstmals die Charts erobert. Da hielt es dann niemanden mehr auf den Sitzen.

Stimmungsvolle Atmosphäre in der Nacht Foto: Priller
Stimmungsvolle Atmosphäre in der Nacht Foto: Priller

Mit dem gekonnten Mix aus herzerfrischendem Rock, Pop, Soul und Blues zauberte Koreck tolle Stimmung in den historischen Graben. Die Bandmitglieder begleiteten sie perfekt und brachten das Publikum mit tollen Gitarrenriffs, super Gesangssoli und ausgefeilten Percussionelementen immer wieder zum Jubeln.

Am 2. August spielt die „Wiener Tschuschenkapelle“ Foto: WWW.MICHAEL-WINKELMANN.COM
Am 2. August spielt die „Wiener Tschuschenkapelle“ Foto: WWW.MICHAEL-WINKELMANN.COM

Am Freitag, 2. August, tritt ab 20 Uhr im Stadtgraben die „Wiener Tschuschenkapelle“ mit Gypsy-Jazz, Balkanmusik und Wiener Liedern auf. Seit nunmehr 30 Jahren touren die österreichischen Musiker mit großem Repertoire durch die Lande.

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