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Brauchtum

Tausende feierten in Neustadt

Die Tradition lebte beim Pfingstvolksfest. Die Mischung aus Karussells, Unterhaltung, Musik und Spaß kam beim Publikum an.
Von Jochen Dannenberg

  • Das Neustädter Volksfest ist ein Fest für die ganze Familie, darum kommen auch Kinder auf ihre Kosten. Foto: Dannenberg
  • Der „PhoeniX“ begeisterte vor allem die jungen Besucher.Foto: Dannenberg

Neustadt. Tausende Besucher und ein wunderbares Wetter – auch das 71. Neustädter Pfingstvolksfest bewies, dass Brauchtum angesagt ist. Weiterer Beleg für die Attraktivität der Veranstaltung: Zum Auftakt am Freitagabend kamen ganz viele junge Besucher in Tracht. Und, zusätzlicher Beweis: Auch die Verkürzung des Festes um einen Tag und die Neugestaltung des Programms – Senioren- und Kindernachmittag fanden bereits am Samstag statt – kamen bei den Besuchern an.

Reichlich Betrieb herrschte auch am späten Sonntagnachmittag. Foto: Dannenberg
Reichlich Betrieb herrschte auch am späten Sonntagnachmittag. Foto: Dannenberg

Das traf auch auf die Schausteller zu. „Es passt, es läuft“, meinte Max Fahrenschon, der seit vielen Jahren mit seinem Kinderkarussell auf dem Pfingstvolksfest im Einsatz ist. Irene Geschwindt, die einen Imbiss betreibt, bestätigte, sagte aber auch, man müsse sich immer was Neues einfallen lassen. Mario Agtsch, der seit über 30 Jahren einen Stand mit Pfeilwerfen betreibt, erklärte: „Es ist ein sympathisches Fest. Wenn man hie rankommt, weiß man, man ist daheim. Die Neustädter lassen sich immer etwas für ihr Fest einfallen. Wir sind eine Familie, einer führt das Ruder – und das ist der Rudi.“ Gemeint war Rudi Halbritter, Leiter des Ordnungsamtes.

Ehrung für zwei Männer

Für ihn war dies nach 35 Jahren das letzte Volksfest, das er organisierte. Am Pfingstsonntag war Schluss für ihn, dann übernahm Julia Zirngibl vom Ordnungsamt die Aufgabe. Vorher aber wurde Rudi Halbritter und mit dem Stadtrat und Volksfestreferent Erwin Huber von den Schaustellern und Festwirten für ihren langjährigen Einsatz für das Pfingstvolksfest geehrt. Sichtlich gerührt nahmen Huber und Halbritter die Ehrung entgegen. U.a. gab es eine Urkunde und – passend zum Fest – ein großes Lebkuchenherz. Rudi Halbritter gestand anschließend: „Mir ist die Ehrung nahe gegangen.“

Rudi Halbritter und Erwin Huber wurden für ihren Einsatz fürs Pfingstvolksfest geehrt. Foto: Hans Pirthauer
Rudi Halbritter und Erwin Huber wurden für ihren Einsatz fürs Pfingstvolksfest geehrt. Foto: Hans Pirthauer

Das Volksfest hatte zu diesem Zeitpunkt seinen zweiten Höhepunkt nach dem Auftakt am Freitag hinter sich. Am Samstagabend herrschte Hochbetrieb. Vor dem Karussell „PhoeniX“ bildeten sich sogar Schlangen von unterhaltungslustigen Besuchern, die in dem Fahrgeschäft mitfahren wollten. Das „PhoeniX“ setzte damit seine Erfolgsgeschichte vom Freitag fort.

Da hatten sich vor allem Jugendliche zur Mitfahrt verabredet. Unter lautem Gejohle wurden sie von der Schaukel in die Höhe gehoben, mal zur einen und mal zur anderen Seite geschwenkt, dann kamen Überschläge dazu und immer wieder veränderte sich das Tempo. Wer das überstand, bewies, dass er einen gesunden Magen hatte. Derweil standen die nächsten Besucher vor dem Absperrgitter, warteten geduldig darauf, dass die Fahrt beendet war und sie zusteigen durften.

Polizei hatte wenig zu tun

So ging das Fest am Sonntag weiter. Mittags waren die Festzelte gut besucht, viele Familien nutzten die Gelegenheit zu einem Ausflug vom heimischen Herd und ließen sich die bodenständig, deftige Küche schmecken. Am Abend und während des Tages spielten die Kapellen und DJs legten auf.

Treffsicher zeigte sich dieser Bub.  Foto: Dannenberg
Treffsicher zeigte sich dieser Bub. Foto: Dannenberg

Der Beginn des Volksfestes verlief weitgehend friedlich, womit die Neustädter Traditionsveranstaltung auch insofern ihren Charakter als „Fest für die ganze Familie“ bestätigte. Die Polizeiinspektion Kelheim registrierte als herausragende Ereignisse einen Verstoß gegen das Waffengesetz und eine Körperletzung. Trotzdem hießt es im Bericht der Kelheimer Polizei vom Samstag: „Insgesamt kann man von einem sehr friedlichen Auftakt sprechen.“

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