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TC und Jugendstiftung nutzen Boom

Die „Juniors Abensberg“ sollen in acht bis zehn Jahren die Tennisszene aufmischen. Dazu hilft die Stanglmeierstiftung.
Von Walter Dennstedt

Tennis Davis Cup Weltgruppe – das wär ein Traumziel für die Abensberger TC’ler. Wie es geht, das zeigte jüngst Alexander Zverev aus Deutschland, der im Ranking auf Platz 18 in Deutschland steht.
Tennis Davis Cup Weltgruppe – das wär ein Traumziel für die Abensberger TC’ler. Wie es geht, das zeigte jüngst Alexander Zverev aus Deutschland, der im Ranking auf Platz 18 in Deutschland steht. Foto: dpa

Abensberg.Fragt man Fabian Tuscher, den Vorsitzenden des TC Abensberg, nach den sportlichen Zielen seines Vereins, bekommt er einen Glanz in seinen Augen: In zehn Jahren, so ist er sich sicher, werden Spielerinnen und Spieler des TC Abensberg ganz oben in der zumindest deutschen Spitze mitmischen. Als Tuscher vor zwei Jahren ins Amt gewählt wurde, hatte er angekündigt, dass das Ziel Olympia heißt, nun gibt er sich eine wenig bescheidener, wenngleich zwei Dinge seinen Optimismus befeuern: Zum einen kooperiert man mit der Stanglmeierstiftung, zum anderen sind die „Tennis Juniors Abensberg“ gegründet. Das sind die zwei größten Erfolge, die Tuscher in einem Atemzug nennt, wenngleich er hier unsportlich bescheiden auftritt.

Tolle Steigerung

Die Stanglmeierstiftung brauchte nicht lange überzeugt zu werden, dass der TC gute Arbeit macht und erklärte sich nach Vorgesprächen recht schnell bereit, dem Verein sowohl mit materieller als auch monetärer Unterstützung unter die Arme zu greifen. Sie fördert die Jugendarbeit des TC, stellt teilweise Trainer und Hallenplätze für Schultennis und Wintertraining. Zudem darf der TC zwei Plätze am Sportzentrum das ganze Jahr über nutzen, für die Mitglieder kostenlos. Und mit Jörg Kopatsch, Jugendtrainer und enger Mitarbeiter der Stanglmeierstiftung, ist eine enge Zusammenarbeit vereinbart, mit der Kopatsch die Jugendarbeit des TC unterstützt. Dass die erfolgreich ist, zeigt sich allein schon an den Zugängen beim TC: 230 Mitglieder bedeuten eine Steigerung von über zehn Prozent im vergangenen Jahr. Freilich, hier kommt der allgemeine Tennis-Hype dem TC zugute – eine Angelique Kerber ist eben hervorragende Werbung für den Weißen Sport.

Indes, der TC befeuert das ganze mit zusätzlichen Aktionen. So wurde eine Sportarbeitsgemeinschaft mit der Aventinus-Grundschule gegründet, im Oktober gab es dort einen Projekttag, den Rektorin Hermine Kroiss-Hillmann nach Aussagen Tuschers klasse begleitete und hervorragend ermöglichte. Ein Mal pro Woche können seither Kinder der 1. und 2. Klasse kostenlos Trainieren, die Stanglmeierstiftung stellte Halle und Trainer. Koordination wird das ganze durch TC-Jugendwart Florian Bohn und Tom Rößler, der sich der Kooperation mit den Schulen und Kindergärten ehrenamtlich angenommen hat. Zudem wurden in dieser Woche weitere Schulen und Kindergärten angeschrieben und eingeladen. Genauso wichtig ist für Tuscher zudem, die Familien einzubinden. Hier bietet der TC Freizeittennis, also kostenloses Spielen an bestimmten Tagen auch ohne Mitgliedschaft, das sogenannte Cardiotennis, das zum Ziel hat, Ausdauer und Fitness zu fördern und zudem noch Spaß macht.

Ein Interview mit Fabian Tuscher lesen Sie hier.

Weiter hat der TC im Bayerischen Tennisverband einen wohlwollenden Unterstützer an seiner Seite. Der sogenannte „Talentino Club“ umfasst die Unterstützung durch Scouts beim Training und die sogenannte Heidelberger Ballschule, eine Programm, das das Ballgefühl der Jugendlichen wecken und verbessern soll.

Erfolg ist offensichtlich

Obwohl die Sache so richtig erst seit Oktober läuft, also die Zusammenarbeit mit der Stanglmeierstiftung, mit der Aventinus-Grundschule, ist der Erfolg offensichtlich: 30 Jugendliche sind dem TC beigetreten, die fünf im September eher aufs Geratewohl gemeldeten Mannschaften bis U18 für die bald beginnende Saison reichen nicht aus, um alle Spielerinnen und Spieler zum Zug kommen zu lassen, . Zum Wintertraining für die Tennis-Juniors übernahm die Stiftung die Kosten für die Halle, jeden zweiten Sonntag findet ein sogenannter Matchday statt, an dem Kinder Wettkampfpraxis sammeln und unter Beaufsichtigung Erfahrung sammeln können. Diesen Winter trainierten zehn Jugendgruppen der Tennis Juniors unter den Trainern Branjo Nowak, Marion Weber (für die ganz Kleinen), Tomas Jung und unter der Hauptverantwortung von Trainer und Mitbegründer der Tennis Juniors Jörg Kopatsch.

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