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Region Kelheim
Donnerstag, 21. Juni 2018 29° 8

Gemeinderat

Teugn investiert in Kinderbetreuung

Die Planung für den Haushalt 2018 ist reich bestückt mit verschiedenen Projekten. Viel Geld fließt in die Kinderkrippe.
Von Gabi Hueber-Lutz

Die Gemeinde Teugn investiert in den nächsten Jahren viel Geld in die Betreuung ihrer Jüngsten.  Foto: Hueber-Lutz
Die Gemeinde Teugn investiert in den nächsten Jahren viel Geld in die Betreuung ihrer Jüngsten. Foto: Hueber-Lutz

Teugn.Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung stellte Kämmerer Stefan Roithmayer den Haushaltsplan für das laufende Jahr vor. Das Zahlenwerk fand allgemeine Zustimmung im Gremium. „Wir machen ziemlich viel im Moment“, sagte Bürgermeister Manfred Jackermeier angesichts der diversen Projekte, die sich in der Planung wiederfinden. Weil die Aufgaben so vielschichtig sind, sei die Planung auch erst jetzt vorgelegt worden.

Größter Posten ist Betreuung

Knapp 4,9 Millionen Euro beträgt das Gesamtvolumen des diesjährigen Haushalts. 2,8 Millionen entfallen davon auf den Verwaltungshaushalt, knapp 2,1 Millionen Euro auf den Vermögenshaushalt. Die größten Posten im Vermögenshaushalt sind für die Verbesserung der Betreuungssituation vorgesehen: 887 000 Euro stehen für den Grunderwerb, den Bau und die Außenanlagen der Kinderkrippe auf der Ausgabenseite. Im nächsten Jahr werden nochmals Kosten von 520 000 Euro anfallen. Unterm Strich muss die Gemeinde diese Kosten jedoch nicht allein tragen. Im günstigsten Fall könne man eine Fördersumme von 679 000 Euro erwarten, so Roithmayer. In der diesjährigen Haushaltsplanung sind sie jedoch noch nicht enthalten.

105 000 Euro beträgt der Anteil, den die Gemeinde für die Einhausung der Stockschützenbahn und den Zuschuss für das Fußballvereinsheim eingestellt hat. 218 000 Euro sind für den DSL-Ausbau vorgesehen. 70 Prozent wird die Gemeinde über Fördermittel zurückbekommen. 150 000 Euro sind für die Sanierung des Dorfweihers eingeplant.

Plus bei Steuereinnahmen

Jeweils ein Plus steht vor den Steuereinnahmen. Sowohl bei der Gewerbesteuer als auch bei der Einkommenssteuerbeteiligung und den Schlüsselzuweisungen wird mehr Geld in den Gemeindesäckel fließen als im letzten Jahr. Kämmerer Roithmayer rechnet mit 456 000 Euro Gewerbesteuer, einer Million Einkommenssteuer und gut 488 000 Euro Schlüsselzuweisungen. Dem stehen Ausgaben gegenüber. Die größten Beträge entfallen dabei mit knapp 700 000 Euro auf die Kreisumlage und mit 230 000 Euro auf die Umlage für die Verwaltungsgemeinschaft. Die Zuführung vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt beträgt 145 000 Euro. Sollten die vielen Vorhaben in diesem Jahr verwirklicht werden können, müssen zur Finanzierung insgesamt 1,44 Millionen Euro aus den Rücklagen entnommen werden. Im Moment betragen diese Rücklagen 2,27 Millionen Euro. Grundsätzlich gelte für den Haushaltsplan, dass man alle Projekte darin berücksichtigt habe, führte Jackermeier aus. Er gehe aber nicht davon aus, dass in diesem Jahr alles realisiert werden könne. Trotzdem sei es wichtig, die Eventualitäten im Haushaltsplan zu haben, denn falls ein Projekt stocke, könne man mit einem anderen weiterarbeiten. Die aktuell angesetzte Rücklagenentnahme von 1,44 Millionen Euro werde deshalb voraussichtlich auch nicht ausgeschöpft werden müssen.

Schulden hat die Gemeinde Teugn keine, und auch die Rücklagen werden in den nächsten Jahren wieder aufgestockt. Unsicher sind die Zahlen, die die Beträge beinhalten, die die Gemeinde für ihre Liegenschaften an den Wasserzweckverband zahlen muss. 29 000 Euro sind eingeplant. Im Moment sind die Summen so in den Haushaltsplan eingestellt, als ob die Zahlungen in einer Summe und ausschließlich als Verbesserungsbeitrag fällig werden würden.

„Wird so nicht kommen“

Bekanntlich gibt es um diesen Punkt aber große Diskussionen. Erst im Juni wird der Zweckverband entscheiden, ob die Sanierung der Verbandsanlage ausschließlich als Verbesserungsbeitrag bezahlt werden muss oder ob ein Teil auf den Wasserpreis umgelegt wird. Man habe das konservativ angesetzt, sagte Bürgermeister Jackermeier, der stellvertretender Vorsitzender des Zweckverbands ist. Dass der Betrag in einer Summe zu zahlen sei, „wird so nicht kommen“, prophezeite er.

Einen Wermutstropfen fand Martin Eisenreich in der aktuellen Entwicklung. Im Moment seien die Steuereinnahmen sehr gut, die Zuführung zum Vermögenshaushalt aber relativ gering. Sollten die Einnahmen einmal nicht mehr so sprudeln, werde es schwierig, da sich die Personalausgaben wegen der Erweiterung der Kinderbetreuung erhöhen werden.

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