MyMz
Anzeige

Teugn plant große Investitionen

Teugn hat solide gewirtschaftet und größere Investitionen vor. Fünf Räte wurden bei der Sitzung verabschiedet.
Von Gabi Hueber-Lutz

Der Dorfweiher in Teugn soll in diesem Jahr endlich neu gestaltet werden.  Foto: Gabi Hueber-Lutz
Der Dorfweiher in Teugn soll in diesem Jahr endlich neu gestaltet werden. Foto: Gabi Hueber-Lutz

Teugn.Zum letzten Mal tagte am Montag der bisherige Teugner Gemeinderat – wegen des Abstandsgebots im Saal der Gaststätte Loidl. Die Eckdaten des Haushaltsplans stellte als externer Berater der Gemeinde Hochschuldozent Josef Nießl vor. Seine Einschätzung: „Sie leben in geordneten finanziellen Verhältnissen.“ Der Verwaltungshaushalt wird in den Einnahmen und Ausgaben jeweils gut 2,7 Millionen Euro umfassen. Aus diesem Verwaltungshaushalt kann die Gemeinde heuer 190 600 Euro in den Vermögenshaushalt überführen.

Weil die laufenden Einnahmen der Gemeinde die laufenden Ausgaben übersteigen und weil sie schuldenfrei ist, kann dieses Geld für Investitionen verwendet werden. Die Gemeinde hat einiges vor, wie den Grunderwerb und die Erschließung des Baugebiets Hinterm Dorf V, die Arbeiten an der neuen Kinderkrippe samt Außenanlagen oder die Neugestaltung des Dorfweihers. Dafür reicht die Zuführung aus dem Verwaltungshaushalt aber nicht aus, knapp eine Million Euro muss aus den Rücklagen entnommen werden. Trotzdem werden nach dieser Entnahme noch 1,13 Millionen Euro auf dem Rücklagenkonto sein. Bis Ende 2023 sollen die Rücklagen wieder auf gut vier Millionen Euro anwachsen.

Auswirkungen von Corona

Allerdings sind in diesen Berechnungen die Auswirkungen der Corona-Krise erst zum Teil enthalten. So wurden die voraussichtlichen Einnahmen aus der Gewerbesteuer bereits um 100 000 Euro auf 300 000 Euro nach unten korrigiert. Welchen Einfluss die Krise unterm Strich auf die Gemeindefinanzen haben wird, zeigt sich allerdings erst später. Veränderungen heute wirken sich über den kommunalen Finanzausgleich teilweise nämlich erst in zwei Jahren aus. Auch wisse man nicht, ob die Gemeinden Ersatz für ihre Ausfälle bekommen, sagte Nießl.

Kernwegebau

  • Wo:

    Die Gemeinde Teugn ist Mitglied der ILE Donau-Laber und beantragt in diesem Rahmen nun den Ausbau des 1,5 Kilometer langen Weges, der vom Kreutweg aus Richtung Kreisstraße nach Hausen verläuft.

  • Finanzen:

    Die Kosten werden sich auf 521 000 Euro belaufen. Bei 85 Prozent liegt die Fördersumme. Die Restkosten will die Gemeinde nicht auf Anlieger umlegen. (lhl)

Konkret zeigte sich das zum Beispiel bei der Frage, ob die Gemeinde den Eltern die Gebühren für Kinderkrippe und Kindergarten erlassen soll, die gerade ja nicht geöffnet sind. Die Eltern sollen auf jeden Fall von den Kosten befreit werden. Erst müsse aber das genaue Vorgehen der Staatsregierung abgewartet werden, damit man nicht eventuell Zuschüsse verschenke, beschloss der Gemeinderat. Die Eckdaten des Haushalts werden nun in den Haushaltsplan eingearbeitet.

Eine längere Geschichte hat die geplante Neugestaltung des Dorfweihers schon hinter sich. Bürgermeister Manfred Jackermeier stellte die neueste Sachlage vor und warb für das Vorhaben: „Das ist nicht nur ein Weiher, sondern wird ein Mittelpunkt.“ Die Planung musste erweitert werden, die Kosten werden höher, ein neuer Förderantrag an das Amt für ländliche Entwicklung ist nötig. 220 000 Euro statt der bisherigen 140 000 Euro schlagen nun zu Buche. Entsprechend wird sich aber auch der Förderbetrag von ehemals 87 000 auf nun 147 000 Euro erhöhen. Für die Gemeinde bedeutet das unter dem Strich Mehrkosten von 10 000 Euro, sagte Jackermeier. Bei einer Gegenstimme sprach sich der Rat dafür aus.

Fünf Räte verabschiedet

Fünf Gemeinderäte wurden bei der Sitzung verabschiedet. Knapp neun Jahre lang saß Dietmar Hausmann für die SPD im Gremium, knapp acht Jahre Josef Deiglmeier für die Freien Wähler, je sechs Jahre Wolfgang Schmidbauer und Matthias Thaler für die CSU und sechs Jahre Fritz Zirngibl für die Bayernpartei.

Jackermeier sagte, jeder habe sich eingebracht, man habe gemeinsam viel gemacht und viele Entscheidungen getroffen. Nicht jeder sei davon immer begeistert gewesen und die Räte mussten mit entsprechenden Reaktionen leben. „Danke dass ihr das ausgehalten habt und die Beschlüsse vertreten habt“, sagte der Bürgermeister. (Weitere Berichterstattung aus der Sitzung folgt.)

Mehr aus Kelheim und der Region lesen Sie hier.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht