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Kaplan

Thomas Fischer ist wieder in Abensberg

Vor fünf Jahren weilte der Oberpfälzer als Praktikant in der Pfarrei. Jetzt kehrte er als Priester nach St. Barbara zurück.
Von Wolfgang Abeltshauser

Kaplan Thomas Fischer in der Barbarakirche. Foto: Wolfgang Abeltshauser
Kaplan Thomas Fischer in der Barbarakirche. Foto: Wolfgang Abeltshauser

Abensberg.Nach fünf Jahren ist Thomas Fischer zurück in Abensberg. 2014 absolvierte der jetzt 29-Jährige aus dem Landkreis Schwandorf im Rahmen seines Theologiestudiums ein vierwöchiges Kurzpraktikum in der hiesigen Pfarrei. Seit einigen Tagen hat er – mittlerweile zum Priester geweiht – an der Abens seine zweite Kaplanstelle angetreten. Noch muss er sich ein wenig einrichten. Denn sein Amtsantritt fällt zusammen mit einem Umzug. Bisher befand sich die Wohnung für den Kaplan in der Bücherei – jetzt ist sie in die Theoderichstraße. Aber das bekomme er schon hin – da ist sich der Oberpfälzer sicher.

Kontakt blieb bestehen

Den Namen seines Chefs hier in Abensberg – Stadtpfarrer Georg Birner - hatte er im übrigen schon vor seiner ersten Zeit in der Babonenstadt gehört. Birner stamme ganz aus der Nähe von Fischers Heimatdorf. Das ist Prackendorf, das zur Gemeinde Dieterskirchen gehört. „Seinen Namen kannte ich“, sagt der 29-Jährige im Gespräch mit der Mittelbayerischen. Nach Fischers erster Zeit in der Babonenstadt sei man im Kontakt geblieben. Vielleicht habe das auch geholfen, dass er jetzt seine zweite Kaplanstelle in Abensberg hat. Wissen tue er das selbstverständlich nicht.

Begonnen hat die Priesterkarriere des Oberpfälzers, der noch einen Bruder hat, ganz woanders. Wenn man so will, war das in einer kleinen Kapelle in seinem Heimatort. Eine richtige Kirche gibt es dort gar nicht, denn Prackendorf zählt nur etwa hundert Köpfe. Aber eine kleine Andachtsstelle habe man sich dann doch gebaut.

Es lag auch an der Oma

Die Oma habe die Kinder immer mit dahin genommen – etwa zur Maiandacht. Die Älteren seien dann auf die Idee gekommen: Die Jüngeren könnten doch den Lektorendienst übernehmen – also das Vorbeten. Fischer machte mit. Ein wenig geübt für seine jetzigen Einsätze am Altar vor den Gläubigen habe er in der Tat auf diese Weise. Und trainiert, mit Lampenfieber zurechtzukommen. Wobei es während des Studiums dafür immer wieder Gelegenheiten gab. Man fange ja klein an – etwa mit einem Kreuzweg, wie es als Praktikant 2014 war.

Grundsätzlich stammt Fischer aus einer gläubigen Familie. „Wir sind schon regelmäßig in den Gottesdienst gegangen.“ Uns so reifte langsam der Entschluss, Priester zu werden. Der noch in seiner Zeit als Schüler der Oberstufe endgültig feststand. Als er seine Eltern einweihte, sei seine Mutter durchaus skeptisch gewesen. Aber wenn er denke, es sei sein Weg, wolle man ihn unterstützen. Das hätten ihn seine Eltern zugesagt. So sei es auch bis heute. Sein Studium absolvierte der Oberpfälzer dann in Regensburg und München.

Die Pfarrei

  • Beginn:

    Die Pfarrei Sankt Barbara wurde am Michaelistag dem 29. September 1380 gegründet. Das Barbarapatrozinium dürfte von der bereits vorhandenen Schlosskapelle übernommen worden sein.

  • Kirche:

    Als Pfarrkirche wurde in den ersten Jahren jedoch die heute noch bestehende Aunkofener Liebfrauenkirche benutzt. Um 1400 wurde schließlich mit dem Bau des heutigen Gotteshauses begonnen.

Das mit der Unterstützung blieb nicht auf die eigene Familie beschränkt. So denkt der 29-Jährige immer wieder an seine Primiz zurück. Über tausend Gläubige seien da nach Prackendorf gekommen. Das werde er wohl nie vergessen. Der Kontakt mit seiner Heimat und seinen Freunden dort ist ihm wichtig. Üblicherweise fahre er einmal in der Woche nach Hause. Oft verwende er seinen freien Tag unter der Woche dafür. Bei ihm daheim wohne der Bruder mit dessen Familie im Haus seiner Eltern. Dort zu sein gebe ihm immer Kraft. Als Rückzugsort, um durchzuatmen, werde das für ihn immer wichtig bleiben. Da ist sich Fischer sicher. Und die Treffen mit seinen Freunden aus der Kindheit wolle er nicht missen. Die Ersten von denen habe er selbst sogar schon verheiratet.

Die Jugend im Blick

In der kommenden Zeit als Kaplan werde er sich vor allem der Jugendarbeit widmen. Das sei eben traditionell so. Die Vorgesetzten würden eben davon ausgehen, dass ein eher noch junger Mensch zu Kindern und Jugendlichen gut einen Draht herstellen könne. Grundsätzlich fühle er sich in einer Pfarrei wie der in Abensberg an der richtigen Stelle. Denn die klassische Seelsorge sei schon das, was ihm vorschwebe. Und das bewege sich eben von der Taufe bis hin zur Beerdigung. In all diesen Bereichen wolle er die Gläubigen unterstützen. Dazu hoffe er, Abensberg noch ein wenig besser kennenzulernen als bisher.

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