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Ausbildung

THW übte die Ölschadensbekämpfung

Aus ganz Bayern kamen Führungskräfte des Technischen Hilfswerks nach Kelheim. Sie absolvierten dort den Lehrgang und anschließend eine Übung.
Von Kathrin Müller, MZ

An der praktischen Übung zur Ölschadenbekämpfung nahmen 20 ehrenamtliche Helfer des Technischen Hilfswerks aus ganz Bayern teil. Foto: Müller

Kelheim.Beim Technischen Hilfswerk (THW) des Ortsverbandes Kelheim fand die Ausbildung zum „Technischen Berater Ölschaden“. Dieser kann andere Einheiten, wie die Feuerwehr, im Katastrophenfall beraten und gleichzeitig Maßnahmen ergreifen, um Schäden bekämpfen zu können. Als Grundvoraussetzung für die Lehrgangsteilnahme müssen die Teilnehmer Führungskräfte im THW sein und die „Fachausbildung Ölschaden“ bereits vorhanden sein.

Teilnehmer kamen aus ganz Bayern

20 Teilnehmer nahmen an der Schulung, die von Zugführer Markus Hofer geleitet wurde, teil. Die Teilnehmer waren aus ganz Bayern nach Kelheim gekommen, geschlafen wurde auf Feldbetten beim Ortsverband. Das Ziel des Lehrgangs ist es, eine große Zahl an Helfern auszubilden. Es wurde zum ersten Mal ein Erkundungskoffer zusammengestellt und neu entwickelt. Der Koffer beinhaltet unter anderem eine Schutzausstattung, Probennahmeausstattung, Messtechnik, Thermometer, Schutzbrille, einen Kühlnachweis sowie diverses Zubehör. Sebastian Kroll, der sich beim THW als hauptamtlicher Mitarbeiter im Sachgebiet Ölschaden engagiert, kam aus Bremen angereist.

Beim großen Hochwasser im letzten Jahr war Kroll bei den Einsätzen in Passau und Deggendorf vor Ort. Am Samstagnachmittag fand schließlich die praktische Übung am Volksfestplatz statt. Es wurde in circa zweieinhalb Stunden ein Separationsplatz auf dem Gelände aufgebaut. Mit vier Fahrzeugen rückten die Ehrenamtlichen zur Mittagszeit am Volksfestplatz an. Dabei wurde auch ein Gerätewagen Öl, für Material, Ausrüstung und die Mannschaft eingesetzt. Es wurden Container abgeladen, in denen sich außer dem Separationssystem weiteres Ausstattungszubehör wie diverse Pumpen, Skimmer und Saugschaufeln zur Aufnahme des Öl-Wassergemisches sowie diverse andere Geräte und Hilfsmittel befanden.

Um die Ausstattung an die jeweiligen Einsatzplätze zu verteilen, war ein Mitnahmestapler im Einsatz. Die Helfer bauten routiniert die Schnellmontagebehälter an der Einsatzstelle auf. In diesen Behältern wird das Öl aufgenommen und zwischengelagert. Das Öl-Wassergemisch wird mit den anmontierten Schläuchen zugeführt. Auch einige interessierte Zuschauer ließen nicht lange auf sich warten. Das Interesse der Besucher war groß und Andreas Jung, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit beim Ortsverband Kelheim, stand den Besuchern mit Rat und Tat zur Seite und beantwortete deren Fragen. Damit Anschauungsmaterial für Seminare vorhanden ist, filmte Marco Holzhäuser die sechsstündige Übung mit einer Drohne von oben und stellt das Bildmaterial dem THW zur Verfügung.

Die Übung verlief einwandfrei

Am Schluss konnten die Helfer stolz auf ihr Engagement sein, denn die gesamte Übung verlief planmäßig und ohne Schwierigkeiten. Im Ortsverband Kelheim wurde eine der bundesweit 16 Fachgruppen Ölschadenbekämpfung stationiert und im Laufe der letzten Jahre mit dem dafür notwendigen Equipment und den Fahrzeugen ausgestattet. Mit der Fachgruppe Ölschadenbekämpfung Typ C verfügt das THW über eine Spezialeinheit, die im Katastrophenfall sowohl an Küsten und Binnengewässern schnell gegen großflächige Ölverschutzung vorgehen kann. Das Separationssystem THW-SEPCON 40, Typ: SEPCON 20´- 40/20-DE-AE ist das Herzstück der Fachgruppe. Damit separierte die Einsatzgruppe das Öl-Wassergemisch. Der Normaldurchsatz beträgt 40 Kubikmeter pro Stunde, im Extremfall können sogar 60 Kubikmeter pro Stunde separiert werden.

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