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Sport

Tipp-Kicken um den Meister

Anlässlich der 35-Jahrfeier der Abteilung Tipp Kick kickten Vereine und der SV Kelheimwinzer um den begehrten Pokal.
Von Manuel Schwindl

Die Tipp-Kicker konzentrierten sich sehr stark auf ihre Spiele. Viel Fingerfertigkeit wurde benötigt.  Foto: Manuel Schwindl
Die Tipp-Kicker konzentrierten sich sehr stark auf ihre Spiele. Viel Fingerfertigkeit wurde benötigt. Foto: Manuel Schwindl

Kelheim.Es könnte ein enormer Lärmpegel herrschen und Fans könnten ihre Spieler lauthals anfeuern. Doch bei den Tipp-Kickern hörte man förmlich die Konzentration. In der Mehrzweckhalle Kelheimwinzer waren alle Kicker höchst konzentriert bei ihrem Spiel. Oder besser auf ihre Miniaturfiguren.

Wie läuft denn Tipp-Kick eigentlich ab? „In der Mannschaft sind es vier gegen vier Spieler, also jeder gegen jeden. Ein aussetzender Spieler ist immer der Schiedsrichter. Ein Spiel dauert zehn Minuten, also jeweils fünf Minuten für die beiden Halbzeiten“, erzählte der Abteilungsleiter Alexander Huhnholz. Insgesamt dauert ein Spiel zwei Stunden, Pausen mit einberechnet.

Schuss und - Tor? Foto: Schwindl
Schuss und - Tor? Foto: Schwindl

Die Aufgabe als Schiri sei keine leichte. „Man muss sehr konzentriert zuschauen, wenn man auch nur eine Sekunde abgelenkt ist, hat man schlechte Karten.“ Die Geschwindigkeit und die Präzision, die die Spieler an den Tag legten, sei „atemberaubend.“ Schwierige Entscheidungen gäbe es immer mal wieder zu fällen. „Manchmal hat man die Vereinsbrille auf. Die ist natürlich dann schlecht für den anderen Spieler“, so Huhnholz.

Mittlerweile sind rund fünfunddreißig Mitglieder, aktiv wie passiv in der Abteilung tätig, erzählte der Abteilungsleiter Alexander Huhnholz im Gespräch mit der Mittelbayerischen. „Wir sind aktuell auch der Tabellenführer in der Regionalliga“, sagte Huhnholz stolz.

Ausflüge nach Köln und Co.

Er selbst sei durch Jürgen Prem, dem zweiten Abteilungsleiter, zum Tipp-Kick gekommen. „Ich wohne in der Nähe vom Sportheim. Und irgendwann hat mich dann der Jürgen angesprochen, ob ich nicht Lust auf Tipp-Kick hätte.“

Das Hobby führte ihn und seine Mannschaft schon öfters in andere Bundesländer. „Wir verbanden die Meisterschaften und Turniere oft mit Sightseeing, weil das Turnier ja oft nur zwei Stunden dauerte. Die Anfahrtszeit dauerte aber meist zehn.“ So sind über die Jahre unzählige Ausflüge zustande gekommen. Von Stuttgart, dem Kölner Karneval oder bis Berlin Alexanderplatz sei schon alles mal dabei gewesen. „Fußballstadien haben wir manchmal auch anschauen können“, erzählte der Abteilungsleiter grinsend.

Die Sieger

  • U12:

    Beim U12 Turnier konnten zwei Spieler des SVK gewinnen. Der erste Platz ging an Sascha Item und der zweite an Paul Huhnholz.

  • Bayerische Doppelmeisterschaft:

    Ralf Item und Jürgen Prem – beide SVK – konnten diesen Gewinn einstreichen.

  • Bayerische Einzel Meisterschaft:

    Ralf Item konnte sich nur den dritten Platz sichern.

Bei den Turnieren hält sich die Zuschauerzahl leider immer „überschaubar“. Und auch beim Nachwuchs tut sich die Abteilung schwer. Der Vorstand des SV Kelheimwinzer, Matthias Ilnseher, sieht seine Aufgabe, „dass es den Mitgliedern ermöglicht wird, Sport und Spaß zu haben.“ Der Reiz an der Abteilung Tipp -Kick ist, dass man auch außerhalb des Landkreises bekannt werde. Ilnseher findet es toll, wenn der SV Kelheimwinzer im Ruhrpott bekannt ist. Die Abteilung ist auch immer bei der Sportlerehrung der Stadt Kelheim vertreten, was den Vorstand natürlich stolz macht. Mit den normalen Sportarten sei die Chance wesentlich geringer.

Nachwuchsprobleme

Ilnseher selber habe noch nie Tipp- Kick gespielt. „Ich fürchte, das muss ich heute doch noch probieren“, sagte der Vorstand lachend. Er ist selber eher mit dem großen Ball unterwegs.

Die Abteilung sei im Prinzip ein Selbstläufer. Da Huhnholz und Prem die Abteilung so gut managen und Veranstaltungen ausrichten, sind die beiden der Grund, warum Tipp-Kick so gut läuft, so Ilnseher.

Er selbst wünsche der Abteilung, dass sich Nachwuchs finde. Dies sei „der Schlüssel von jeder Sportart.“ Laut Ilnseher verbringe die Jugend zu viel Zeit vor Bildschirmen. Ein allgemeines Nachwuchsproblem gebe es aber im Verein nicht. „Im Gegenteil, der Jugendanteil beträgt vierzig Prozent. Wir sind soweit sehr gut aufgestellt.“

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