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Finale

Toller Endspurt für die Narren

In Abensberg, Kelheim, Painten und Riedenburg wurde zum Faschingsausklang noch mal kräftig gefeiert – mal mehr, mal weniger.
von Heike S. Heindl, David Santl, Petra Kolbinger und Wolfgang Abeltshauser

Auch in der Kelheimer Altstadt war nochmal Party angesagt. Fotos: Heindl/Abeltshauser/Santl/Kolbinger
Auch in der Kelheimer Altstadt war nochmal Party angesagt. Fotos: Heindl/Abeltshauser/Santl/Kolbinger

Kelheim.Wummernde Bässe altbekannter Gassenhauer und aktueller Hits aus den Charts, ausgelassen hüpfende und tanzende Narren und gute Stimmung allenthalben – die Faschingsbegeisterung nahm gestern zum Ausklang der Saison quer durch den Landkreis noch mal richtig Fahrt auf. Pünktlich zu den Umzügen und Partys in Abensberg, Kelheim, Painten und Riedenburg zeigte sich auch Petrus einsichtig, verwandelte den vormittags noch von tiefhängenden grauen Wolken verzierten Himmel in ein traumhaftes bayerisches Weiß-Blau und sandte zumindest zarte Sonnenstrahlen Richtung Erde. Das lockte viele Besucher – zwar ob der eisigen Temperaturen teils in mehrere Lagen eingepackt – auf die Straßen.

Jede Menge Stimmung

Jede Menge Stimmung herrschte – wie traditionell – beim Faschingsgillamoos in Abensberg. Gegen 15 Uhr war der Stadtplatz voller feierwütiger Faschingsfreude – und man bekam nicht nur Abensberger zu Gesicht. Begonnen hatte der Höhepunkt des Faschings in der Hallertau mit einem Umzug von der Bahnhofstraße hin zum Stadtplatz. Dort sorgten dann die Garden der Babonia, Discjockey „General D“ und die Partygäste selbst für Stimmung. Obwohl er im vergangenen Jahr eigentlich als Moderator verabschiedet wurde, trat Landrat Martin Neumeyer doch noch einmal auf. Wie immer im Löwenkostüm, aber nicht mehr in gewohntem Umfang. Er begleitete die Maskenprämierung, während Abensbergs Kämmerer Andreas Poschenrieder das schwere Erbe des Landrats antrat und große Teile des Dienstags gekonnt moderierte.

Impressionen aus Abensberg. Video: Abeltshauser

Während der Abensberger Umzug traditionell nicht mehr als ein Umzügchen ist, war in Riedenburg in diesem Jahr vom einst großen Zug wenig geblieben: Gerade mal acht Gruppen formierten sich zum Zigeuner-Faschingszug. Doch das Narrenvolk kam dennoch gewaltig in Fahrt.

Neues Zigeunerlager gefällt

Die Riedenburger Faschings-Zigeuner setzten heuer auf ein neues Konzept und verlagerten das bunte Faschingstreiben kurzer Hand vom Marktplatz ins urige Zigeunerlager auf den Volksfestplatz. Inmitten der üppig mit diversem Hausrat und allerlei Kuriosem ausgestatteten Zigeunerwagenburg, wurde schnell klar: sie lagen damit völlig richtig. Das Maschkerervolk drängte sich dicht an dicht um die Lagerfeuer und wärmenden Öfen und feierte sich selbst bei einem kunterbunten Bühnenprogramm samt deftigem „Derblecken“. Das Experiment ist gelungen.

Auch eher klein kam der Faschingszug in Kelheim daher. 16 gruppen schlängelten sich laut Angaben aus dem Rathaus durch die Innenstadt Richtung Ludwigsplatz. Aber: Im dritten Jahr nach dem Comeback bestätigte sich, dass die Kreisstadt sehr wohl Fasching kann. In der Innenstadt brodelte am Faschingsdienstag das Leben. In Zweier- und Dreierreihen säumten die meist verkleideten Besucher die Straßen der Altstadt und hauchten zusammen mit den Mitwirkenden dem närrischen Treiben mit einem lautstarken „Ke-Lau“ Leben ein.

Alles Weitere zum Fasching finden Sie hier

„Af Boin“ hieß es hingegen in Painten. Der dortige Faschingszug besticht traditionell durch seine persönliche Note und das „Derblecken“ am Ende des Zuges. Alle Missgeschicke, die übers Jahr passiert sind, wurden den unzähligen bunt verkleideten Narren auf dem Silbertablett serviert. So bekam Bürgermeister Michael Raßhofer mit seiner aufgeplatzten Lippe ebenso sein Fett weg, wie Pfarrer Adrian Latacz, der beim Taufen die Namen der Kinder verwechselte. Doch auch wenn der Paintner Faschingszug eher klein und persönlich gehalten ist: Am ausgelassenen Feiern änderte das nichts. „Wer nicht hüpft, ist Faschingsmuffel“, skandierte etwa die Prinzengarde aus Hemau. Und schon zeigten die Narren, wie gut sie das Tanzbein schwingen können. Als Faschingsmuffel wollte sich in Painten nämlich niemand bezeichnen lassen.

Egal wie lustig und ausgelassen es auch zuging – früher oder später gingen dann auch in den letzten verbliebenen Faschingsnestern im Landkreis die Lichter aus. Aus is‘ und gar is‘ und - ja –schad is‘, dass‘ wahr is‘...

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