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Trainer Kinder haben bald gut lachen

Die Baumaßnahme beim Trainer Kindergarten beginnt im März. Bürger fordern Investitionen für den Ortsteil Neukirchen.
Von Wolfgang Abeltshauser

Für die Kleinen aus Train wird erneut tief in die Kasse des Gemeindekämmerers gegriffen.Fotos: Abeltshauser,
Für die Kleinen aus Train wird erneut tief in die Kasse des Gemeindekämmerers gegriffen.Fotos: Abeltshauser,

Train.Im März ist es endlich soweit: Der Trainer Kindergarten wird saniert und vergrößert. Das kündigte Gemeindechef Gerhard Zeitler bei der Bürgerversammlung im Zehentstadl an. Die Vorbereitungen laufen seit 2015. Noch in diesem Jahr soll die Baumaßnahme fertig werden. Nach der Sanierung der Schule und der Eröffnung der Kinderkrippe ist es das dritte große Vorhaben in Sachen Kinderbetreuung binnen weniger Jahre in der Kommune.

Ziel sei es, für die kommenden 25 Jahre eine sinnvolle Einrichtung zu schaffen. Zeitler geht von Kosten in Höhe von 1,8 Millionen Euro aus. 750 000 Euro davon sollen aber als Zuschuss wieder in die Gemeindekasse zurückfließen. Was die laufenden Kosten betrifft, berichtete der Bürgermeister, dass die Kommune hierfür 2018 rund 100 000 Euro ausgegeben hat.

Es gibt wieder viele kleine Trainer

Ein wichtiger Punkt bei den Arbeiten am Kindergarten ist die Mittags- und Nachmittagsbetreuung, für die Räume geschaffen werden. Im Keller wird dafür eine neue Küche eingerichtet. Dort entstehen nach Zeitlers Worten auch Lager-, Technik- und Sanitärräume. Im Außenbereich wird eine Terrasse angelegt. So können die Kleinen in Zukunft bei schönem Wetter draußen essen. Im ersten Stock wird Platz für insgesamt drei Gruppen geschaffen. „Es gibt mehr Kinder“, stellte dazu das Gemeindeoberhaupt fest. So dass eine weitere Gruppe dringend notwendig sei. Geben wird es auch einen eigenen Raum für den Mittagsschlaf der Kleinen. Außerdem wird ein neues Dach auf die Mauern gesetzt, die wärmegedämmt werden.

Viel Geld wurde in die Herrnstraße gesteckt. Es war laut Bürgermeister die größte Tiefbaumaßnahme im Ort seit Jahrzehnten.
Viel Geld wurde in die Herrnstraße gesteckt. Es war laut Bürgermeister die größte Tiefbaumaßnahme im Ort seit Jahrzehnten.

Etwas Unmut kam unter Teilnehmern der Bürgerversammlung auf, die aus Neukirchen stammen. Längst überfällig sei die Sanierung der Ortsdurchfahrt. Die werde immer stärker von Auswärtigen genutzt – aufgrund neuer Baugebiete in Train und Siegenburg.

Hier stimmte der Bürgermeister zu. Der aber darauf verwies, dass die Baumaßnahme nicht etwa in Vergessenheit geraten sei. Sie stehe im Investitionsprogramm. Im Zahlenwerk, welches unserem Medienhaus vorliegt, ist dieses Vorhaben für 2020 vorgesehen – mit geschätzten Kosten in Höhe von 150 000 Euro.

Es ist schwer, eine Straße zu sperren

Beim zweiten Anliegen der Neukirchener wollte ihnen Zeitler dagegen keine allzugroßen Hoffnungen machen. Immer mehr Lastwägen würden durch den Ort fahren. Das sei einmal laut – außerdem eine Gefahr für die Bewohner des Pflegeheimes. Eine Sperrung für schwere Fahrzeuge würde helfen. Der Bürgermeister sagte, dass es sehr wohl schon Gespräche mit der Polizei gegeben habe. Es sei aber nicht einfach, eine Straße zu sperren. Immerhin sei die Geschwindigkeit schon auf 30 Stundenkilometer beschränkt.

Reparaturen mahnte ein Bürger aus St. Johann für den Akazienweg an. Der Belag breche aus, Risse würden sich zeigen. „Das ist bekannt, wir werden es richten“, antwortete ihm der Bürgermeister. Zeitler sprach davon, wie bei der Herrenstraße einen Vollausbau anzugehen. Allerdings komme das erst, wenn das neue Gewerbegebiet, welches in der Nähe entstehen soll, fertig sei. Sonst müsse unter Umständen eine gerade gemachte Fahrbahn wieder aufgerissen werden. Als ersten Schritte solle es eine notdürftige Reparatur geben.

Hochwasser bleibt ein Stichwort

Das Stichwort Hochwasserschutz spielt in Train eine Rolle – und wird es auch weiterhin tun. Das Rückhaltebecken beim Vohburger Weg konnte endlich gebaut werden. Es fasst laut Zeitler 3000 Kubikmeter. Die Zauneidechse hatte da einige Monate lang einen Strich durch die Rechnung gemacht. Vergrößert wurde der Kanal in diesem Bereich.

In einem zweiten Bauabschnitt soll das Oberflächenwasser ins Rückhaltebecken geleitet werden. Derzeit laufe es noch ins Mischsystem des Kanals, was nicht sein solle.

Im Süden von Train und in Mallmersdorf stehen ebenso Schutzmaßnahmen an. Hier befinde man sich aber noch mitten in den Planungen. Konkretes könne da noch nicht mitgeteilt werden. „Ich bitte um Geduld“, wandte sich Zeitler an seine Mitbürger.

Weiter Themen aus Train

  • Musikschule:

    Die Einrichtung hat sich längst etabliert. Über 130 Kinder werden mittlerweile in Train unterrichtet. Sogar ein Festkonzert konnte die Schule im vergangenen Jahr organisieren. Die Kommune steckte laut Bürgermeister 70 000 Euro in diesen Unterricht der Kinder.

  • Herrnstraße:

    Der Bürgermeister bezeichnet die zu Ende gegangenen Bauarbeiten dort als die größte Tiefbaumaßnahme Trains seit Jahrzehnten. Es gab nicht nur eine neue Fahrbahn und einen neuen Gehweg. Kanal und Wasserleitung wurden saniert, eine neue Beleuchtung installiert.

  • Zahlen:

    Viel Positives brachte Gerhard Zeitler mit. Nach wie vor ist die Kommune schuldenfrei. Im Haushalt wurde 2018 ein Überschuss von mehr als 200 000 Euro erwirtschaftet – trotz vieler Maßnahmen. Und die Zahl der Trainer wuchs leicht von 1898 auf 1909 bis Ende 2018.

  • Radweg:

    Die Trainer hatten laut Gemeindeoberhaupt lange darauf gewartet: Im Herbst wurde der Radweg nach Elsendorf eingeweiht. Jetzt gebe es eine durchgängige Radlstrecke bis nach Freising. Der Bund habe hier 1,8 Millionen Euro investiert, die Kommune beim Grunderwerb mitgeholfen.

Einen Schritt weiter ist da das Projekt eines neuen Baugebiets. Das soll beim Lärchenweg im Ortsteil St. Johann entstehen. Das Gemeindeoberhaupt sprach von 18 Parzellen. Die Warteliste sei jetzt schon lang. Deshalb würden erst einmal nur Kaufgesuche von Bürgern aus dem Ortsteil berücksichtigt.

Viel sei bei der Dorferneuerung schon geschehen. Allein: Noch nicht alles ist erledigt. Das sagte Zeitler bei seinem einstündigen Vortrag. Dieses Jahr stehe der Fußweg von Schlossplatz Richtung Osten der Kommune an. Und das Bräustüberl müsse noch mit Leben gefüllt werden. Seminarräume und Übernachtungsmöglichkeiten schweben dem Bürgermeister vor.

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