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Sport

Trampolinspringer duellierten sich

Beim Niederbayernpokal der Trampolinspringer waren hohe Sprünge zu sehen. Auch Präzision war ein zentrales Kriterium.
Von Josef Eder

Eine Trampolinspringerin beim Ansatz zum Salto: Die Höhe der Sprünge und damit die Flugzeit wurde mit Sensoren gemessen. Foto: Josef Eder
Eine Trampolinspringerin beim Ansatz zum Salto: Die Höhe der Sprünge und damit die Flugzeit wurde mit Sensoren gemessen. Foto: Josef Eder

Bad Abbach.Beim 13. Niederbayernpokal in Bad Abbach zeigte die Elite der Trampolinspringer ihr Können. 136 Teilnehmer aus 22 Vereinen starteten in der Manglkammer-Halle. Der gastgebende TSV war mit 20, der ATSV Kelheim mit 13 Teilnehmern vertreten. Die Teilnehmer kamen aus ganz Deutschland und dem benachbarten Österreich. Franken und Hessen waren stark vertreten. Am Start war unter anderem der gesamte hessische Landeskader der weiblichen U9 in der WK 2 (9 bis 11 Jahre). Er dominierte diese Klasse.

Sie flogen bis unter die Decke und hielten bei den geforderten Figuren ihre Körper gespannt wie Drahtseile. Die Trampolinturner zeigten Sport, bei dem den Zuschauern manchmal der Atem stockte. Während die jüngeren Teilnehmerinnen circa drei Meter hochsprangen, kamen die in den höheren Klassen auf fünf Meter. Gezeigt wurden Salto, Doppelschrauben und Filfes (Doppelsalto mit halber Schraube)und weitere Elemente. „Flugzeit, Treffgenauigkeit und exakte Ausführung bringen die notwendigen Siegpunkte“, erklärte Bad Abbachs 2. Abteilungsleiterin Maria Mallau, die zusammen mit Abteilungsleiterin Nora Koschmal für den Wettkampf verantwortlich zeichnete.

Marion Schlauderer, Trainerin der ATSV-Athleten, war überrascht, dass Vanessa Andrianov es in der stark besetzten WK 2 ins Finale geschafft hat. „Sie ist ein Riesentalent. Die Finalkür mit dem Schwierigkeitsgrad von 4,2 zeigte sie in einem Wettkampf zum ersten Mal. Die zehn geforderten Teile waren acht Salti, eine Hocke und die Grätsche. Natürlich gibt es einige Angstteile, die sie aber gut meisterte. Die junge Dame trainiert zwei Mal 90 Minuten die Woche. Zusätzlich ist sie Kunstturnerin. Vor drei Jahren begann sie bei uns“, hob sie begeistert hervor.

Einige gaben auf

Viele Punkte brachte es den Athleten, wenn sie einen „schönen Bauch“ sprangen – und völlig gestreckt landeten. Leider passierte es einigen Teilnehmern während des Wettkampfes, dass sie im allgemeinen Eifer zu sehr an den Rang des Trampolins kamen und nur mit vollkommener Körperbeherrschung den Sturz vom Gerät verhinderten. Sie turnten ihre Übung zu Ende. Andere landeten auf den Matten, die das Trampolin begrenzten, und gaben dann auf.

Bad Abbachs 3. Bürgermeister Ferdinand Hacklsberger war beeindruckt von einem großen Wettkampf, zudem zahlreiche Teilnehmer hunderte Kilometer Anfahrtsweg hatten. Abteilungsleiterin Koschmal meinte: „Der Wettkampf wird immer bekannter und die Teilnehmerzahlen steigen“. Mallau bedauerte im Gespräch mit unserer Zeitung, dass am vorhergehenden Wochenende die Deutschen Meisterschaften waren und sich so mancher Spitzenathlet deshalb eine Wettkampfpause gegönnt habe.

Mammutwettkampf motiviert

Die Freude über die gezeigten Leistungen war dem Neustädter Franz Schabmüller (ATSV Kelheim) anzusehen. Er war 45 Jahre Trainer und hatte die Idee für den überregionalen Wettkampf. „Es sollte kein hausgemachter Wettbewerb sein, bei dem sich die Teilnehmer im Vorfeld ihre Platzierungen ausrechnen. Durch den Mammutwettkampf werden Trainingsehrgeiz und Motivation geweckt. Er ist vielleicht für Einige das Sprungbrett in die verschiedenen Kader.“

Ergebnisse: WK 1: 5. Lisa Grimm (TSV Bad Abbach); WK 2: 8. Vanessa Andrianov (ATSV Kelheim); WK 4: 6. Sara Jackermeier (TSV), 8. Laura Moritz (ATSV); WK 5: 7. Theresa Zenger, 8. Laura Krain (beide TSV); WK 6: Julia Brandl (ATSV), 7. Elena Strauß, 8. Katharina Liebl (beide TSV); WK 7: 6. Julia Brandl (ATSV), 7. Elena Strauß, 8. Katharina Liebl (beide TSV); WK 8: Tobias Brahmann (ATSV).

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Die Bewertung

  • Richter:

    Das Kampfgericht, zu dem jeder teilnehmende Verein ein Jurymitglied entsenden musste, bewertete Haltung, Schwierigkeit und die reine Flugzeit.

  • Flugzeit:

    Die Flugzeit wird mit Sensoren gemessen. Je länger der Athlet in der Luft ist, umso besser ist dessen Punktzahl.

  • Zentrum:

    Zu treffen ist immer die Mitte des Sportgeräts. Je weiter außerhalb der Mitte der Sportler auftrifft, um höher sind die Abzüge.

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