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Über die Mülldeponien wächst kein Gras

Die Altlasten beschäftigten den Marktrat in Rohr. Nun soll eine Detailuntersuchung Licht in den Untergrund bringen.
Von Edith Vetter

Altlasten wie die stillgelegte Hausmülldeponie „Kreuzleite“ plagen auch die Kommune Rohr. Foto: Edith Vetter
Altlasten wie die stillgelegte Hausmülldeponie „Kreuzleite“ plagen auch die Kommune Rohr. Foto: Edith Vetter

Rohr.Altlasten plagen auch die Marktgemeinde Rohr. Neben der stillgelegten Hausmülldeponie „Rohr-Kreuzleite“ muss nun auch die Hausmülldeponie „Sallingberg-Michaelifeld“ von Sachverständigen näher unter die Lupe genommen werden. Gesamtkosten der Detailuntersuchung circa 67 000 Euro.

Mit der Gebietsreform geerbt

Im Zuge der Gebietsreform habe der Markt Rohr auch die Deponie Sallingberg-Michaelifeld geerbt, erklärte Bürgermeister Andreas Rumpel in der Marktgemeinderatssitzung. Marktrat Dr. Walter Fuchs äußerte sein Unverständnis darüber, dass die Gemeinde für die Untersuchungskosten aufkommen müsse, obwohl der Grund in Privatbesitz sei. Laut Gesetzeslage gebe es da kein Entkommen gemäß dem „Verursacherprinzip“, erklärte Rumpel. Früher hatte fast jede Gemeinde eine eigene Hausmülldeponie. Erst in den 70er-Jahren wurden diese „wilden“ Müllkippen offiziell verboten und meist zugeschüttet und vergessen. Über die Vergangenheit sind Bäume und viel Gras gewachsen. In Bayern sollen rund 17000 solcher Altlasten existieren.

Über die Mülldeponien wächst kein Gras

  • Bauantrag:

    Erweiterung des bestehenden Wohnhauses, Markus Brunner, Rohr

  • Antrag:

    Johann Huber, Stegen 2 beantragt die Überplanung für Fläche Nr. 125 Sallingberg, für ein Freiland-Photovoltaikanlage. Der Aufstellungsbeschluss erfolge erst, sobald geklärt sei, ob eine Einspeisung über das Bayernwerk möglich sei. (eav)

Die Vergabe der Beratungsleistungen zur Detailuntersuchung der stillgelegten Hausmülldeponie „Sallingberg-Michaelifeld“ sowie ein Zuschussvertrag zwischen dem Markt Rohr und der Gesellschaft zur Altlastensanierung in Bayern mbH (GAB) wurde einstimmig genehmigt. Die veranschlagten Gesamtkosten der vorzunehmenden Detailuntersuchung der Deponie betragen auf Grundlage der Kostenschätzung insgesamt 67000 Euro. Der Eigenanteil des Marktes beträgt 38197 Euro. Die GAB bewilligt einen Zuschuss zur Deckung des Fehlbetrages in Höhe von 28802 Euro. In den Kosten seien die Erstellung eines Untersuchungskonzeptes, Ausschreibungsunterlagen, Errichtung von Grundwassermessstellen, Sondierungen, Probenentnahme, Analytik, Sachverständigenleistungen sowie ein Zuschlag für Unvorhergesehenes enthalten. Nach Unterzeichnung des Zuschussvertrages erfolge die Vergabe des Auftrages zur weiteren Planung und Ausschreibung der Maßnahme an ein geeignetes Sachverständigenbüro, informierte Rumpel.

Wahlleiter und Stellvertreter bestimmt

Die Kommunalwahl wirft ihre Schatten voraus. So mussten in der Sitzung laut Gemeinde- und Landkreiswahlgesetz (GLKrWG) ein Wahlleiter und ein Stellvertreter gewählt werden. Zum Wahlleiter könne nicht berufen werden, wer bei der Wahl zum ersten Bürgermeister oder zum Gemeinderat sich aufstellen lasse, erklärte der Rathauschef.

Daraufhin wurden als Wahlleiter für die Kommunalwahl am 15. März 2020 Geschäftsstellenleiter Bernhard Loibl und zum Stellvertreter Kämmerer Josef Korber einstimmig nominiert. Mitglieder des Wahlausschusses sind der Wahlleiter als vorsitzendes Mitglied und vier von ihm berufene Wahlberechtigte als Beisitzer. Die im Gemeinderat vertretenen Wählergruppen sollten bis Ende September Vorschläge beim Wahlleiter einreichen, erläuterte Loibl.

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