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Staatswald

Umweltverbände erhöhen den Druck

Vier Verbände fordern in den Staatswäldern an der Weltenburger Enge eine Nutzungsaufgabe: „Das wäre ein Leuchtturm-Projekt“
Von Martina Hutzler

Um die Staatswälder, die sich an die Weltenburger Enge anschließen, ist ein heftiger Streit zwischen den Bayerischen Staatsforsten und Umweltschutzverbänden entbrannt. Foto: Dr. Satzl
Um die Staatswälder, die sich an die Weltenburger Enge anschließen, ist ein heftiger Streit zwischen den Bayerischen Staatsforsten und Umweltschutzverbänden entbrannt. Foto: Dr. Satzl

Kelheim.In einer gemeinsamen Erklärung erhöhen vier Umweltverbände den Druck auf Umweltministerium und Bayerische Staatsforsten hinsichtlich der Weltenburger Enge.

Bund Naturschutz, Landesbund für Vogelschutz, Greenpeace und die Gregor Luisoder-Umweltstiftung (GLUS) fordern für die Waldflächen in den dortigen Naturschutzgebieten eine „sofortige Ausweisung als nutzungsfreier Naturwald“ gemäß Waldgesetz. Außerdem müsse das Umweltministerium die Führung der Debatte übernehmen.

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Statt eines weiteren „exzessiven Holzeinschlags durch die Staatsforste“ wäre ein Wald-Naturschutzgebiet ohne forstwirtschaftliche Eingriffe „ein Leuchtturmprojekt des Naturschutzes“, erklärt Claus Obermeier, Vorstand der GLUS.

Um die Staatswälder, die sich an die Weltenburger Enge anschließen, ist ein heftiger Streit zwischen den Bayerischen Staatsforsten und Umweltschutzverbänden entbrannt. Foto: Dr. Satzl
Um die Staatswälder, die sich an die Weltenburger Enge anschließen, ist ein heftiger Streit zwischen den Bayerischen Staatsforsten und Umweltschutzverbänden entbrannt. Foto: Dr. Satzl

Indes betont LBV-Vorsitzender Dr. Norbert Schäffer, „wir behaupten nicht, dass an der Weltenburger Enge illegal gehandelt wurde“; auch würden die Staatsforsten auf ihren Flächen, außerhalb von Schutzgebieten, „ordnungsgemäß und anständig arbeiten“. Aber gerade die Staatswälder an der Weltenburger Enge müssten deutlicher geschützt werden, fordern auch BN und Greenpeace. Zum einen, „weil sie wie nur ganz wenige andere Wälder in Bayern für einen größeren Naturwald über 1000 Hektar geeignet sind“, so BN-Landesbeauftragter Martin Geilhufe; zum anderen, weil das Fällen alter Bäume die Klimaschutzfunktion des Waldes schwäche. (hu)

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