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Montag, 20. August 2018 30° 2

Natur

Unwetter sucht Region Mainburg heim

Häuser und Straßen unter Wasser – bei den starken Regenfällen am Dienstagabend waren sogar die Einsatzkräfte machtlos
Von Wolfgang Abeltshauser

  • Überflutete Straßen bei Aiglsbach Fotos: Alexander Auer
  • Land unter Foto: Alexander Auer
  • Kampf mit dem Besen gegen die Fluten Foto: Alexander Auer

Mainburg.Die Arbeit für die Feuerwehren im Landkreis wegen Unwetter- und Starkregenereignissen reißt nicht ab. In der Nacht von Dienstag auf heute war vor allem die Region um Mainburg betroffen. Einsätze gab es in Mainburg, dessen Ortsteil Empfenbach, in Aiglsbach und dessen Ortsteilen Pöbenhausen und Oberpindhart.

Zahlreiche Keller liefen voll. Straßen mussten gesperrt werden, weil das Wasser kniehoch auf den Fahrbahnen stand. Die Aiglsbacher Wehr war bis 4.30 Uhr am Mittwoch im Einsatz, die Mainburger bis gegen 7 Uhr. Insgesamt waren laut Kreisbrandinspektor Andras Schöll rund 300 Floriansjünger aus Mainburg, Elsendorf, Langquaid, Attenhofen, Volkenschwand und Neustadt auf den Beinen.

Nach den Worten von Kreisbrandrat Nikolas Höfler war das Problem, dass es über Stunden hinweg stark regnete. Der erste Kommandant der Mainburger Wehr Gerhard Müller sprach davon, dass die Wolken richtiggehend über Mainburg standen. „Das war schon heftig“, sagt dazu Aiglsbachs Bürgermeister Josef Hillerbrand, der in der Nacht in seiner Kommune selbst vor Ort war.

Autos in den Graben gespült

Müller geht davon aus, dass die lange Trockenheit das ihre beigetragen habe. Die Böden hätten das Wasser nicht mehr aufnehmen können. In Empfenbach war nach seinen Worten so viel Wasser auf der Staatsstraße, dass es mehrere Fahrzeuge in den Straßengraben drückte. Die Fahrer mussten aus ihren Fahrzeugen befreit werden. In weiten Teilen waren die Einsatzkräfte zunächst gegen die Wassermassen machtlos, da der Starkregen für weitere Wassermengen sorgte. Empfenbach liegt in einem Tal, so dass Wasser von den höher gelegenen Feldern in das Dorf floss.

Zahlreiche Einsatzkräfte kämpften in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch gegen die Fluten.

Es sei einfach zu viel Nass von oben gewesen. Die Polizei vermeldet, dass es im gesamten Gemeindebereich von Mainburg am Dienstag in den Nachtstunden zu Verkehrsstörungen durch überflutete und verschlammte Fahrbahnen kam. Eine Kfz-Werkstatt im Bereich Oberempfenbach wurde demnach geflutet, dabei lief Öl aus. Laut Polizei waren unter anderem die Staatsstraße 2049 und die Bundesstraße 301 wegen Überflutung zeitweise gesperrt. Die Sperrungen waren aber Mittwochvormittag aufgehoben.

Ähnlich sah es in Aiglsbach aus. Hier war der Marienplatz laut Hillerbrand voller Wasser. Viele Bewohner hatten bereits ihre Hofeinfahrten mit Sandsäcken und Holzplatten verrammelt und versuchen so sich gegen das Wasser zu schützen. Dennoch standen Gärten und Keller unter Wasser.

Noch nie so viel Wasser gesehen

Das gleiche Bild zeigte sich auf der Ebrantshausener Straße in Mainburg. Müller, der nach eigenen Worten in der Stadt aufgewachsen ist, stellt fest: „Ich habe hier noch nie so viel Wasser gesehen.“ Schöll kann sich an Ähnliches erinnern. Das sei aber schon 45 Jahre her. Auf dieser Straße bis hin zum Bereich Krankenhaus seien ein Keller nach dem anderen vollgelaufen – sicherlich mehr als 20 Stück. Nach seinen Worten haben die Floriansjünger ihren Mitbürgern nicht nur mit Taten geholfen. Sondern ihnen auch Geräte wie etwa Sauger zur Verfügung gestellt, damit sie ihre Keller selbst vom Wasser befreien konnten. Was für die Floriansjünger bedeutete: Sie müssen heute erneut ausrücken, die Geräte wieder einsammeln und säubern. Im Einsatz waren laut Müller in Mainburg alle Ortsteilfeuerwehren der Kommune. Anwohner begannen noch in der Nacht, Straßen zu säubern.

Unwetter suchten in den vergangenen Tagen auch Orte im nördlichen Landkreis und im östlichen Landkreis bei Langquaid und bei Siegenburg heim.

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Die Schadensnacht in Niederbayern

  • Raum:

    Von der Schlechtwetterzelle waren laut Aussagen des Polizeipräsidiums Straubing auch Stadt und Landkreis Landshut sowie Teile des Bayerischen Waldes betroffen.

  • Personen:

    Nach Polizeiangaben wurden bei dem Unwetter keine Menschen verletzt. (wo)

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