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Rekordzahlen

Urlaubdestination Kelheim? Aber sicher!

Die Touristiker im Landkreis freuen sich über Rekorde bei Übernachtungen und Ankünften. Wohnmobilstellplätze zahlen sich aus.
Von Beate Weigert

  • Eine Schifffahrt durch die Weltenburger Enge zum Kloster Weltenburg steht bei den meisten Urlaubern ganz oben auf der Liste. Foto: Anton Mirwald
  • Naturschönheiten und historische Bauten – im Bild die Klosterkirche von Biburg – hat der Landkreis zuhauf zu bieten. Foto: flymovies.de

Kelheim.Wohnmobile boomen, der Urlaub „daheim“ in Zeiten unsicherer Lage in der Welt ebenfalls. Dem Landkreis Kelheim und seinen vier touristischen Destinationen – Naturpark Altmühltal, Bayerisches Golf- und Thermenland, Bayerischer Jura und Hopfenland Hallertau – haben diese beiden Trends 2017 in die Hände gespielt. Sowohl Landkreis als auch die Stadt Kelheim vermelden Rekorde bei Übernachtungen und Ankünften. Bürgermeister Horst Hartmann und Tourismus-Managerin Barbara Wieben freuen sich über das „bislang beste Tourimusjahr“ überhaupt.

Seit neun Jahren gehts aufwärts

Die Zahl der Übernachtungen im Landkreis stieg auf 888 838, die der Ankünfte auf rund 280 000. An die 85 000 Übernachtungen gehen auf das Konto ausländischer Gäste. Damit kann der Tourismusverband im Landkreis zum neunten Mal in Folge einen Aufwärtstrend verkünden. Im Vergleich zum Jahr 2016 legten die Ankünfte um 5,2 Prozent zu. Bei den Übernachtungen gab’s ein Plus von 5,4 Prozent. Damit liegt die Region laut Florian Best, dem Geschäftsführer des Tourismusverbands im Kreis Kelheim, weit über Bayerns Landesdurchschnitt. Der liegt bei 3,7 Prozent.

Durchschnittlich bleiben die Gäste 3,2 Tage. Damit bleibt man weiter im Kurzurlaubs-Trend. „Es geht nach wie vor hin zu kürzeren, aber häufigeren Auszeiten im Jahr“, sagt Florian Best.

Wellness wird in den beiden Thermen in Bad Gögging (Foto) und Bad Abbach großgeschrieben. Foto: DH Studio Köln
Wellness wird in den beiden Thermen in Bad Gögging (Foto) und Bad Abbach großgeschrieben. Foto: DH Studio Köln

Im Bezirk Niederbayern konnte der Kreis Kelheim am stärksten zulegen. Best führt dies auf zahlreiche „gute Projekte zurück, die wir mit den Gemeinden in den vergangenen Jahren abgeliefert haben“. Auch wenn man von den touristischen Platzhirschen Passau oder Bayerwald noch weit entfernt liegt – in Passau waren es 2017 etwa 4,2 Millionen Übernachtungen – sieht er den Landkreis auf einem guten Weg. Die Region verfüge über tolle Veranstaltungshighlights wie das Römerfest in Eining, das bayernweit Strahlkraft besitze, habe aber auch Klassiker wie den Gillamoos und neue Höhepunkte wie Kuchlbauers Bierwelt in Abensberg mit Hundertwasserturm und Kunsthaus.

Der Hundertwasserturm in Abensberg steigert mittlerweile auch die Übernachtungszahlen, sagt Florian Best. Foto: Weigert/Archiv
Der Hundertwasserturm in Abensberg steigert mittlerweile auch die Übernachtungszahlen, sagt Florian Best. Foto: Weigert/Archiv

Letztere sind inzwischen zu einem Zugpferd für Wiederholungstäter geworden. Sprich wer einmal an Abensbergs touristischem Magneten vorbeigeradelt oder gewandert ist, der kommt wieder, um sich das Ganze genauer anzusehen. In Gesprächen mit Hoteliers und Wirten hat Best erfahren, dass mancher Gast deswegen auch eigens eine Übernachtung dranhängt.

Wohnmobilstellplätze sind begehrt wie nie. Foto: Kaiser-Therme
Wohnmobilstellplätze sind begehrt wie nie. Foto: Kaiser-Therme

Auch das intensive Naturerlebnis, das im Landkreis geboten ist, zieht nach wie vor. Zum einen können Gäste mit dem VöF Pflanzen und Tieren auf der Spur sein, zum anderen lockten Innovationen, wie sie etwa die Tropfsteinhöhle Schulerloch mit ihrer multimedialen Projektion biete. In geringer Distanz punkte der Landkreis mit vielen Highlights, so Best.

Viele Fernradwege kreuzen den Kreis Kelheim. Foto: Tourismusverband Ostbayern/Norbert Eisele-Hein
Viele Fernradwege kreuzen den Kreis Kelheim. Foto: Tourismusverband Ostbayern/Norbert Eisele-Hein

Darüber hinaus legten immer mehr Urlauber Wert auf individuelle, authentische Erlebnisse und die gibt es vielfach. „Wir haben viele hidden champions, sprich geheime Gewinner“, sagt Best. Vom Hotelier, der ins Hopfen-Wellness einsteigt, bis hin zum Ferienwohnungs-Vermieter, der mit seinen Gästen schreinert oder dem Donaufischer, der Gäste mit aufs Wasser nimmt.

Camping ist „in“

  • Der neu angelegte Wohnmobilstellplatz

    mit 54 zusätzlichen Plätzen in Kelheim macht sich bezahlt, freut sich Kelheims Bürgermeister Horst Hartmann. 5244 Gäste nutzten diesen. Im Vergleich: 2013 waren es 2438 gewesen. Insgesamt übernachteten 13 109 Wohnmobilisten in der Kreisstadt. Eine bieslang nie erreiche Zahl. 2013 waren es noch 6096 gewesen. 2017 brachte der neue Wohnmobilstellplatz der Stadt 55 710 Euro ein.

  • Auch in Bad Gögging

    wird der Wohnmobilstellplatz erneuert. Ab Frühling soll er nutzbar sein. In Bad Abbach gibt es einen bei der Therme.
    Campingplätze in Kastlhof, Herrnsaal, Poikam oder Bad Abbach. Mancher Betreiber habe Qualitätssprünge hingelegt. Zudem hat der Landkreis ein „geografisches Plus“. Er liegt auf der Hauptroute Kroatien – Holland. Viele übernachten einmal z.B. in Bad Abbach. Wem’s gefällt, der kommt vielleicht zurück.

Musterregion für Barrierefreiheit

Mit dem gerade anlaufenden Modellprojekt „Natur für alle“ legt der Landkreis ab 2019 einen Schwerpunkt auf barrierefreies Urlauben.

Mit dem Wegfall von Air Berlin haben die Preise für innereuropäischer Flüge angezogen. Wer da etwa als vierköpfige Familie tief in den Geldbeutel greifen muss, überlegt es sich vielleicht und urlaubt in der Region. Hier gibt es 2018 viel zu entdecken, Neuheiten inklusive.

Im Imagefilm des Landkreises gibt es auch einige touristische Highlights zu sehen:

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