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Region Kelheim
Dienstag, 21. August 2018 29° 3

Fest

„Vereinsdorf“ feiert drei Tage

Beim Bürgerfest Teugn lockt ein abwechslungsreiches Programm die ganze Dorfgemeinschaft zum Dantscher-Stadl.
Von Gabi Hueber-Lutz

Immer wieder eine spannende Sache: Wer hat das größte Fingerspitzengefühl beim Maßkrugschieben? Foto: Hueber-Lutz
Immer wieder eine spannende Sache: Wer hat das größte Fingerspitzengefühl beim Maßkrugschieben? Foto: Hueber-Lutz

Teugn.Es sind einfache, altbewährte Spiele, aber sie machen immer wieder Spaß: Beim Maßkrugschieben und Taubenstechen hatten Alt und Jung ihre Freude. Am Bürgerfest-Wochenende lud die Feuerwehr Teugn aufs Gelände beim Dantscher-Stadl. Neben Speis und Trank gab es dort viel Beschäftigungsmöglichkeiten, nicht nur für den Nachwuchs.

Das Maßkrugschieben schaut recht einfach aus, braucht aber viel Fingerspitzengefühl. Schiebt man zu wenig, verhungert der Krug unterwegs und bringt wenig Punkte. Schiebt man zu fest, kippt er am Ende des Tisches in ein vorbereitetes Heubett und bringt gar keine Punkte. Laurenz (13) probierte es mehrmals, hatte auch einige gute Ergebnisse dabei, aber auch ein paar, die unter ferner liefen rangierten. Das Gesamtergebnis ließ also noch zu wünschen übrig. Ein paar richtige Profis waren vorher schon am Werk gewesen. Bei 415 Punkten oder Zentimetern lag nach zwei Stunden Maßkrugschieben der Rekord für eine Einheit von drei Schüben, berichteten Eva, Corinna und Anna von der Landjugend. Sie führten genauestens Buch. 432 Zentimeter wären bei drei absolut optimalen Schüben möglich gewesen. „Später probier’ ich das noch einmal“, beschloss Laurenz und begleitete erst einmal seinen kleinen Bruder und den Papa zum Feuerwehrautofahren. Mit dem imposanten roten Auto wollte der knapp zweijährige Maximilian nämlich unbedingt eine Runde drehen.

Flieg, Taube, flieg!

Einen Stand weiter hielt Nico Hausmann höchst konzentriert eine hölzerne Taube an ihren Flügeln fest, richtete sie aus und gab ihr dann einen gefühlvollen Stups. Der Vogel bohrte sich mit seinem metallverstärkten Schnabel voll ins Schwarze einer Schießscheibe. Nico hatte die Führung beim Taubenschießen zu verteidigen, denn Bürgermeister Manfred Jackermeier hatte nach vielen Versuchen mit ihm gleichgezogen. Den Schießstand betreuten die Teugner Schützen.

Die Allerkleinsten tummelten sich mit Vergnügen auf dem großen Sandhaufen, der da aufgeschüttet war, und beim Losstand riss die Schlange nicht ab. Zum Teil konnte man den Eindruck gewinnen, dass dabei die Nieten begehrter waren als die Gewinne, denn für 15 Nieten gab es einen Lutscher.

Hoch hinaus

  • Kletterwand:

    Die Feuerwehr hatte am Stadl eine Wand aufgebaut, bei der Kinder senkrecht nach oben klettern konnten.

  • Ausrüstung:

    Die Floriansjünger hatten dafür zur Sicherung ihren Höhenrettungssatz im Einsatz.

  • Vorteil:

    „Die Feuerwehr hat Übung und die Kinder haben Spaß“, stellte Feuerwehr-Vorsitzender Martin Eisenreich fest. (lhl)

Myriam und Rebecca sammelten deshalb neben ihren vier Gewinnen ganz eifrig die Nieten, die sie schon gezogen hatten. Der Lospreis war sehr moderat, deshalb musste ein neuer Beutel her, als eine Oma für ihre Enkel Lose für jeweils fünf Euro orderte. Ein Torwandschießen bot der Bayern-Fanclub an und am Platz davor war genügend Raum zum bolzen. Die Landjugend lud zum Biertragl-Stapeln und beim Spritzenhaus galt es, „gefährliche“ Brände zu löschen. Für die Musik war in Teugn natürlich die hauseigene Combo zuständig: die Deigner Musi, beliebt und bekannt weit über die Grenzen der Gemeinde hinaus. Anfangs hatten die Musikanten am Sonntag noch im Stadl aufgebaut. Als die kräftigen Regenduschen vorbei waren, zogen sie dann ins Freie um. Ab 17 Uhr gehörte am Sonntag die Aufmerksamkeit dann der Leinwand. Das WM-Finale wurde übertragen und gemeinschaftlich geguckt.

Viele Schafkopfer

Schon am Freitag war der Besuch sehr gut gewesen. 192 Starter hatte Feuerwehr-Chef Martin Eisenreich beim Preis-Schafkopfen gezählt. So viele wie schon lange nicht mehr. Sie kamen aus einem Umkreis von 150 Kilometern. Gewonnen hat das Turnier ein Gast aus Regensburg. „Teugn kann feiern“ ist das Motto des Bürgerfests und diesem Motto machten die Teugner bereits am Samstag alle Ehre. Er begann mit dem Einzug der Vereine. Alle zehn Teugner Vereine wurden abgeholt, drehten eine Runde durch das Dorf und zogen dann zum Stadl.

Weil es eine laue Sommernacht war, blieben die Leute auch draußen gerne sitzen. Die Fifty Fingers aus Abensberg unterhielten sie. „Teugn ist ein Vereinsdorf“, stellte Martin Eisenreich fest. Die Menschen sind in Vereinen engagiert und kommen zu gemeinsamen Festen. Entsprechend hat die Feier am Samstag auch ein ganz klein wenig länger gedauert.

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