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Feier

Vhs will mit Bildung „Welt verändern“

Die Volkshochschule Kelheim feierte ihr 70-jähriges Bestehen. Die Einrichtung stellt sich dem Strukturwandel.
Von Ferdinand Pledl

Vorsitzender Karl-Heinz Reisgis (l.) dankt Professor Dr. Wolfgang A. Herrmann mit einem Präsent.  Foto: Ferdinand Pledl
Vorsitzender Karl-Heinz Reisgis (l.) dankt Professor Dr. Wolfgang A. Herrmann mit einem Präsent. Foto: Ferdinand Pledl

Kelheim.„Kelheim ist meine Heimatstadt! Schöneres kann man nicht sagen", hat Professor Dr. Wolfgang A. Herrmann am Freitagabend in das Goldene Buch der Stadt Kelheim eingetragen, bevor er als Festredner vom Vorsitzenden der Volkshochschule (Vhs) Kelheim, Karl-Heinz Reisgis, vorgestellt wurde. Beim Festakt zum 70-jährigen Jubiläum der Gründung der Volkshochschule Kelheim im „Deutschen Hof" begrüßte Karl-Heinz Reisgis die rund 100 Zuhörer und erinnerte an seine Amtsvorgänger und an den Gründer Dr. Otto Molz 1949. Die fünf Musiker von Tritonus Brass unter Leitung von Christian Hopfner gestalteten die Feier mit.

Professor Dr. Wolfgang A. Herrmann schilderte humorvoll seinen eigenen Werdegang und erläuterte das Wort Bildung, das Bildungswesen und das Bild von Menschen. „Die Elternhäuser sind leider zunehmend betreuungsarm geworden, und deshalb haben die Lehrer eine neue pädagogische Aufgabe, die sie wahrnehmen müssen. Die Gesellschaft ist nicht nur komplexer geworden, sondern ihre Mitglieder haben in den zurückliegenden Jahrzehnten durchaus mehr Freiheit erworben. Freiheit ist immer gebunden und stellt die Fragen: Für was bin ich da und für wen? Die Wertschöpfungskette beginnt mit dem Elternhaus, dem Kindergarten, der Schule beziehungsweise der Berufsausbildung. Die Schulen sollten das Ziel haben, den jungen Menschen Urteilsfähigkeit zu generieren."

Für einheitliche Lehrerbesoldung

Professor Herrmann würde sich wünschen, die gesamte Lehrerbesoldung zu vereinheitlichen und anzuheben, ebenso die Weiterbildung der Pädagogen massiv zu intensivieren, um den Horizont zu erweitern und dabei neue Kreativität zu schöpfen.

Bürgermeister Horst Hartmann freute sich über das 70-jährige Bestehen der Vhs, und dass diese im Rahmen der Kulturtage dieses Jubiläum feiern könne. Er erinnerte an die Worte von Nelson Mandela: „Bildung ist die mächtigste Waffe, die Du verwenden kannst, um die Welt zu verändern." „Weiterbildung ist unter anderem eine Voraussetzung für Toleranz und sozialen Ausgleich", sagte das Stadtoberhaupt.

Der Festakt

  • Gäste:

    Beim Festakt zum 70-jährigen Bestehen der Volkshochschule Kelheim im „Deutschen Hof" begrüßte Vhs-Vorsitzender Karl-Heinz Reisgis die rund 100 Zuhörer und erinnerte an seine Amtsvorgänger sowie an den Gründer im Jahr 1949, Dr. Otto Molz.

  • Unterhaltung:

    Die fünf Musiker von Tritonus Brass unter Leitung von Christian Hopfner gestalteten die Feier mit. (epf)

„Die erhöhten Anforderungen in fast allen Bereichen – Beruf, Sprachen, Gesundheit, Leben/Freizeit –- setzen voraus, dass man sein Wissen permanent erneuern und vertiefen muss. Die Gesellschaft und die Wirtschaft befinden sich in einem anhaltenden Strukturwandel. Das Wissen wächst immer schneller. Die weltweite Verfügbarkeit von Wissen bringt eine gewaltige Chance für den persönlichen und wirtschaftlichen Fortschritt. Hierdurch erhält auch die Bildung zunehmend eine Schlüsselrolle. Die Vhs ist ein gut geeigneter Treffpunkt, um Bildung, den Schlüssel zum Arbeitsmarkt und Grundlage für die wirtschaftliche und persönliche Entwicklung voranzutreiben. Wir in Kelheim sind gut aufgestellt", war das Resümee von Hartmann. Er bedankte sich bei allen, die in den vergangenen Jahren in der und für die Vhs gearbeitet haben.

Großer Wurf des Freistaats

Bernhard Greiler, Vorsitzender des Bayerischen Volkshochschulverbandes (bvv) Bezirk Niederbayern und Mitglied des bvv-Aufsichtsrats, erinnerte in seiner Rede an den Festakt heuer im Februar zur Feier „100 Jahre Vhs“ in der Frankfurter Paulskirche. In ganz Deutschland wurden nach dem Zweiten Weltkrieg Hunderte von Vhs gegründet.

„Der bayerische Staat hat im vergangen Jahr einen großen Wurf unternommen und ein neues Erwachsenenbildungsförderungsgesetz beschlossen", sagte Greiler. Damit gebe es Personalförderungsprogramme, Programme zur Strukturentwicklung, Projektförderprogramme, Unterstützung im Marketing und im Fortbildungsbereich, sowie Beratungsleistungen, die der Verband bereitstellel.

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