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Mittwoch, 20. Juni 2018 30° 2

Fortsetzung

Viel Arbeit fürs Frauenbründl

Nach der Sanierung des Kirchendachs steht nun das Dach des Nebengebäudes an in Bad Abbachs Eremitage.
Von Gabi Hueber-Lutz

Hubert Kraml (rechts) und Dr. Benedikt Grünewald (links) verabschiedeten Lilian Knobloch und Hermann Kopp aus der Vorstandschaft.  Foto: Hueber-Lutz
Hubert Kraml (rechts) und Dr. Benedikt Grünewald (links) verabschiedeten Lilian Knobloch und Hermann Kopp aus der Vorstandschaft. Foto: Hueber-Lutz

Bad Abbach. Bad Abbach. Der Förderverein Frauenbründl unterstützt die Eremitage am Waldrand bei Peising finanziell und mit Arbeitsleistungen. Bei seiner Jahresversammlung standen auch Neuwahlen an, die problemlos über die Bühne gingen. Vorsitzender Hubert Kraml blickte auf das letzte Jahr zurück. Er bedauerte, dass die Sanierung des Dachstuhls der Kirche eine „Architektenbaustelle“ gewesen sei. Hand- und Spanndienste seien da nicht gewünscht gewesen. Das habe sich beim Preis bemerkbar gemacht.

Er setze darauf, dass die noch anstehenden Arbeiten in Frauenbründl nun ohne Denkmalsschutz vor sich gehen. „Ich hoffe, wir packen das gemeinsam und vernünftig an, um für das erwirtschaftete Geld möglichst viel Leistung zu bekommen“, sagte Kraml. Um die 90 000 Euro habe der Verein seit seinen Anfängen 2005 an Arbeitsleistung erbracht. Pro Jahr verfügt er über zirka 10 000 Euro aus den Einnahmen und den Mitgliedsbeiträgen. Ein großer Teil davon stammt aus dem Bründlfest. An vorderster Stelle bei der Organisation des Festes standen immer Lilian Knobloch und Hermann Kopp. Sie sind beide Gründungsmitglieder und schieden nun bei den Neuwahlen aus der Vorstandschaft aus.

Viele Hände helfen mit

Kraml dankte ihnen „für die wertvolle Arbeit“, die sie geleistet haben. Beide seien bestens verwurzelt und Eckpfeiler des Vereins. Als Anerkennung überreichte er ihnen Bilder der Einsiedelei aus der Hand des Oberndorfer Malers Hans Lederer.

Hubert Kraml (rechts) und Dr. Benedikt Grünewald (links) verabschiedeten Lilian Knobloch und Hermann Kopp aus der Vorstandschaft.  Foto: Hueber-Lutz
Hubert Kraml (rechts) und Dr. Benedikt Grünewald (links) verabschiedeten Lilian Knobloch und Hermann Kopp aus der Vorstandschaft. Foto: Hueber-Lutz

Großer Dank ging auch an Pfarrer Johannes Schuster, den Eremiten von Frauenbründl.

Das müsse man schon herausstellen, was Schuster für die Eremitage leiste. „Er richtet Frauenbründl für die nächsten 30 Jahre her“, sagte Kraml. Der Wallfahrtsort erfreut sich großer Beliebtheit und ist gut besucht. Allein letzte Woche waren vier Pilgergruppen da, sagte Pfarrer Schuster.

Er  berichtete von den Arbeiten. Der Ursprung der großen Sanierung im letzten Jahr sei eigentlich die Elektrifizierung der Glocken gewesen. Aber es sei gut gewesen, dass man nicht wusste, was aus dieser Elekrifizierung im Endeffekt geworden sei, sonst hätte er es vielleicht gelassen. Unterm Strich stand eine Summe von 197 000 Euro, die für die Sanierung des Kirchendachs anfiel. Bei der Sanierung des Dachs habe es etliche Pannen und Ungeplantes gegeben. Er habe Fördermittel bekommen, aber gut die Hälfte habe er selber finanzieren müssen.

„Dank der Hilfe des Vereins und vieler Spenden haben wir das gut hinbekommen“, sagte Schuster. Dritter Bürgermeister Ferdinand Hackelsperger fragte nach, ob Schuster schon einen Antrag an die Gemeinde wegen der pauschalen Unterstützung gestellt habe. Schuster bejahte und Hackelsperger sagte zu, sich darum zu kümmern.

Nun ist das Nebengebäude dran. Ein Architekt habe gemeint, es sei 100 Jahre alt. Anhand von Bildern habe er aber zeigen können, dass es jünger sei, sagte Pfarrer Schuster. Das Gebäude hat eine bewegte Vergangenheit. Es ist Holzschuppen, Ziegenstall und Café gewesen. Seit den 60er Jahren sieht es so aus, wie es heute dasteht. Weil die Eremitage insgesamt Ensembleschutz habe, dürfe nichts verändert werden. Das Dekanat habe aber nun zugesagt, dass dieses Gebäude ein neues Dach bekommen kann und nur einige Balken stehenbleiben sollen. Das sei kein Problem.

Biberschwanz ist gewünscht

Allerdings möchte Schuster statt der gewellten Dachplatten, die im Moment auf dem Dach liegen, lieber Biberschwanz-Ziegel verwenden, da sich in den gewellten Ziegeln das Moos so sehr sammle. Das darf gemacht werden, so Pfarrer Schuster. Aber für die Biberschwanz-Eindeckung sei ein neuer Dachstuhl notwendig.

In Rekordzeit wählten die 25 Stimmberechtigten einstimmig eine neue Vorstandschaft. Vorsitzender bleibt Hubert Kraml, sein Stellvertreter Dr. Benedikt Grünewald, Schriftführer Helmut Oertel, Kassenwartin Maria Ritzinger, Beisitzer: Alfons Ebner, Alois Geretshauser, Elfriede Müller, Reinhard Käsbauer und Markus Mittermeier. Die Kasse prüfen Ulrich Kaiser und Gerhard Weinzierl.

Zu besichtigen

  • Tag des offenen Denkmals: Er fällt in diesem Jahr auf den 9. September. Die Eremitage Frauenbründl wird heuer ihre Pforten öffnen. Pfarrer Johannes Schuster wird mehrere Führungen durch die Kirche und den Innenhof anbieten.

  • Zuversicht:

    Die Kirche ist der schmerzhaften Muttergottes geweiht. „Die Muttergottes wird auch weiterhin auf ihr Häuschen schauen“, sagt Pfarrer Schuster. (lhl)

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