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Viel Geld gegen Starkregen

Passend zum Hauptthema schüttete es zu Beginn der Marktratssitzung wie aus Eimern. Auch der TSV Siegenburg war Thema.
Von Martin Beck

Unser Foto stammt vom Juni 2018. Wasser und Schlamm fluteten damals den Siegenburger Ortsteil Niederumelsdorf. Nun investiert der Markt Siegenburg unter anderem in ein Auffangbecken. Auch der Abfluss des Wassers soll verbessert werden.
Unser Foto stammt vom Juni 2018. Wasser und Schlamm fluteten damals den Siegenburger Ortsteil Niederumelsdorf. Nun investiert der Markt Siegenburg unter anderem in ein Auffangbecken. Auch der Abfluss des Wassers soll verbessert werden. Foto: Wittmann

Siegenburg.Gleich nach diversen Bauanträgen zog Siegenburgs Bürgermeister Dr. Johann Bergermeier einen wichtigen Punkt auf der Tagesordnung vor. Es ging um die Auftragsvergabe für ein Integrales Konzept zum kommunalen Sturzflut-Risikomanagement. Wie aufs Stichwort ging beinahe zeitgleich eine wahre Sturzflut über Siegenburg nieder. So waren sich die Markträte auch schnell einig und stimmten der Auftragsvergabe zu. Dabei wird ein Konzept über die Auswirkungen von Starkregen im Markt Siegenburg erarbeitet. Gleichzeitig werden Maßnahmen eruiert, um genau diese Auswirkungen abzumildern oder zu verhindern. Die dafür veranschlagten rund 82 000 Euro werden zu 75 Prozent durch ein Sonderkonzept der Bayerischen Staatsregierung gefördert.

Für die beiden Orte Tollbach und Niederumelsdorf, die geografisch bedingt sehr stark durch Starkregen gefährdet sind, ist man diesbezüglich schon etwas weiter. Im Rahmen des Projektes „boden:ständig“, einer Initiative der Bayerischen Verwaltung für ländliche Entwicklung, wurden die nun anstehenden Maßnahmen vorgestellt.

Mehr als eine Million Euro

In Tollbach sollen hierfür etwa ein Entlastungskanal und ein Auffangbecken angelegt werden. Gleichzeitig soll der Abfluss des Wassers verbessert werden. Die Kosten hierfür sind auf 388 110 Euro veranschlagt.

Tradition

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In Niederumelsdorf soll eine Straße gehoben, ein Auffangbecken angelegt und, wie auch in Tollbach, der Abfluss des Wassers durch bauliche Maßnahmen verbessert werden. Die Kosten belaufen sich hier auf 622 000 Euro.

Diese umfangreichen Maßnahmen werden mit einer Förderung von 70 Prozent der Kosten bezuschusst. Die Ausschreibungen für die Arbeiten sollen bereits im September erfolgen damit nach der Vergabe mit den eigentlichen Arbeiten möglichst bald begonnen werden kann.

Der TSV Siegenburg will seine sanitären Anlagen sanieren und erhält dafür eine großzügige finanzielle Unterstützung vom Markt Siegenburg.
Der TSV Siegenburg will seine sanitären Anlagen sanieren und erhält dafür eine großzügige finanzielle Unterstützung vom Markt Siegenburg. Foto: Martin Beck

Ums Geld ging es auch bei einem Antrag des TSV Siegenburg. Der Sportverein möchte die Duschräume und sanitären Einrichtungen in Eigenregie sanieren und bittet den Markt um finanzielle Unterstützung. Die veranschlagten Kosten von 18 000 Euro werden zu 90 Prozent vom Markt übernommen, wobei nur eingereichte Sachrechnungen berücksichtigt werden. Eigenleistungen können dabei nicht in Rechnung gestellt werden.

Den Antrag der Vodafone GmbH, ihre Mobilfunkanlage in der Staudacher Straße abzubauen, begrüßten die Markträte. „Ich freue mich, wenn die Sendeanlage aus dem Wohngebiet verschwindet“, merkte Richard Zausinger (FWG NU) an. Gernot Seefelder (UW) hakte nach und wollte wissen, ob noch andere Anbieter an besagtem Masten beteiligt sind? Dies wird noch geklärt. Als Ersatz wird wohl eine neue Anlage in der Nähe des Schützenheimes errichtet, bzw. der dort bereits vorhandene Mast mitgenutzt.

Klärschlamm beschäftigt Räte

Für die Entsorgung des Klärschlamms aus der Kläranlage Siegenburg wurden zwei Rechnungen durch den Marktrat freigegeben. Für dessen Entwässerung wurde ein Betrag von 9604 Euro fällig, für die Entsorgung dann nochmal 22 747 Euro. Bürgermeister Dr. Bergermeier machte in dem Zusammenhang darauf aufmerksam, dass wohl im Herbst nochmal eine Entsorgung von Klärschlamm mit entsprechender Rechnung fällig werden wird.

Zum Schluss der öffentlichen Sitzung diskutierten die Räte über eine anstehende Fahrzeugbeschaffung. Es soll ein Kleinschlepper zur Nutzung für den Winterdienst, zum Kehren der Wege und zum Laubsaugen angeschafft werden. Dr. Bergermeier regte auch an, ob es nicht sinnvoll sei, eine eigene Kehrmaschine anzuschaffen. Zu beiden Fahrzeugen soll ermittelt werden, wie sich die Kosten für Anschaffung oder Miete unterscheiden.

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Sitzungs-Splitter

  • Rückschnitt:

    Gleich mehrere Markträte mahnten Örtlichkeiten an, an denen ein Rückschnitt von Hecken und Sträuchern nötig sei. Bergermeier sagte Umsetzung zu.

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