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Verkehr

Viel mehr Raum für Fußgänger gefordert

Erwin Glatt will mehr Gehwege in Abensberg – vor allem beim Arnhofener Weg. Die Stadt macht ihm kaum Hoffnung dafür.
Von Wolfgang Abeltshauser

Es ist eher unwahrscheinlich, dass hier in absehbarer Zukunft ein Fußgängerweg entsteht. Foto: Abeltshauser
Es ist eher unwahrscheinlich, dass hier in absehbarer Zukunft ein Fußgängerweg entsteht. Foto: Abeltshauser

Abensberg.Zahlreiche Baumaßnahmen auf Abensberger Straßen stehen in den kommenden beiden Jahren an. Im Fokus stehen unter anderem der Arnhofener Weg und die Traubenstraße. Die hat auch Erwin Glatt im Blick. Er wünscht sich dort mehr Platz für die Fußgänger. Bauamtsleiter Peter Schmid macht ihm da aber kaum Hoffnung.

Unabhängig von den anstehenden Vorhaben ist Glatt der Meinung, beim Arnhofener Weg sei es nötig, den Fußgängerweg weiter Richtung Industriegebiet zu erweitern. Da nun ohnehin Arbeiter anrücken, sollte das gleich miterledigt werden. Zumindest rund hundert Meter weiter solle der Weg geführt werden.

Der alteingesessene Abensberger Glatt wohnt nicht allzu weit von Arnhofener Weg und Traubenstraße entfernt. Und kennt die Situation. Für ihn ist das ganz klar eine Sache der Sicherheit. Schon jetzt sei der Arnhofener Weg stark befahren. Immerhin führt er zu einigen größeren Firmen der Stadt. „Aber es sind dort auch Fußgänger unterwegs.“ Dazu komme das: Nicht weit entfernt entstanden – und entstehen weiter – zusätzliche Wohnungen. Es sei also mit mehr Autos und Fußgänger zu rechnen.

Allein: Bauamtsleiter Peter Schmid will diese Gedankengänge nicht unbedingt nachvollziehen. Möglichkeiten, den Fußweg zu verlängern, habe die Kommune derzeit nicht. „Wir besitzen den Grund nicht“, stellt er fest. Das hat auch Glatt im Gespräch mit unserm Medienhaus eingeräumt. Man könne es aber trotzdem versuchen.

Aber gerade dieser Meinung ist Schmid nicht. Wohin solle den ein Fußgängerweg führen? Denn mit einigen Metern mehr wäre kaum etwas erreicht. Letztendlich führe der Arnhofener Weg ja hinaus aus der Stadt. In seinen Augen sei es gar nicht notwendig, dass sich Fußgänger auf ihm bewegen. Es gebe Alternativen – etwa über die Sudetenstraße. Dort sei das Verkehrsaufkommen viel geringer. Und so das Gehen sicherer.

Im Bereich der Traubenstraße sieht Glatt ebenso Handlungsbedarf. Dort gibt es zumindest auf einer Straßenseite einen Fußgängerweg. Aber nicht durchgängig. Und vor allem auf der Seite hin zum Bahngleis existiert keiner. Und so wird es bleiben – sagt Schmid unserem Medienhaus.

Denn es sei durchaus nicht so, dass sich die Kommune keine Gedanken gemacht hätte über einen zusätzlichen Fußgängerweg entlang der Traubenstraße. Sowohl die Stadt als auch das Landratsamt – die Fahrbahn ist eine Kreisstraße – hätten das geprüft. Für einen Weg müsse man – jetzt einmal ganz abgesehen von zu klärenden Eigentumsverhältnissen – in die dortige Böschung eingreifen. Dort sei aber Technik verbaut. Deshalb ginge es auch baulich nicht. Dort sollen 2019 konkrete Baumaßnahmen beginnen.

Schmid kann auch grundsätzlich das Ansinnen von Glatt nicht teilen. Es gehe einfach nicht, überall Gehwege zu bauen. Es gebe in Siedlungsstraßen immer Beispiele ohne. Das sieht Glatt jedoch ganz anders. Gerade in diesen Zeiten, in denen es auch um Klimaschutz geht, müsse mehr für Fußgänger getan werden. Die Menschen bräuchten einen Anreiz, das Auto in der Garage zu lassen.

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