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Kommentar

Viele Worte, wenig Inhalt

Ein Kommentar von Beate Weigert

Die neue Auszeichnung dürfte dem Landkreis und der Stadt Kelheim Aufmerksamkeit bescheren. Doch worin der konkrete Nutzen des neuen Labels „Nationales Naturmonument“ besteht, diese Information blieben die drei prominenten Gäste - Minsterpräsident Söder und die beiden Minister Glauber und Kaniber - schuldig. Denn Einschränkungen für Besucher soll es nicht geben. Die „einzigartige“ Natur trotzdem geschützt werden. Trotz vieler Worte gab es wenig Inhalt am Weltenburger Strand. Auch die Nachfragen zu Details wie dem geplanten Besucherzentrum waren wenig ergiebig bzw. wirkten unerwünscht. Söder verwies auf Glauber, Glauber auf Söder. Ein Schelm, wer da nur an einen gekonnt inszenierten Wahlkampf-Auftritt vor sehr vielen TV- und Fotokameras, denkt? Zumal die Einladung ad hoc erst zwei Tage zuvor erfolgte. Nicht einmal vier Wochen nach Ablauf der Auslegungsfrist wurde nun die Auszeichnung gefeiert. Wie und ob da Einwände in die Verordnung für Bayerns erstes Nationales Naturmonument mitaufgenommen worden sind, kann niemand sagen, denn die Verordnung hat noch niemand zu Gesicht bekommen. Bayerns oberste Politiker von CSU und FW stehen nun im Wort. Das sich gegenseitig gespendete Lob für das so transparente Verfahren wirkte eigentümlich. Wenn Minister - wie Glauber kürzlich in Kelheim - bei genauem Nachfragen Antworten schuldig bleiben, Details augenscheinlich noch schwer in Worte zu fassen sind und eigentlich nicht wirklich bekannt ist, was da gefeiert worden ist, tut man sich schwer, darin Transparenz zu erkennen.

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