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Vielfach-Planung am Schulzentrum

Am Beruflichen Schulzentrum Kelheim ist in Zeiten von Corona Tüfteln angesagt. Der Schulleiter appelliert auch an Betriebe
Von Martina Hutzler

Praktische Ausbildung gibt es an der Berufsschule derzeit fast nicht.  Foto: Bockwoldt/dpa
Praktische Ausbildung gibt es an der Berufsschule derzeit fast nicht. Foto: Bockwoldt/dpa

Kelheim.Die „Hybrid-Lösung“ wird bleiben, rechnet Schulleiter Johann Huber: Angesichts der Pandemie-Gefahr werde es wohl auch im nächsten Schuljahr eine Mischung aus Präsenz- und Online-Beschulung geben. An „seinem“ Beruflichen Schulzentrum (BSZ) Kelheim ist das einerseits einfacher, weil die insgesamt rund 2000 Schülerinnen und Schüler fast oder schon erwachsen sind. Andererseits vereinen sich unter den Dächern in Kelheim, Abensberg und Mainburg so viele Schultypen, dass die Corona-Planung zur Wissenschaft für sich wird.

Auch an den anderen Schularten muss die Planung ständig aktualisiert werden:

Corona-Planung

An Schulen wird es enger und spannender

An die Schulen im Kreis Kelheim kehren schrittweise mehr Jahrgänge zurück. Das zu organisieren wird eine Herausforderung.

Am Berufsschul-Standort Mainburg etwa muss neben dem Unterricht auch der Wohnheim-Betrieb mit gemanagt werden – die Schüler kommen aus ganz Bayern dorthin. Statt zwei haben sie derzeit nur eine Woche Blockunterricht am Stück, dafür mit halber Besatzung: Nur so reichen Raum- und Lehrer-Kapazitäten, erklärt BSZ-Leiter Huber.

Metalltechnik ist komplett da

Aber auch in Kelheim müssen er und die jeweiligen Abteilungsleiter scharf rechnen. In der Metalltechnik etwa gelten alle Klassen als „Vor-Abschlussklassen“, weil dort schon die Zwischenprüfung zum Abschluss zählt – also müssen schon jetzt alle wieder beschult werden. Das, so Huber, sei nur mit der jeweils halben Klasse im Wochenwechsel möglich, und auch fast nur als Theorie-Unterricht; andernfalls würden Lehrkräfte und Räume nicht reichen. Er appelliert eindringlich an die Betriebe, ihren Azubis während des ausfallenden Unterrichts Zeit zum Lernen zu geben, auf die sie auch Anspruch hätten.

Praktische Ausbildung gibt es an der Berufsschule derzeit fast nicht.  Foto: Bockwoldt/dpa
Praktische Ausbildung gibt es an der Berufsschule derzeit fast nicht. Foto: Bockwoldt/dpa

In der Abteilung Wirtschaft/ Verwaltung wiederum sind bislang mittlerweile rund die Hälfte der Schüler wieder „an Bord“; sie haben weniger Schultage, dafür mit Vor- und Nachmittagsunterricht. Und in der Wirtschaftsschule, die BSZ und Aventinus-Mittelschule gemeinsam organisieren, greift das Wochen-Wechsel-Modell mit Unterricht und Online-Lernen zuhause.

Lehrer erstellen Tätigkeitsbericht

Die digitale Beschulung wird am BSZ sogar per Tätigkeitsbericht protokolliert, berichtet Schulleiter Johann Huber. Was sich nach einem Kontrollieren der Lehrkräfte anhört, sei vor allem zu deren Schutz gedacht. Huber will verhindern, dass Schüler zum Beispiel für einen vergeigten Schulabschluss nachträglich eine vermeintlich mangelhafte Online-Betreuung verantwortlich machen. (hu)

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