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Ausstellung

Vom Pinsel zur Digitalmalerei

Im Herzogskasten wird derzeit ein Querschnitt der prägendsten Schaffensphasen des Künstlers Johannes Rohen gezeigt.
Von Heike Heindl

Viele Besucher darunter auch die Vorsitzende des Kunstkreises Marianne Lüthi und Alexandra Kelly waren begeistert von der Farbenpracht der Bilder. Foto: Heindl
Viele Besucher darunter auch die Vorsitzende des Kunstkreises Marianne Lüthi und Alexandra Kelly waren begeistert von der Farbenpracht der Bilder. Foto: Heindl

Abensberg.Im November wurde im Stadtmuseum Vernissage gefeiert. Viele Gäste kamen, um die Ausstellung des Abensberger Künstlers Johannes Rohen zu sehen. Zu sehen sind Staffelei-Malerei und Aquarelle, sowie digitale Computerkunst. Die Gesamtheit der Werke Rohens in nur einer Ausstellung abzubilden, sei nahezu unmöglich, sagte Veronika Leikauf, die Leiterin des Museums. Deshalb wurden zusammen mit dem Künstler in vielen Gesprächen ausgewählte Schwerpunkte gesetzt und Werke ausgesucht.

In der digitalen Kunst findet Rohen seine Begeisterung. Er selber nennt es: künstlerisch angekommen zu sein. Für eines seiner aktuellen Werke, dem „Dornbusch“ verbrachte er rund 700 Stunden mit seinem Grafiktablet vor dem Bildschirm. Meist nachts, das ist die Zeit, in der der Künstler besonders viel arbeitet. Das gesteht er im Interview.

Seit 2004 widmet sich Rohen der digitalen Malerei. Seine Ausstellung nennt er „Von Meiner Freude“. Wie kam es zu diesem Titel? Darauf hat der Künstler prompt eine Antwort: „Der Titel ist sehr passend, weil alles, was in dieser Ausstellung hängt, meine innerliche Freude an der Welt ist. Dabei ist es mir gelungen, einen neuen Stil in der Malerei zu finden. Es ist für mich das Beste, was ich bisher gemacht habe.“

Hinten dran in der Malerei

Er erklärt weiter: „Man kann keinen Strich machen, ohne mit einem anderen Maler verglichen zu werden, das passiert zwangsläufig. Wahrscheinlich deshalb, weil jeder Strich vermutlich schon einmal gemalt worden ist. Das kommt daher, weil wir soweit hinten dran sind in der Malerei. Aber mit meiner Digitaltechnik bin ich ziemlich weit vorne.“

Die Gäste verweilten oft lange vor den neuen Werken des Künstlers. Foto: Heindl
Die Gäste verweilten oft lange vor den neuen Werken des Künstlers. Foto: Heindl

Der Künstler berichtet, er habe schon nach ähnlichen Bildern seiner digitalen Malerei im Internet gesucht, sei aber auf nichts Vergleichbares gestoßen. Dem Künstler ist bewusst, dass er nie nach dem neuesten Trend malte, auch der Verkauf sei nie das Wichtigste in seinem Leben gewesen: „Ich wundere mich oft selber über meine Eigenwilligkeit. Mit diesen Bildern wollte ich mir einfach die Begeisterung aus dem Leib malen!“

Die Ausstellung

  • Künstler:

    Johannes Rohen

  • Öffnungszeiten:

    Stadtmuseum im Herzogskasten, Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr. Der Herzogskasten ist von 23. Dezember bis 6. Januar 2020 geschlossen.

  • Lesung des Künstlers:

    „Von Ratio nach Erotas“ am 16. Januar 2020 um 19 Uhr im Ausstellungsraum

Bürgermeister Dr. Uwe Brandl betonte bei seinen Begrüßungsworten am Eröffnungsabend den interessanten Werdegang des Künstlers und sagte: „Wenn jemand Maschinenbauingenieur ist, vermutet man nicht unbedingt, dass dieser gestaltend unterwegs ist und versucht, seine Seele nach draußen zu kehren. Für mich kreiert er einen völlig neuen Kunststil, der nachdenklich macht und begeistert.“

Der Künstler Johannes Rohen (im Bild links) überreichte der Leiterin des Museums Veronika Leikauf bei der Eröffnung seiner Ausstellung Blumen in den Farben seiner Bilder. Foto: Heindl
Der Künstler Johannes Rohen (im Bild links) überreichte der Leiterin des Museums Veronika Leikauf bei der Eröffnung seiner Ausstellung Blumen in den Farben seiner Bilder. Foto: Heindl

Dass man den Werken des regionalen Künstlers in Abensberg kaum entgehen könne, zählte Veronika Leikauf mit etlichen Beispielen auf: Ein Werk sei schon Kilometer vor dem Stadtgebiet zu sehen. Das Hinweisschild an der Autobahn zeigt die markantesten Symbole der Stadt, oder am Eingang des Nikolausmarktes, der Nikolaus, auch er sei ein Werk des Künstlers oder diverse Wandmalereien, zum Beispiel das der Arche Noa, das im Kindergarten zu finden sei.

Der Künstler bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit seiner ersten ‚weiblichen‘ Kuratorin und überreichte ihr einen Blumenstrauß in den Farben seiner Werke.

Farbenpracht der Bilder

Begeisterung fanden die Bilder auch bei den Besuchern. Viele Gäste, darunter auch die Vorsitzende des Kunstkreises, Marianne Lüthi, und Alexandra Kelly lobten dabei die Farbenpracht der Bilder.

Neben seinen Werken hat Johannes Rohen auch ein Buch geschrieben: „Von Ratio nach Erotas“. Wer diese Seite des Künstlers kennenlernen möchte, hat die Gelegenheit dazu am Donnerstag, 16. Januar 2020 zu seiner Lesung im Ausstellungsraum.

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