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Jubiläum

Von Brahms bis zu den Ärzten

Mit einem großen Konzert feierte die Saaler Musikwerkstatt ihren 40. Geburtstag. Beim Donikkl sangen und schwangen alle mit.
Von Roland Kugler

Er hat noch immer seinen frech-fröhlichen Lausbubencharme, für den ihn nicht nur die Kinder mögen: der Donikkl. Foto: Kugler
Er hat noch immer seinen frech-fröhlichen Lausbubencharme, für den ihn nicht nur die Kinder mögen: der Donikkl. Foto: Kugler

Saal.o einen abwechslungsreichen Abend voller Musik hat die Aula der Saaler Schule wohl auch noch nicht erlebt. Zum vierzigjährigen Bestehen der Musikwerkstatt hat es am FreitagaAbend ein festliches Konzert gegeben. Zahlreiche Musikschüler zeigten ihr Können und spielten vor und einige Ehemalige waren auch gekommen. Darunter auch ein Überraschungsgast, der heute ein bekannter Musiker ist und die ganze Aula rockte.

Ein Schatz fürs Leben

„Es ist schön zu sehen, wenn junge Menschen in unserem Social-Media-Zeitalter noch Zugang zur Musik finden“, sagte Fritz Krebler. Er leitet die Musikwerkstatt und unterrichtet mit seinen Kollegen Kinder, Jugendliche und Erwachsene. „Gemeinsames Musizieren verbindet verschiedene Altersgruppen und Kulturkreise, Musik ist ein Schatz fürs Leben.“ Wie gut das die jungen und älteren Musikschüler in Saal gelernt hatten, stellten sie eindrucksvoll unter Beweis. Zwei Dutzend aktive und ehemalige spielten vor, und die Bandbreite der Stücke hätte kaum größer sein können.

Passend zur Weihnachtszeit spielte die erst fünfjährige Isabel Hann „Jingle Bells“ auf dem Klavier. Es folgte ein Querflöten-Duett von Laura Karl und Mia Schmidl, die „Sonatine in G“ von Regina Meyer auf dem Klavier und „Somewhere over the Rainbow“ von Barbara Deinert auf der Geige. Fast alle Stilrichtungen waren dabei, bayerische und internationale Volkslieder, Klassik, Rock und Pop. Lukas Dauerer spielte auf seinem Akkordeon mexikanische Rhythmen, Vera Baumer auf der Gitarre „Son of a Preacher Man“ und Josef Wallner beeindruckte auf dem Akkordeon und auf dem Klavier.

Ludwig Fuchs (li) und Fritz Krebler Foto: Kugler
Ludwig Fuchs (li) und Fritz Krebler Foto: Kugler

Alle zu nennen waren es zu viele, Applaus hatte jeder einzelne verdient. Denn es gehört schon Mut dazu, sich auf eine Bühne zu stellen und vor Publikum zu spielen. Und keiner spielte verkrampft, alle waren locker und hatten ihre Freude beim Musik machen, was für die Kompetenz der Lehrer spricht und das Umfeld der Schüler. „Ich spiele seit vier Jahren Querflöte, und es macht mir immer noch Spaß“, sagt Laura Karl. Bei vielen wird in der Familie musiziert, Leni Ebner sang und spielte mit ihrem Papa Andreas „Drinnat im Wald“.

Die Musikwerkstatt

  • Angebot:

    In der Saaler Musikwerkstatt kann man viele Instrumente lernen, unter anderem Keyboard, Klavier, Schlagzeug, Gitarre, E-Gitarre, Bass, Geige, Klarinette, Querflöte und seit neuem sogar Harfe.

  • Teilnahme:

    Mitmachen können Kinder, Jugendliche und Erwachsene. In Einzel- und Gruppenunterricht, zu 30 oder 45 Minuten. Der Unterricht ist nachmittags oder am frühen Abend in der Saaler Schule.

„Ich hatte schon die Oma von Miriam Spanner im Unterricht, ihren Vater, und jetzt sie“, freute sich Fritz Krebler über die Begeisterung seiner Schüler über Generationen hinweg. Gegründet hatte die Musikwerkstatt 1978 Ottmar Nickl. Von 1985 an leitete sie 32 Jahre lang Ludwig Fuchs. 2017 übernahm der langjährige Musiklehrer Fritz Krebler. „Die Musikwerkstatt wird ihrem guten Ruf immer wieder gerecht“, lobte Bürgermeister Christian Nerb. Das zeigten zum Beispiel Paula Süß und Markus Gaßner mit anspruchsvollen Klavierstücken. Als Kontrast sangen und spielten Klaus, Bernd und Jürgen Kohlmann Wiener Lieder. Thomas Fürst und Sebastian Seidl coverten mit E-Gitarre und Bass die Ärzte, und Sebastian Thurn ist mit Gesang und Spiel eine große Hoffnung für die Zukunft.

„Zickenalarm“

Dass Musik einfach schön ist, Freude und gute Laune macht zeigte einer, der seit vielen Jahren so bekannt wie beliebt ist: der Donikkl. Auch er war einst ein Musikschüler von Fritz Krebler, heute ist er einer der erfolgreichsten Kinderliedermacher. Völlig zu Recht. Mit seiner spontanen, fröhlichen und mitreißenden Art brachte er die Kinder auf der Bühne beim „Zickenalarm“ genauso zum Klatschen und Singen wie das gesamte Publikum.

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