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Finanzen

Vor allem Kinder profitieren

Neustadts Bürgermeister Thomas Reimer und Kämmerer Josef Toth legen neuen rekordverdächtigen Haushalt vor.
Von Jochen Dannenberg

Im Sommer soll der neue Kindergarten an der Regensburger Straße fertiggestellt sein. Anschließend kann der Umzug vom bisherigen Standort an die Regensburger Straße erfolgen. Der Neubau zählt zu den großen Posten im Haushaltsentwurf. Foto: Dannenberg
Im Sommer soll der neue Kindergarten an der Regensburger Straße fertiggestellt sein. Anschließend kann der Umzug vom bisherigen Standort an die Regensburger Straße erfolgen. Der Neubau zählt zu den großen Posten im Haushaltsentwurf. Foto: Dannenberg

Neustadt.Die Stadt steuert auf ein neues Rekordjahr zu. Sie will 15,2 Millionen Euro investieren, verkündeten am Donnerstagnachmittag Bürgermeister Thomas Reimer und Kämmerer Josef Toth. Zugleich will sich die Kommune einen 30,1 Millionen Euro schweren Verwaltungshaushalt stemmen. Wie Toth und Reimer weiter bei der Vorstellung des Etatentwurfs 2018 im Finanzausschuss des Stadtrats sagten, werden die Schulden weiter abgebaut. Bis zum Jahresende sollen sie noch bei vier Millionen Euro liegen. Zugleich sollen die Rücklagen sechs Millionen betragen.

Neustadt profitiert weiter von einer gut laufenden Wirtschaft. So sind im neuen Etat Gewerbesteuereinnahmen von zehn Millionen Euro eingeplant. Sie betrugen im vorigen Jahr fast 13,8 Millionen Euro, vor einem Jahr hatte man mit lediglich neun Millionen gerechnet. Am Ende konnten sich Kämmerer und Bürgermeister über deutlich höhere Einnahmen freuen. Möglicherweise wird sich diese Entwicklung auch heuer fortsetzen.

Zu den Einnahmen gehören auch die Anteile aus der Einkommensteuer. Sie sind in den vergangenen Jahren wiederholt gestiegen und deshalb zu einem immer gewichtigeren Posten in der Haushaltskalkulation geworden. Josef Toth rechnet heuer mit 7,8 Millionen nach fast 7,3 Millionen Euro im Jahr 2017.

Kreisumlage steigt

Die hohen Einnahmen führen dazu, dass die Kommune einen erheblichen Teil ihrer Einnahmen über die Kreisumlage an den Landkreis Kelheim abführen muss. Landrat Martin Neumeyer und der Landkreis Kelheim können sich insofern bereits freuen. Aus Neustadt wird er heuer 7,8 Millionen Euro bekommen – eine Million mehr als vor einem Jahr, weshalb die Kreisumlage in diesem Jahr genauso hoch ist wie die erwarteten Einnahmen bei der Einkommensteuer.

Dennoch können sich die Neustädter freuen. Mit einem Investitionsvolumen von mehr als 15 Millionen Euro lassen sich viele Wünsche erfüllen.

Neustadts dritter Bürgermeister Bernhard Rieger und Feuerwehrkommandant Jürgen Bucher warten auf die neue Drehleiter für die Neustädter Feuerwehr. Foto: Dannenberg
Neustadts dritter Bürgermeister Bernhard Rieger und Feuerwehrkommandant Jürgen Bucher warten auf die neue Drehleiter für die Neustädter Feuerwehr. Foto: Dannenberg

So sind für die Feuerwehren 860000 Euro eingeplant, wobei der Löwenanteil der Summe, nämlich 560000 Euro, für die neue Drehleiter benötigt wird. Sie soll am Monatsende beim Hersteller in Karlsruhe abgeholt werden. 605000 Euro sind für Maßnahmen an den Schulen eingeplant, vor einigen Jahren waren hier regelmäßig siebenstellige Beträge erforderlich.

Zwei Millionen Euro stehen im Entwurf für die Betreuung von den Kindern. Den größten Anteil hat hier der Neubau des Kindergartens an der Regensburger Straße. Mit fast zwei Millionen Euro schlagen bauliche Maßnahmen der Stadt zu Buche.

•So soll der neue Kindergarten St. Laurentius aussehen. Grafik: Büro Goldbrunner
•So soll der neue Kindergarten St. Laurentius aussehen. Grafik: Büro Goldbrunner

So sind beim „Storchenwirt“ 1,1 Millionen Euro kalkuliert, denen aber zugleich erwartete Fördermittel in Höhe von 600000 Euro gegenüberstehen. Bei der Innenstadtsanierung sind rund 500 000 Euro an Ausgaben eingeplant, diesem Betrag stehen 760000 Euro an Fördermitteln auf der Einnahmenseite gegenüber.

Große Posten

Weitere große Posten im Haushaltsentwurf sind u.a. Straßenbau (inklusive Geh- und Radweg Mühlhausen - Siegenburg sowie Kreisel an der Staatsstraße 2233/2144) 926 000 Euro, Hochwasserfreilegung 670000 Euro, Abwässer und Kanalisation 560000 Euro, Bad Gögging (u.a. Umlage Zweckverband) 1,1 Millionen Euro.

Im Verwaltungshaushalt, dem Pflichtprogramm der Stadt, wird eine deutliche Erhöhung der Personalausgaben erwartet. Sie steigen um 10,56 Prozent auf voraussichtlich 5,86 Millionen Euro.

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