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Senioren

Vorerst keine Entscheidung

Der Stadtrat verschiebt die Entscheidung zu einem neuen Altenheim des BRK in Kelheim. Pläne lagen in der Sitzung nicht vor.
Von Roland Kugler

Auf dem Gelände neben dem Keldorado möchte das BRK ein neues Seniorenheim in Kelheim bauen. Foto: Kugler
Auf dem Gelände neben dem Keldorado möchte das BRK ein neues Seniorenheim in Kelheim bauen. Foto: Kugler

Kelheim.Das BRK möchte neben dem Keldorado ein neues Seniorenheim bauen. Die Kelheimer Stadträte diskutierten nicht, sie verschoben das Thema. Auch zu einem weiteren wichtigen Punkt gab es nichts Neues: Wann und wie wird die Straße nach Stausacker saniert?

Nach Angaben des BRK-Kreisverbandes, dem Betreiber des Kelheimer Altenheims in der Bauersiedlung, bedarf dieses aufgrund seines Alters einer Sanierung. Da die Kosten unverhältnismäßig hoch seien, plant das BRK den Neubau eines Seniorenheims. Das BRK deshalb fragte bei der Stadt Kelheim nach geeigneten Grundstücken nach, es benötigt eine Fläche von 4000 bis 5000 Quadratmeter.

Die Stadt hat jedoch keine Baugebiete, die von der Lage geeignet und groß genug sind, außer dem Grundstück neben dem Keldorado. Dort besteht aber kein Baurecht, erst in der letzten Sitzung wurde eine Änderung des Flächennutzungsplans für die Errichtung eines Mischgebietes aus Wohnen und Gewerbe mehrheitlich abgelehnt. Da nun das BRK konkretes Interesse signalisiert hat und auch seitens der Stadt der Wunsch besteht, in Kelheim weiter ein Altenheim zu haben, wurde der Antrag auf die Tagesordnung genommen. Es sollte diskutiert und entschieden werden, ob der Stadtrat grundsätzlich für den Bau eines Seniorenheims dort ist, und falls ja auch die dafür erforderliche Änderung der Bauleitplanung angestoßen werden.

Konkrete Pläne

Es kam jedoch nicht dazu, weil Christine Lettow-Berger den Antrag stellte, das Thema auf die nächste Sitzung zu vertagen. Sie wollte eine Vorstellung der Pläne durch das BRK, wie das neue Heim aussehen soll. Die Stadträte stimmten dem mehrheitlich zu.

Auch zu einem weiteren wichtigen Thema, der Sanierung der Klosterthalstraße nach Stausacker, gab es nichts Neues. „Diese Straße beschäftigt uns seit vielen Jahren und mehreren Legislaturperioden“, sagte Bürgermeister Horst Hartmann. Es sei aber nicht nur die Stadt allein für die Erhaltung und Verkehrssicherheit verantwortlich, sondern auch die Bayerische Staatsforsten. Sie ist Eigentümerin eines großen Teilabschnitts. Deshalb haben Gespräche mit dem Kelheimer Forstamt, das von der Leiterin Sabine Bichlmaier in der Sitzung vertreten wurde, stattgefunden.

Nach jahrelangen Diskussionen stehen mittlerweile sechs Sanierungsvarianten zur Auswahl. Die Teuerste, ein Vollausbau, kostet etwa 935 000 Euro. Die Erneuerung bei teilweisem Ersatz der vorhandenen Befestigung wird auf 545 000 Euro geschätzt. Zwei Überbauvarianten der vorhandenen Fahrbahn kämen auf 420 000 Euro mit Abfräsen der Deckschicht und auf 370 000 ohne. Der Rückbau zu einem öffentlichen Waldweg würde wegen der hohen Entsorgungskosten des teerbelasteten Materials 210 000 Euro kosten. Der Rückbau auf der Hälfte der knapp zwei Kilometer langen Strecke und die Schadstellenreparatur auf dem Steilstück etwa 166 000 Euro. Bei letzterer Variante wären die Staatsforsten auch bereit, einen größeren Betrag der Kosten zu übernehmen, wie Bichlmaier erklärte. Alle anderen Alternativen seien zu teuer sagte sie, schlimmstenfalls könne es auch zu einer Sperrung kommen.

Eine Schotterstraße?

Heribert Schwindl von den Freien Wählern sah dies kritisch. Für Mountainbikes gehe eine Schotterstraße noch, aber für alle anderen Verkehrsteilnehmer sei es keine gute Lösung. Walter Siller von der SPD forderte, dass sich die Staatsforsten auch bei anderen Varianten mit einem entsprechenden Betrag beteiligen solle. „Der Freistaat Bayern schöpft von der Staatsforsten ja auch die Gewinne ab“ sagte er.

Zudem seien viele schwere Holztransporter auf der Straße unterwegs, nicht nur Bürger aus Stausacker und Touristen. Deshalb stellte er den Antrag, alle Möglichkeiten von Förderungen oder Kostenbeteiligungen zu überprüfen, und direkt mit dem Freistaat zu verhandeln. Dem Antrag stimmten die Stadträte mehrheitlich zu, eine weitere Diskussion und Entscheidung wurde somit auch hier vertagt.

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Areal

  • Das Gebiet

    westlich des Keldorados ist etwa 2,3 Hektar groß und gehört der Stadt Kelheim. Es ist jedoch nicht als Baugebiet ausgewiesen, sondern für Parkplätze und eventuelle Erweiterungen von Sportstätten vorgesehen. Momentan dient es als Parkplatz für das Freibad und das Donau-Gymnasium.

  • In der Mitte

    befindet sich ein Feld, zum Kanal hin eine Gastwirtschaft mit Kegelbahnen. Seit längerem wird immer wieder eine andere Nutzung diskutiert, bisher fand sich dafür keine Mehrheit im Kelheimer Stadtrat. (xku)

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