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Abensberg

Wally Günther im Alter von 87 Jahren gestorben

Vergangene Woche starb im Alter von knapp 87 Jahren Walburga Günther.

Walburga Günther starb mit 87 Jahren. Foto: Knott/Stadt Abensberg
Walburga Günther starb mit 87 Jahren. Foto: Knott/Stadt Abensberg

Abensberg.Die spontanen Kommentare in der Bevölkerung waren: Die Wally war ein „Stück Abensberg“, ein Urgestein und ein Abensberger Original. Günther war das Christkindl des Jahres 1932: Sie ist am 25. Dezember zur Welt gekommen. Und so wie das Christkindl die Menschen beschert mit guten Gaben, so hat es auch die Wally lebenslang gemacht.

Ihre große Leidenschaft war das Theaterspiel und so stand sie nicht nur unzählige Male auf der Kolpingbühne, sondern begeisterte mit ihrer Partnerin Vroni Steiner auf verschiedensten Veranstaltungen die Besucher. Ihre zweite Familie war die Pfarrgemeinde St. Barbara. Zusammen mit der früheren Mesnerin Resi Bauer hat die Wally 40 Jahre Woche für Woche für den Blumenschmuck in der Kirche gesorgt. Auch ihr Vorbeten bei den Sterberosenkränzen war über Jahrzehnte Hilfe und Trost für die Angehörigen.

Erst vor wenigen Jahren hat die Wally den monatlichen Seniorenkaffee der Pfarrei im Pfarrheim aufgegeben, den sie mit Herzblut auch unendlich lange betreute. Aber mit 80 darf man schon Dinge abgeben, doch sie hat nicht aufgegeben, denn wenn es in der Pfarrei ein Fest gab.

Sie war auch wie ein Gedächtnis der Stadt Abensberg. Wenn es galt, Erinnerungen und Geschichten aus der Vergangenheit präsent zu machen, dann war sie die richtige Adresse. Ja, sie konnte mit ihrer markanten Stimme viel erzählen, wie beispielsweise vom Schlittenfahren auf dem Hundsbuckel, von der Färber Marie, dem Kracherl Meier, dem Aufhängen der Wäsche auf der Bloach und von der Nachkriegszeit.

Das letzte halbe Jahr war dann für die Wally ein schwerer Weg, den sie in ihrer Art gegangen ist – geduldig, gläubig und humorvoll. Ihre positive Haltung war bis zum Schluss erlebbar, denn sie sah nicht das Ende, sondern ein Ziel. Auf diesem Weg fand sie große Unterstützung durch ihre Tochter Renate und den drei Enkelkindern. Am schönsten ist das Leben der Verstorbenen in ihrer Todesanzeige zusammengefasst: „Den Glauben vorbildlich gelebt, die Familie und die Menschen geliebt, das Lachen in die Welt getragen, zur Freude für alle.“

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