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Wassermassen lösen Großeinsatz aus

Ein Leck in einer Brunnenleitung zum Kelheim-Fibres-Werk drohte die Asylunterkunft und das Auto-Freilager zu fluten
Von Martina Hutzler

Die Wassermassen drückten sogar die massive Stützmauer an der Asylunterkunft um.  Foto: Alexander Auer
Die Wassermassen drückten sogar die massive Stützmauer an der Asylunterkunft um. Foto: Alexander Auer

Kelheim. Wassermassen von ungeahntem Ausmaß mussten die Kelheimer Feuerwehren am Samstagabend, 2. Mai, in der Regensburger Straße von Kelheim bekämpfen. Auslöser waren nach ersten Erkenntnissen wohl Wartungsarbeiten bei Kelheim Fibres.

An einer Leitung, die zwischen dem zum Werk gehörigen VfL-Gelände und der eigentlichen Produktionsstätte an der Regensburger Straße führt, hat sich am Samstagabend offenbar ein provisorisch montierter Leitungs-Verschluss gelöst. Das führte zu einem gewaltigen Wasserschwall: Unter anderem stürzte an der Asylunterkunft, die neben dem VfL-Gelände liegt, eine massive Stützmauer ein.

Die Wassermassen drückten sogar die massive Stützmauer an der Asylunterkunft um.  Foto: Alexander Auer
Die Wassermassen drückten sogar die massive Stützmauer an der Asylunterkunft um. Foto: Alexander Auer

Angesichts dieser Einsatz-Dimension, die sich der erst-alarmierten Feuerwehr Affecking bot, wurden weitere Kräfte nachalarmiert: Auch die Feuerwehr Kelheim-Stadt und die Werksfeuerwehr von Kelheim Fibres, deren Kommandant Markus Weigert die Einsatzleitung übernahm, rückten an und brachten ihre Hochwasser-Pumpen mit, berichtet Kelheims Kommandant Bernhard Kleiner.

Den Feuerwehren gelang es schließlich, den Wasserschwall über eine Straße in Richtung BLG-Autostellplatz kontrolliert abzuleiten.   Foto: Alexander Auer
Den Feuerwehren gelang es schließlich, den Wasserschwall über eine Straße in Richtung BLG-Autostellplatz kontrolliert abzuleiten. Foto: Alexander Auer

Es bestand die Gefahr, dass die gesamte Asylunterkunft unterspült und der anschließende Hang oberhalb der BLG-Autostellplätze abgeschwemmt worden wäre. Das ließ sich laut Kleiner durch ein kontrolliertes Abpumpen und Ableiten der Wassermassen verhindern; ebenso eine Not-Abschaltung des Fibres-Werks: Eine Umgehungsleitung zu einem Teil der Brunnen, aus denen der Betrieb sein Prozesswasser gewinnt, konnte hergestellt werden. Gegen ein Uhr morgens konnten die Wehren dann abrücken.

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