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Wasserschaden in sechsstelliger Höhe

Wasserleitungsrohr von Kelheim Fibres-Anlage in Affecking hatte sich von Muffe gelöst - über 3000 Kubikmeter entwichen.
Von Elfi Bachmeier-Fausten

Feuerwehreinsatz wegen eines Schadens im Wasserleitungsnetz von Kelheim Fibres. Ein Wasserrohr hatte sich von einer Verbindungsmuffe gelöst. Foto: Kleiner
Feuerwehreinsatz wegen eines Schadens im Wasserleitungsnetz von Kelheim Fibres. Ein Wasserrohr hatte sich von einer Verbindungsmuffe gelöst. Foto: Kleiner

Kelheim.Die Ursache für den großen Wasserschaden am Samstagabend in Kelheim-Affecking ist bekannt: Ein Brunnenleitungsrohr hatte sich von einer Verbindungsmuffe gelöst. Allerdings war am Montag nach Auskunft von Wolfgang Ott, Leiter des Bereiches Gesundheit, Sicherheit, Umwelt von Kelheim Fibres, nicht bekannt, wodurch die Rohrleitungsverbindung „aufgegangen ist“. Es entstand jedoch ein beträchtlicher Sachschaden.

Für Kräfte der Werksfeuerwehr von Kelheim Fibres, der Freiwilligen Feuerwehren Kelheim-Stadt und Affecking war am 2. Mai kein ruhiger Abend angesagt. Gegen 20.15 Uhr tauchte das Leitungsproblem auf dem Freigelände des Werks, das südöstlich des Sportgeländes liegt, auf. Aus einer offenen Grube sprudelten gewaltige Wassermassen. Ott sagte, dass an der Rohrleitung am Donnerstag Reparaturen erfolgt seien, jedoch nicht an der Stelle, die sich dann am Samstag öffnete. Ob es einen Zusammenhang mit den Reparaturarbeiten gibt, könne abschließend nicht gesagt werden so Ott am Montag zur Reporterin.

„Eingriff von außen ausgeschlossen“

Er betonte aber: „Ein Eingriff von außen ist ausgeschlossen. Das Rohr war vom Material her intakt.“ Es handle sich um die Zentralleitung, an der die Wasserbrunnen des Werkes angeschlossen seien. Vier der insgesamt zehn Brunnen befinden sich auf diesem Areal.

Insgesamt über 3000 Kubikmeter Wasser sind aus dem Leck geflossen. Gegen 22.30 Uhr war Ott zufolge die Zentralleitung abgeschiebert. Außerdem pumpten Kräfte der Werksfeuerwehr und von Freiwilligen Feuerwehren Wasser aus der Grube ab in Richtung benachbarte Bereiche, in erster Linie auf Wiesen und Felder. Zuvor bereits war Wasser in Richtung der Wohnheime und des benachbarten BLG-Geländes, auf dem Autos gelagert sind, geflossen. Da Erdreich abgerutscht sei, hätten sich Ott zufolge auch Teile einer Böschung bei einer Autolagerfläche gelöst. Es seien „einige wenige Fahrzeuge beschädigt worden“.

Rohrbruch

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Die Viskoseproduktion bei Kelheim Fibres war um 21.10 Uhr präventiv eingestellt worden. Am Sonntag um 2.35 Uhr sei die erste Linie wieder angefahren worden, nachmittags war laut Ott wieder das normale Produktionsniveau erreicht. Allerdings hat es durch den Produktionsstopp einen Ausfall der Produktionsmenge von circa 50 Tonnen Viskosefasern gegeben.

Gutachter ist eingeschaltet

Wolfgang Ott geht davon aus, dass am Samstagabend ein Gesamtschaden in Höhe einer sechsstelligen Summe entstand und der Fremdschaden eine fünfstellige Summe ausmache. Einen Personenschaden und auch einen Umweltschaden habe es nicht gegeben. Kelheim Fibres schaltete nach Auskunft von Wolfgang Ott wegen der Haftpflichtversicherung einen Gutachter ein.

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Insgesamt circa 70 Feuerwehrkräfte waren nach Auskunft von Bernhard Kleiner, Kommandant der Feuerwehr Kelheim-Stadt, im Einsatz. Darunter auch Angehörige der Feuerwehr Affecking und der Werksfeuerwehr. Es sei eigentlich das Wasser nur umgeleitet worden, denn es habe die Gefahr bestanden, dass ein Wohnheimgebäude unterspült werden. In der Nähe dort ist, wie berichtet, eine Stützmauer eingestürzt.

Regierung nutzt nur ein Gebäude

  • Situation

    Nach Auskunft der Regierung, die für die Unterbringung für Asylbewerber zuständig ist, ist das Gebäude in Affecking, in dem 32 Personen wohnen, nicht betroffen. Die Regierung ist Mieterin des Hafenzweckverbandes. Wie die Pressestelle auch mitteilte, werden „die anderen beiden Gebäude derzeit nicht von der Regierung von Niederbayern genutzt“.

Von dem Wasserschaden sind laut Tobias Schlauderer, Geschäftsführer des Hafen-Zweckverbandes Kelheim-Saal, zwei der drei Asylbewerber-Wohngebäude des Zweckverbandes betroffen, das Haus Süd und Mitte. Das Haus Süd sei nicht belegt gewesen.

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