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Baupläne

Weitere Tankstelle im Osten Abensbergs

In der Babonenstadt wird gebaut: Projekte an der Straubinger Straße und in Sandharlanden sorgen aber auch für Diskussionen.
Von Wolfgang Abeltshauser

An der Straubinger Straße soll eine weitere Tankstelle Platz finden.  Foto: Wolfgang Abeltshauser
An der Straubinger Straße soll eine weitere Tankstelle Platz finden. Foto: Wolfgang Abeltshauser

Abensberg.In der Straubinger Straße soll eine weitere Tankstelle entstehen. Im Ortsteil Sandharlanden will ein Spargel- und Beerenproduzent weiteren Wohnraum für Saisonarbeitskräfte schaffen. Beide Vorhaben erhielten zwar das grüne Licht des städtischen Bauausschusses. Allerdings hatten die Politiker auch jeweils deutlichen Diskussionsbedarf.

Leerstand soll verschwinden

An der Straubinger Straße soll die Tankstelle eine derzeit nicht genutzte Werkstatt ersetzen. Dieses Gebäude soll abgerissen werden. Zehn Zapfstellen sind nach den Worten des Vertreters des Bauaumts Gerhard Rölz vorgesehen. Der Bauherr habe die Zufahrt auf das Gelände von der Straubinger Straße her, die eine Staatsstraße ist, mit dem staatlichen Bauamt abgesprochen. Eine Abbiegespur ist vorgesehen.

Trotzdem äußerten die Gremiumsmitglieder Bedenken. Entsprechende Wortmeldungen kamen von Claudia Ziegler (SPD) und Richard Zieglmeier (Grüne). Wobei Fritz Zeilbeck (CSU) anmerkte, dass die Abbiegespur im Grundsatz die Situation verbessere.

Das Verkehrsaufkommen werde sich sicherlich erhöhen – da waren sich alle einig. Schon jetzt gebe es zu Stoßzeiten stadtauswärts vor dem Kreisverkehr Staus. Die Frage sei, ob dann Fahrzeuge, die vom Gelände stadteinwärts fahren wollen, das so ohne weiteres schaffen. Simon Steber (Junge Liste) und Gertraud Schretzlmeier (CSU) forderten deshalb, diesen Weg aus dem Gelände heraus mittels Verkehrszeichen – durch einen Abbiegepfeil nach rechst – zu untersagen. Der Umweg über den Kreisverkehr sei hinzunehmen. Wie von Sitzungsleiter Dr. Bernhard Resch (Fraktion Land) angedacht, wurde dieser Vorschlag mit in den Beschluss aufgenommen.

Radfahrer nicht vergessen

Ziegler mahnte an, bei den Planungen den vorhandenen Geh- und Radweg nicht zu vergessen. Oftmals würden Autofahrer bei solchen Ausfahrtssituationen zu wenig Rücksicht nehmen. Rölz sagte zu, darauf zu achten. Das sei ohnehin Planungshoheit der Stadt.

Entlang der Straße zwischen Sandharlanden und Eining will ein Landwirt weitere Wohnräume für Saisonarbeiter errichten. Aufgestellt werden sollen dabei nicht etwa zusätzliche Container, wie es schon einige gibt. Die Bauvoranfrage weißt ein festes Gebäude für insgesamt 72 Personen auf. Auf Nachfrage von Ziegler betonte Rölz, dass es Sache der Baubehörde im Landratsamt sei, zu prüfen, ob das Projekt privilegiert ist oder nicht. Denn eigentlich darf im Außenbereich nicht gebaut – außer es handelt sich um ein klar landwirtschaftliches Vorhaben.

Siegfried Eisenknappel (UWL) kritisierte grundsätzlich die Möglichkeit, auf diese Weise Wohnhäuser auf der Flur zu errichten. Die eigentlichen Regularien – etwa Bebauungspläne – würden so ausgehebelt. „Wer garantiert uns, dass der Bau nicht zwölf Monate bewohnt ist?“, fragte Simon Steber in die Runde. Rölz betonte seinerseits, dass der Bauantrag nur auf Saisonarbeiter abzielt. Zeilbeck bezweifelt, dass das Vorhaben durch die Privilegierung gedeckt ist. Zieglmeier äußerte sich ähnlich. In den Blick der Politiker geriet außerdem die vorhandene Unterkunft auf dem Areal. Dabei handelt es sich um Container, in denen sich laut Rölz 34 Wohnplätze befinden. Auf Nachfrage betonte er, dass es durchaus sein könne, dass die dann entfernt werden müssen. Wenn das Landratsamt zum Schluss kommt, dass insgesamt nicht so viele Wohneinheiten notwendig sind.

Direkt im Anschluss

Vor wenigen Wochen erst hatte der Rat über ein Vorhaben in der direkten Nachbarschaft zu befinden. Dort ist es notwendig, einen Bebauungsplan aufzustellen. Dem dortigen Landwirt soll es ermöglicht werden, auf seinem Grundstück Ferienwohnungen und eine Gastronomie zu errichten. Auch damals ging es um das Stichwort Privilegierung. Die in diesem Fall aber nicht greift. Deshalb soll der Bebauungsplan aufgestellt werden. Und auch hier gab es Diskussionen in den politischen Gremien der Stadt. Befürchtungen wurden laut, dass das gesamte Areal zu groß würde. Außerdem sei man sich nicht sicher, ob das Projekt Auswirkungen auf die Verkehrslage habe.

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