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Grosseinsatz

Weltenburg hat 100-jährlichen Flutschutz

Der Probeaufbau der Schutzelemente auf der Mauer an der Weltenburger Asamstraße hat reibungslos funktioniert.
Von Elfi Bachmeier-Fausten

  • Aufbau der Hochwasser-Schutzelemente auf der Mauer entlang der Asamstraße. Foto: Stadt Kelheim
  • Der Aufbau wird begutachtet. Foto: Stadt Kelheim
  • Durch Schutzelemente kann die Hochwassermauer erhöht werden. Foto: Stadt Kelheim

Weltenburg .Bei drohender Flutgefahr bleibt Weltenburgern, deren Anwesen im Hochwasserschutzgebiet liegen, in der Zukunft wohl eine Zitterpartie erspart. Der Kelheimer Ortsteil hat nun einen 100-jährlichen Flutschutz. Denn: für die Hochwassermauer entlang der Asamstraße stehen jetzt zum Aufbau Schutzelemente zur Verfügung. Testweise wurden diese am Samstag aufgestellt. Laut Georg Sinzenhauser, Ordnungsamtsleiter der Stadt und Kommandant der Feuerwehr Kelheim-Stadt, hat das reibungslos funktioniert.

Viele im Einsatz

Die Auf- und Abbauarbeiten erstreckten sich von 9 Uhr bis 16.30 Uhr. Im Einsatz waren dabei 26 Kräfte der Feuerwehr Kelheim-Stadt und 17 Aktive der Feuerwehr Weltenburg sowie fünf Mitarbeiter des städtischen Bauhofes. Anwesend waren auch vier Mitarbeiter der Element-Herstellerfirma, Kelheims Ordnungsamtsleiter Georg Sinzenhauser, der Leiter der Stadtbauamtes, Andreas Schmid, und Bauamtsmitarbeiter Martin Schäffer.

Wie Schmid sagte, sei es eine intensive Arbeit bezüglich des Geräte- und Personaleinsatzes. Die Stützen, in die die Elemente (3,06 Meter Breite, Höhe 20 Zentimeter, Stärke zehn Zentimeter) kommen, sind zwischen 2,10 Meter und 2,30 Meter lang. Wenn Hochwasser sein sollte, drücke dieses dagegen und die Elemente mit Hohlprofil füllten sich von der Seite her mit Wasser. Die Schutzelement werden an den Stützen von oben aus mit Klammern verriegelt.

Am Samstag sind alle Stützen – laut Schmid circa 110 Stück – aufgebaut worden, von den Balkenverschlüssen nur ein Teil – etwa 400 von den 1120 für die Mauer vorhandenen. Der Stadtbaumeister wies darauf hin, dass sowohl eine Reserve an Stützen als auch Elementen vorhanden sei. Unter anderen auch für die Parkplatzzufahrten gibt es Schutzelemente.

Speziell für die Schutzausrüstung für den Ort Weltenburg ist eine Lagerhalle neben der Kirche geschaffen worden, die seit vergangenem Herbst fertig ist. Die Hochwasserschutzelemente für das Kloster sind im Buchhof eingelagert.

Wie Georg Sinzenhauser nach dem Probeaufbau am Samstag in der Ortschaft Weltenburg sagte, werde dafür im Hochwassereinsatzplan eine Aufbauzeit von fünf Stunden vorgesehen.

Im Hochwasserfall müsste für das Kloster der Aufbau des Schutzes nach der Prognose erfolgen, da dieser dort nur von der Wasserseite erfolgen könne. Dafür würden sechs Stunden benötigt.

Angesichts des neuen Flutschutzes für den Ort Weltenburg sagte Georg Sinzenhauser: „Die Arbeit wird nicht weniger.“ Denn nach einem Hochwasser müsste die Schutzausstattung auch wieder gereinigt werden. Bei einer große Flut schließ´t er nicht aus, dass trotz der Schutzanlagen auch etwas Sickerwasser austreten könne und unter Umstände Pumpen eingesetzt werden müssten.

Durch die Ausstattung sei die Qualität der Arbeit eine andere und es sei auch kein Provisorium, das eine Gefahr mit sich bringe, mehr. Sinzenhauser: „Es ist alles Menschenmögliche für Weltenburg getan worden.“ Er betonte aber: „Einen 100-prozentigen Hochwasserschutz gibt es nicht.“ Er meinte damit unvorhersehbare Überraschungen der Naturgewalt.

„Eine spezielle Aufgabe“

Laut Weltenburgs Feuerwehr-Kommandant Bernhard Gruber war „die Aufbauaktion am Samstag natürlich eine spezielle Aufgabe für die Feuerwehren Weltenburg und Kelheim. Der große Personalaufwand war deshalb nötig, weil die Elemente für den HW 100 erst ausgeliefert wurden und noch nicht speziell sortiert gelagert waren. Bei dem Probeaufbau ging es in erster Linie dann ja auch um die Kontrolle, ob die Baumaßnahmen richtig durchgeführt und die Hochwasserelemente passgenau gefertigt wurden. Im Nachgang nun werden alle Erkenntnisse zusammengetragen und in ein Ablaufkonzept eingearbeitet. Dadurch kann künftig der Personal-/Zeitaufwand gesenkt werden.“ Einwohner Weltenburgs seien über den Abschluss der Hochwasserschutzmaßnahmen sehr froh und auch erleichtert, so Kommandant Bernhard Gruber.

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