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Kommentar

Wer zahlt die Folgekosten?

Ein Kommentar von Benjamin Neumaier

Der „Brandbrief“ der Grundschule Hohenpfahl macht es deutlich: Noch längst nicht sind alle Schulen dort, wo sie hin sollen. Und er zeigt, dass unser Schulsystem – mit seinen vielen Komponenten – in der Digitalisierung hinterherhinkt! Schulnote 4 minus.

Natürlich gibt es Leuchtturm-Beispiele wie die Medienreferenzschule Grundschule Offenstetten oder auch weitgehend digitale Schulen wie die Realschule in Abensberg, aber bisher fußte das auf dem Engagement von Rektoren oder Lehrern. Von oben angeleitet ist die Digitaloffensive ja nun erst seit März 2019, als Bundestag und Bundesrat den Digitalpakt verabschiedeten. Nun wird allenthalben gewerkelt, um die Schulen möglichst schnell auf ein akzeptables digitales Level zu bringen. Sprich: Grundausstattung. Tiefgreifendere Veränderungen – schnelles Internet, gesichertes WLAN oder komfortable Ausstattung mit Grundgeräten – werden dennoch erst Mitte 2020 oder gar erst 2021 flächendeckend ankommen. Umzusetzen haben das die Länder und letztlich die Kommunen.

Doch wie sieht es in fünf Jahren aus? Ist das digitale Klassenzimmer, so wie es jetzt installiert wird, dann noch das Nonplusultra? Wie viele Rechner, Tablets und Co. müssen ausgetauscht werden? Wie hoch sind Wartungs- und Instandhaltungskosten? Und vor allem: Wer zahlt das dann? So wie es aktuell aussieht, die Kommunen. Denn der Digitalpakt ist nichts anderes als eine Anschubfinanzierung – und deshalb noch lange nicht ausreichend.

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