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Region Kelheim
Montag, 23. Juli 2018 24° 2

Gemeinderat

Wie teuer wird das neue Baugebiet?

Das Areal „Hinterm Dorf V“ wird genau untersucht, um die Gefahren durch Hangwasser möglichst klein zu halten.
Von Gabi Hueber-Lutz

Auf dieser Fläche soll das Baugebiet „Hinterm Dorf V“ ausgewiesen werden.  Foto: Hueber-Lutz
Auf dieser Fläche soll das Baugebiet „Hinterm Dorf V“ ausgewiesen werden. Foto: Hueber-Lutz

Teugn.Zwischen der Straße Hinterm Dorf bis auf Höhe Blumenhang soll ein neues Baugebiet mit zirka 35 Parzellen entstehen. Zunächst muss jedoch geklärt werden, ob es wirtschaftlich erschlossen werden kann. Das Problem ist das Hangwasser, das abgeleitet werden muss. Bevor man deshalb mit dem ganzen Verfahren zur Aufstellung des Bebauungsplans beginnt, soll erst geklärt werden, welche Kosten auf die Gemeinde und auch auf die potenziellen Bauherren zukommen. Bei seiner Sitzung am Montag befasste sich der Gemeinderat intensiv mit dem Thema.

Vorsicht bei Starkregen

Auf der einen Seite braucht man Bauland für die Teugner, auf der anderen Seite muss die Erschließung finanziell realisierbar sein. Auch mit dem Wasserwirtschaftsamt habe man sich das Areal schon angesehen, so Geschäftsleiter Tobias Zeitler. Um das Wasser bei Starkregen zurückzuhalten, könne man den Bauherrn eine Zisterne zur Auflage machen. Auch die vorhandenen Mischwasserkanäle dürfen im Fall eines heftigen Regens nicht als Vorfluter verwendet werden. Das größere Problem sei dabei die Fläche, die oberhalb des potenziellen Baugebiets liegt. Das Hangwasser dieser Fläche müsse durch das Baugebiet ins Roithbächlein geleitet werden.

Das Wasser dürfe aber nicht zu schnell in den Bach fließen, um nicht bei den Unterliegern die Hochwassergefahr zu verschärfen. Der Gemeinderat stehe in der Verantwortung, hier sein Möglichstes zu tun. Die Vorermittlungen werden zirka 10 000 Euro kosten. Sie seien aber absolut sinnvoll, sagte Bürgermeister Manfred Jackermeier. Wenn das Baugebiet kommt, würden sie sowieso benötigt. Das Ingenieurbüro BBI wird nun Berechnungen für das Baugebiet und den darüberliegenden Hang anstellen, das Ingenieurbüro Ferstl die Einleitung des Hang- und Regenwassers ins Roithbächlein berechnen. Beide Büros haben früher schon Vorarbeiten in diesen Gebieten geleistet.

Bei der Sitzung beschloss der Rat auch, die Planung für das Kernwegenetz im Gemeindegebiet einzureichen. Sie ist im Rahmen der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) Donau-Laber entstanden. Die Gemeindewege werden darin je nach Dringlichkeit ihres Ausbaus eingestuft. Priorität eins in Teugn hat der Ausbau des Kreuthwegs. Die Fördersumme, die die Gemeinde erhalten würde, beträgt 85 Prozent.

Kleiner Fördertopf

Jedoch, so dämpfte Bürgermeister Jackermeier etwaige Erwartungen, im Fördertopf für ganz Niederbayern lägen zwei Millionen Euro. 22 ILEs gibt es in Niederbayern und die ILE Donau-Laber bräuchte allein schon 3,7 Millionen Euro, wenn jede ihrer Gemeinden einen Weg machen will.

Um eine Sanierung ging es bei der Flurstraße Buchberg/Hauserer Berg. Jackermeier wurde ermächtigt, die Maßnahme bis zu einem Betrag von 20 000 Euro in eigener Zuständigkeit durchzuführen. Das Gleiche gilt für die Anschaffung von Raffstores für die Grundschule bis zu einem Betrag von 6000 Euro. Neun elektrisch steuerbare Außenrollos sollen montiert werden, um im Sommer die Zimmer auf der Südseite beschatten zu können.

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