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Wildenberger Kita-Grüße in Corona-Zeiten

Um Kontakt zu ihren Kindergartenkindern zu halten, hat das Team vom Zwergerlhaus einen Song gedichtet und ein Video gedreht.
von Roswitha Priller

Das Team vom „Zwergerlhaus“ hat die Räume umgestaltet und geweißt. Mit einem Musik-Video überraschten sie Kinder und Eltern.  Foto: Roswitha Priller
Das Team vom „Zwergerlhaus“ hat die Räume umgestaltet und geweißt. Mit einem Musik-Video überraschten sie Kinder und Eltern. Foto: Roswitha Priller

Wildenberg.Kinderlachen ist im „Zwergerlhaus“ schon seit Wochen nicht mehr zu hören. Der Kindergarten der Gemeinde hat seit Mitte März geschlossen, um die Verbreitung des Corona-Virus einzudämmen. Die Möglichkeit der Notbetreuung wurde bislang von den Eltern noch nicht in Anspruch genommen. Trotzdem hört man es vormittags im Zwergerlhaus rumoren.

Frischer Anstrich

„Wir haben die Zeit bisher genutzt, um alles Spielzeug zu reinigen und auch das ein oder andere aussortiert“, gibt Leiterin Michaela Müller Auskunft. Gleichzeitig kam die Idee, auch den Räumen einen frischen Anstrich zu verpassen. Damit die Kinder und ihre Eltern an all den Aktionen ein bisschen Teil haben können, hat das Erzieher-Team einen passenden Song gedichtet. „Wir vermissen die Kinder sehr. Damit sie wissen, was in ihrem Zwergerlhaus gerade passiert, hatte ich die Idee mit dem Lied“, erzählt Erzieherin Anke Schreiber. Ihre Kolleginnen hatte Schreiber schnell überzeugt. Und so dichteten sie neben all der Arbeit zu einer Melodie von Detlef Jöker ihren Song. „Wir putzen, waschen, räumen, wollen keine Zeit versäumen“, heißt es da etwa. Mit passenden Filmsequenzen zu den einzelnen Strophen wurde der Video-Gruß perfekt. Die Zuschauer werden quasi an die Hand genommen und können die Veränderungen miterleben. So ist beispielsweise der große Jahreszeitenbaum für die Geburtstage ganz neu. Es sei ganz wichtig, mit den Kindern und ihren Familien in Kontakt zu bleiben, ist sich das Team einig. Letzte Woche wurde das Video verschickt. Die Reaktionen der Eltern seien umwerfend gewesen. „Es kam eine richtige Rückmeldewelle von den Eltern. Die Kinder wollten das Video ganz oft anschauen.“

Frederik bringt mit seiner Mama ein Bild für den Kindergarten vorbei.  Foto: Roswitha Priller
Frederik bringt mit seiner Mama ein Bild für den Kindergarten vorbei. Foto: Roswitha Priller

Als weitere Brücke zum Kindergarten werden die Vorschulkinder mit Aufgaben aus ihrem Übungsheft bedacht. Und alle dürfen Bilder malen, die dann von außen sichtbar ausgehängt werden. „Als ich die Hefte zu den Familien gebracht habe, gab es viele bewegende Momente“, so Müller. Über den Gartenzaun wurden die neuesten Erlebnisse ausgetauscht. Jetzt bekommen sie - wie teilweise ihre großen Geschwister - wöchentlich eine Hausaufgabe gestellt. „Wir kümmern uns um unsere Vorschulkinder, damit sie optimal vorbereitet in die Schule starten können“, so Müller.

Überraschung im Garten

Viele Kinder führt ein Spaziergang am Zwergerlhaus vorbei. Im Eingang hängen schon einige Bilder von den Kleinen. Frederik (3) bringt gerade eines mit seiner Mama vorbei. Auf dem Bild ist ein großer Fesselballon, in dem alle Kinder mit Anke und Katja einen Ausflug machen, zu sehen. Frederik vermisst den Kindergarten sehr. Das Video fand er toll. „Ich war wirklich sehr gerührt“, sagt seine Mama Caro. Und Frederiks Neugier ist geweckt. Denn aus dem Lied war zu erfahren „wenn wir dann im Garten nach langem Warten starten, dann wird euch was Neues erwarten“. Was das wohl sein mag? Frederik ist sich sicher, dass es im Garten eine tolle Überraschung gibt. Die kann er hoffentlich bald erkunden.

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