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Jubiläum

Wo halb Bad Abbach schwimmen lernte

Die Wasserwacht feierte 40. Geburtstag. Durch ihren Einsatz entschärften die Mitglieder manche brenzlige Situation.
Von Gabi Hueber-Lutz

Die Bad Abbacher Wasserwacht feierte in der Wachstation Kapfelberg ihr 40-jähriges Bestehen. Foto: Gabi Hueber-Lutz
Die Bad Abbacher Wasserwacht feierte in der Wachstation Kapfelberg ihr 40-jähriges Bestehen. Foto: Gabi Hueber-Lutz

Bad Abbach.Kürzlich feierte die Bad Abbacher Wasserwacht ihren 40. Geburtstag in ihrer Wachstation in Kapfelberg. Direkt an der Donau sind sie beheimatet. Vorsitzender Horst Notz blickte auf die vier Jahrzehnte zurück. „Es ist immer gut, wenn man anderen Menschen helfen kann“, fasste er das Engagement der Ortsgruppe zusammen. Seit 1993 ist Notz, bis auf eine kurze Zeit dazwischen, der Vorsitzende. Im Juli 1979 gründete sich die Gruppe, 1981 gab es die erste offizielle Vorstandschaft mit Erhard Narr an der Spitze, Karl Lindner übernahm 1984.

Sehr viele Mitglieder

Der Verein ist mit 470 Mitgliedern relativ groß; die Riege der aktiven Wasserwachtler ist aber deutlich geringer. In der Bevölkerung ist die Wasserwacht durch ihre Schwimmkurse verankert. Ganz so breit ist das Angebot aus räumlichen Gründen nicht mehr. Früher, als das alte Hallenbad im damaligen Rheuma-Zentrum noch existierte, gab es für die Schwimmkurse noch mehr Kapazität. Auch im Asklepios-Klinikum kann die Wasserwacht noch Schwimmkurse geben, aber nicht mehr so viele.

Hilfe und Gaudi

  • Urgestein:

    Unvergessen ist der Auftritt von Bernhard Schöberl beim Heinrichsumzug 2007. Als Badenden zog ihn Horst Notz in einem Leiterwagen voller Wasser durch den Ort und seine „Sklaven“ bürsteten ihn ab. (lhl)

Ein wichtiger Einschnitt im Verein war der Umzug in ihr Häusl. Von 1983 an hatte die Wasserwacht einen Wohnwagen in Kapfelberg an der Donau stehen, dann spendierte ihnen ein Metzgermeister ein Holzhäusl, das er in Wolfsegg abbauen musste. In Kapfelberg wurde das gar nicht so kleine Domizil wieder aufgebaut. Seither hatte der Verein einen festen Stützpunkt. Das habe der Wasserwacht schon Auftrieb gegeben, blickte Notz zurück. Im vergangenen Jahr bauten die Mitglieder noch einen kleinen Geräteschuppen bei ihrer Wachstation dazu. In Bad Abbach versahen sie ihren Dienst erst im Schwimmbad am Kalkofenring, dann im Schwimmbad auf der Freizeitinsel. Die Wachstation dort – den markanten Turm nahe des Springerbeckens – baute die Wasserwacht in Eigenregie.

Retter in der Not

Der Verein war sehr sportlich unterwegs. Bei den traditionellen Nachtmärschen der Reservisten seien sie „fast unschlagbar“ gewesen. Bei schönem Wetter machen sie regelmäßig an den Wochenenden Dienst in der Wachstation in Kapfelberg. Im Mai war das ein großes Glück für einen Fischer aus Straubing. Sein Boot kenterte in der Nähe und versank. Die Wasserwachtler bargen das Boot sofort wieder. Auch das ganze Equipment, das mit untergegangen war, brachten sie ans Ufer.

Als Erstversorger sind sie ebenfalls gefragt. Zum Beispiel vergangenes Jahr, als ein Mann von einem Boot ins Wasser fiel und von einer Schiffsschraube verletzt wurde. Bürgermeister Ludwig Wachs dankte den Wasserwachtlern für ihre „tolle Unterstützung“ und freute sich, dass viele junge Leute zur Feier gekommen waren. Denn auch das Miteinander ist wichtig. Beim Blick ins herumgereichte Fotoalbum wurden viele Erinnerungen wach.

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