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Aufgeklärt

Wucher bei Türöffnung – Täter gefunden

Der Schlüsseldienst, der kürzlich von einem Kelheimer Landkreisbürger 1500 Euro, für seine Dienste forderte, ist ermittelt.

Die Gauner waren für die Kelheimer Polizei keine Unbekannten. Foto: Gross
Die Gauner waren für die Kelheimer Polizei keine Unbekannten. Foto: Gross

Kelheim.Vor eineinhalb Wochen war einem Kelheimer Landkreisbürger die Tür ins Schloss gefallen, der Schlüssel steckte innen. Er fiel auf einen betrügerischen Schlüsseldienst herein. Nun gibt es gute Nachrichten von der Polizei.

Nach einer Google-Suche wählte der Mann am Sonntag, 5. Mai, eine 0800-Nummer und bestellte dort einen Schlüsseldienst. Zwei Männer kamen schließlich mit einem alten Pkw Opel-Avant. Zunächst wurde ein Fix-Preis von 420 Euro vereinbart. Jedoch schafften die Männer es nicht, die Türe mit ihren dubiosen Methoden zu öffnen. Folglich sollte das Schloss aufgebohrt und ausgetauscht werden. Hierfür wurden 89 Euro je 15 Minuten Arbeitszeit veranschlagt. Schließlich legte der Schlüsseldienst eine Rechnung über 1500 Euro vor. Der Betrag musste dann unmittelbar vor Ort per EC-Karte bezahlt werden (wir berichteten).

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Auch Kelheimer werden immer wieder Opfer unseriöser Schlüsseldienste. Statt sich zu schämen, sollte man die Polizei holen.

Der Schlüsseldienst und der Vermittler waren laut Kelheimer Polizei bereits mehrmals einschlägig auffällig. Schlüsseldienste aus Nordrhein-Westfalen, deren Telefonnummern online gefunden werden, seien daher mit besonderer Vorsicht zu genießen. Betroffene sollten stattdessen versuchen auf regionale Schlüsseldienste zurückzugreifen und auch hier bei derart hohen Forderungen nicht sofort zu bezahlen, rät die Kelheimer Polizei. Im Zweifelsfall sollte man sich eine Rechnung ausstellen lassen oder die Polizei kontaktieren.

Nach den Ermittlungen der Kelheimer Polizei handelt es sich bei den Betrügern um Angehörige einer Schlüsseldienstfirma aus dem Kreis Mettmann/Nordrhein-Westfalen. Diese Firma und ihre Mitarbeiter waren dem zuständigen Ermittler bereits bekannt, so dass er zusammen mit dem letzten Opfer die beiden Täter anhand vorhandener Lichtbilder identifizieren konnte. Nach derzeitigen Erkenntnissen waren beide bereits im März und April im Raum Regensburg tätig.

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