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Zahnärzte stellen Versorgung sicher

Auch in der jetzigen Corona-Krise muss kein Bürger, kein Patient Angst haben, dass er derzeit keinen Zahnarzt findet, betont Dr. Werner Heinrich, stellvertretender Vorsitzender der KZV-Bezirksstelle Niederbayern und stellvertretender Obmann der Zahnärzte des Landkreises Kelheim.

Ein siebenjähriges Mädchen wird von einer Zahnärztin behandelt. Foto: Patrick Pleul/zb/dpa
Ein siebenjähriges Mädchen wird von einer Zahnärztin behandelt. Foto: Patrick Pleul/zb/dpa

Abensberg.Zur Aufrechterhaltung der zahnmedizinischen Versorgung sind prinzipiell alle Zahnarztpraxen geöffnet und behandlungsbereit. Sinnvollerweise empfiehlt sich vorab ein Anruf bei seinem Zahnarzt zur Terminvereinbarung. Auf diese Weise lässt sich die Wartezeit auf ein Minimum begrenzen, und die Wartebereiche sind nicht überfüllt. Zusätzlich hat die Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns jetzt auch wochentags einen bayernweiten flächendeckenden Notdienst organisiert, einsehbar unter www.kzvb.de. Eine große Verunsicherung bei den Patienten ist zu spüren: „Kann ich mich beim Zahnarzt anstecken?“

Eine Übertragung von Infektionserkrankungen in zahnärztlichen Praxen ist nach allen Forschungsergebnissen unwahrscheinlich. Seit langem existieren rechtlich bindende Hygienevorschriften, die in den Praxen im Rahmen des Qualitätsmanagements grundsätzlich umgesetzt werden. Das war bereits vor Ausbruch der Corona-Epidemie der Fall, denn die Praxis-Teams mussten sich schon immer gegen Aids, Hepatitis B und C sowie Tuberkulose schützen, um nur einige wenige zu nennen.

Die zahnärztlichen Schutzmaßnahmen wie Handschuhe, Mund-Nasenschutzmasken, Schutzbrille, Absaugtechnik, Desinfektionsmaßnahmen und vieles mehr, was das Robert-Koch-Institut vorgibt und auch laufend aktualisiert, schützen sowohl Patienten/ -innen und umgekehrt das zahnärztliche Team. Selbst in Wuhan, einem der Zentren der Corona-Pandemie, ist keine Infektion von Zahnarzt auf Patient dokumentiert.

Den Umfang der individuellen zahnärztlichen Behandlungsmaßnahmen sollten Patienten mit ihren Zahnärzten abstimmen. Bei rein ästhetischen Maßnahmen und bei stark vorerkrankten Patienten wird allgemein empfohlen, die Behandlungen zu verschieben. Unverdächtige und gesunde Patienten können ganz normal behandelt werden; wenn man hier behandlungsbedürftige Befunde verschiebt, können die Folgen sehr viel aufwendiger sein.

Anders stellt sich die Situation bei Patienten dar, die mit Covid-19 infiziert sind und/oder unter Quarantäne stehen. Diese Patienten dürfen die Zahnarztpraxis keinesfalls ohne vorherige Rücksprache betreten. Für absolut notwendige Akutbehandlungen bei infizierten Patienten sind spezielle Behandlungszentren bzw. Schwerpunktpraxen vorgesehen.

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