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Ortsentwicklung

Zufriedenheit macht sich breit

Ein neues Zentrum ist der Lohn für gemeinschaftliches Engagement in Großmuß. Und Geld ist auch noch da.
Von Edith Vetter

Pfarradministrator Walter Csar segnete den Kirchenvorplatz, das Kriegerdenkmal und den Dorfplatz in Großmuß. Foto: Vetter
Pfarradministrator Walter Csar segnete den Kirchenvorplatz, das Kriegerdenkmal und den Dorfplatz in Großmuß. Foto: Vetter

Hausen. Mit einem fröhlichen Fest und vielen geladenen Gästen feierte die Ortschaft am Wochenende die Einweihung des neugestalteten Kirch- und Dorfplatzes, eines Meilensteins in der Dorfentwicklung, darin waren sich alle einig. Gesamtkosten der Maßnahmen waren 480 000 Euro, davon staatliche Zuschüsse rund 140 000 Euro.

Bei warmem Frühsommerwetter weihte Pfarradministrator Walter Csar den Kirchvorplatz samt Kriegerdenkmal und den Dorfplatz mit Spielplatz.

Vom Kirchplatz schlängelte sich der kleine Festzug Richtung Dorfplatz, wo Bürgermeister Erwin Ranftl zahlreiche Ehrengäste und Besucher begrüßen konnte. Er dankte allen, die bei der Ortsverschönerung mitgewirkt hatten und noch immer aktiv mit dabei sind, sei es bei den Planungen, Arbeiten oder Bepflanzungen. Hier fügte er eine kleine Anekdote ein, ein Paradebeispiel für gelebte Bürgerbeteiligung. Vor dem Fest wurde er von einer Großmußerin angerufen, und gefragt, ob sie am Kirchplatz Unkraut auszupfen dürfe. Sie wolle nichts falsch machen. „Da hatte ich natürlich nichts dagegen!“

Ebenso waren bei den wöchentlichen Jour-fixe-Terminen fast immer Bürger dabei, die ihre Ideen einbrachten.

Von einem vollen Erfolg sprach Bürgermeister Ranftl. Man habe seit 2015 an der Gestaltung der kleinen Dorferneuerung gearbeitet und Hervorragendes geleistet. Das Kriegerdenkmal wurde vom Friedhofinnern nach außen verlegt und würdevoll gestaltet. Eine Augenweide sei auch der neugestaltete und bepflanzte Dorfplatz mit großem Abenteuerspielplatz beim Feuerwehrhaus.

Neuer Standort für Maibaum

Es seien nicht nur neue Parkplätze und Gehwege hinzugekommen und das Buswartehäuschen verschönert worden, sondern auch ein neuer Standort für den Maibaum gefunden worden. „Nach der 10. Standortsuche ist die Verankerung jetzt so konstruiert, dass es für einen mindestens 100 Meter langen Maibaum reicht“, scherzte Ranftl.

Die Gemeinde habe für die Dorferneuerung viel Geld in die Hand genommen. Aber wenn nicht jetzt wann dann? Sowohl die zinsgünstigen Kredite als auch die verschiedenen staatlichen und europäischen Fördertöpfe galt es auszunutzen. „Der vorbildliche Einsatz der Bevölkerung und die Investition in die Zukunft unserer Kinder geben uns Gewissheit, das Richtige getan zu haben. Das ist für mich Kommunalpolitik in der Gemeinde, wie sie sein soll“, schloss Ranftl.

„Es gibt Menschen, die Fische fangen und solche, die nur das Wasser trüben.“ Mit diesem chinesischen Sprichwort würdigte Michael Kreiner vom Amt für Ländliche Entwicklung den „sportlichen Zeitplan“ für die zwei Objekte und die vorbildliche Umsetzung. „Das ist medaillenträchtig!“, lobte er das Engagement der Gemeinde und der Bürger.

Die Dorferneuerung

  • 2014:

    Erste Vorstellung des Projekts im Gemeinderat Hausen.

  • 2015:

    Seminar über das ALE für die kleine Dorferneuerung in Großmuß.

  • 2017:

    Erster Spatenstich für Kirch-, Dorfplatz und Gemeinschaftshaus.

  • Gesamtkosten:

    480 000 Euro

  • Staatliche Zuschüsse:

    140 000 Euro

  • Eler-Fördersumme:

    Kirch- und Dorfplatz: 139 732 Euro. (eav)

Mit dem Seminar vor drei Jahren über das Amt für Ländliche Entwicklung wurden die Weichen gestellt und 2017 mit dem Spatenstich an drei Baustellen der Startschuss gegeben. Maßnahmen wie der Kirchvor- und Dorfplatz mit Kinderspielplatz oder der Neubau eines Gemeinschafts- und Sporthauses waren langgehegte Wünsche der Dorfgemeinschaft, und das habe man Schritt für Schritt umgesetzt.

In Info-Veranstaltungen erfuhren die Bürger, was alles getan wird.

Weitere Ideen vorgeschlagen

Rund eine halbe Million Euro seien vom Eler-Topf in die Maßnahmen geflossen. Es sei noch ein Restbudget von 250 000 Euro für andere Maßnahmen offen, erklärte Kreiner. Man könne dieses Geld beispielsweise für die Optimierung des Dorfweihers, einem Gehweg entlang der Kreisstraße oder für die Umgestaltung des „Buchner-Anwesens“ verwenden, schlug Kreiner vor.

Mit der „Bayernhymne“, musikalisch begleitet von Fritz und Co., ging es dann zum gemütlichen Teil am neu gestalteten Dorfplatz über.

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