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Zum ersten Mal drei Bürgermeister

Wolfgang Brich und Rita Westermaier sind jetzt Stellvertreter von Winfried Roßbauer. Zudem wurden Ausschüsse besetzt.
Von Roswitha Priller

Bürgermeister Winfried Roßbauer vereidigte seine Stellvertreter Wolfgang Brich und Rita Westermaier. Foto: Priller
Bürgermeister Winfried Roßbauer vereidigte seine Stellvertreter Wolfgang Brich und Rita Westermaier. Foto: Priller

Wildenberg.In Wildenberg fand die Gemeinderatssitzung unter Einhaltung der coronabedingten Abstandsvorschriften erstmals in der Mehrzweckhalle der Gemeinde statt. Der neue Gemeinderat hat zwölf Mitglieder in fünf Gruppierungen plus Bürgermeister Winfried Roßbauer (CSU).

Das Gemeindeoberhaupt eröffnete die Sitzung mit einigen Worten über seine Ziele. Roßbauer betonte, dass gegenseitiges Vertrauen im Gremium die wichtigste Grundlage für eine gute Zusammenarbeit sei. Mit Mut, Weitblick und Tatkraft wolle er einen geschlossenen Gemeinderat leiten.

Als eine seiner ersten Amtshandlungen vereidigte Roßbauer die neuen Mitglieder des Gemeinderats: Benno Kreuzmair (BfB), Markus Hirsch (JuLi), Rita Westermaier (CSU), Karl-Heinz Weber (CSU) und Alfred Hermann (FW). Nach Empfehlung des Bayerischen Gemeindetages einigte sich das Gremium erstmals auf zwei Stellvertreter des Bürgermeisters. Die Entscheidung fiel mit drei Gegenstimmen.

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Als erster Vertreter des Bürgermeisters wurde Wolfgang Brich (JuLi) von seinem Parteikollegen Thomas Hermann vorgeschlagen. Brich hatte die Stichwahl gegen Roßbauer mit nur neun Stimmen Unterschied verloren. Das Gremium entschied sich mit vier Gegenstimmen für Brich als zweiten Bürgermeister. Als dritte Bürgermeisterin wurde Rita Westermaier (CSU) mit drei Gegenstimmen gewählt. Beide nahmen die Wahl an und wurden gleich vereidigt. Falls alle drei Bürgermeister ausfallen sollten, müsste das älteste Ratsmitglied (Benno Kreuzmair) die Geschäfte weiterführen.

Die Sitzungen

  • Regularien:

    Der Termin bleibt beim ersten Mittwoch im Monat. Beginn ist während der Sommerzeit um 19.30 Uhr, im Winter um 19 Uhr. Die Ladungsfrist beträgt fünf Tage.

  • Mitsprache:

    Zuhörern kann vom Vorsitzenden das Wort erteilt werden.

  • Dank:

    In der Juni-Sitzung werden die ehemaligen Ratsmitglieder verabschiedet.

Nach einigen Diskussionen wurde das Sitzungsgeld von derzeit 20 Euro auf 30 Euro mit vier Gegenstimmen angehoben. Wildenberg bewege sich damit immer noch im unteren Bereich. Rainer Ferch (FW) meinte, man sollte es lieber bei 20 Euro belassen und dafür im Zweifelsfall öfter das Gremium einberufen. Weber betonte, 30 Euro seien eine durchaus angemessene Entschädigung für die zeitaufwendige und verantwortungsvolle ehrenamtliche Tätigkeit. Dem schloss sich die Mehrheit an.

Die Verfügungsmittel des ersten Bürgermeisters, über die er ohne Gemeinderatsbeschluss verfügen kann, wurden auf 4000 Euro festgelegt. Damit blieb das Gremium weit unter dem Vorschlag des Bayrischen Gemeindetages von vier bis fünf Euro pro Einwohner. Bei knapp 1400 Wildenberger Einwohnern wären 7000 Euro möglich gewesen, hieß es. Um eventuelle Skontierungsmöglichkeiten bei Rechnungsbeträgen höher als 4000 Euro nicht verstreichen zu lassen, dürften auch „digitale“ Beschlüsse gefasst werden. „Es ist manchmal schwierig, wenn man mit der Rechnungsbegleichung auf die nächste Sitzung warten muss,“ so Roßbauer. Mit einem Vorab-Beschluss beispielsweise per E-Mail könnten auch Mahngebühren verhindert werden.

Wildenberg hat keine beschließenden, sondern nur beratende Ausschüsse. Die Nominierungen für die Ausschussbesetzungen erfolgten allesamt einstimmig. Im Finanzausschuss sitzen neben Roßbauer, Westermaier, Brich, Hirsch und Ferch. Im Bauausschuss ist mit Mühlbauer (CSU), Brich, Alfred Hermann, Stadler (ÖDP) und Kreuzmair von jeder Gruppierung ein Vertreter. Die Räte einigten sich auf Westermaier als Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses. Johann Sperger (CSU) und Sander Haltmaier (ÖDP) stehen ihr zur Seite. Dem Rechnungsprüfungsausschuss darf das Gemeindeoberhaupt nicht angehören.

Als Vertreter der Gemeinde in den VG-Sitzungen wurden neben Roßbauer, Brich und Weber bestimmt. Neu ist das Amt des Seniorenbeauftragten, das vom ratsältesten Mitglied Kreuzmair bekleidet wird. Neuer Jugendbeauftragter ist Markus Hirsch. Er wird sich auch um das Ferienprogramm der Gemeinde kümmern. Internetbeauftragter bleibt Thomas Hermann. Energiebeauftragte sind Roßbauer und Stadler.

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