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Entscheidung

Abwasserentsorgung wurde neu aufgestellt

Die komplette Gemeinde Saal kommt zum neuen Jahr zum Abwasserweckverband Kelheim. Für die Bürger hat das Auswirkungen.
Von Bianka Lucius

Die Kläranlage des Abwasserzweckverbandes Kelheim. Ab dem neuen Jahr wird das Abwasser aus der kompletten Gemeinde Saal hier gereinigt. Foto: Schneck/Archiv
Die Kläranlage des Abwasserzweckverbandes Kelheim. Ab dem neuen Jahr wird das Abwasser aus der kompletten Gemeinde Saal hier gereinigt. Foto: Schneck/Archiv

Saal.Schnell und einstimmig ging der Antrag an den Zweckverband zur Abwasserbeseitigung im Raum Kelheim über die Bühne. Das gesamte Gemeindegebiet Saal an der Donau mit den Ortsteilen Einmuß, Reißing, Buchhofen, Ober- und Unterteuerting, Ober- und Unterschambach wird ab Januar dem Abwasserzweckverband zugeordnet. 1,98 Euro pro Kubikmeter wurde als Gebühr für das Abwasser festgesetzt.

Das sind für die meisten Nutzer zwar nur drei Cent mehr als bisher, anders schaut es bei denjenigen aus, deren Abwasser bisher anderweitig entsorgt wurde. Für sie steigt der Abwasserpreis von bisher 1,75 Euro pro Kubikmeter auf 1,98 Euro. Damit wird der Zweck des Anschlusses erfüllt, dass die Abwassergebühr für jeden Bürger in der Gemeinde gleich ist.

Nächstes Jahr im Frühjahr soll der Baustart für den „Solarpark Saal“ sein. Hierbei handelt es sich um einen temporären Park mit freistehenden, gebäudeunabhängigen Photovoltaikmodulen, einem Gebäude für Trafo- und Wechselrichter und einem Gebäude für Pflegeutensilien. Eine Höhe der Module von maximal drei Metern darf nicht überschritten werden.

Zurückbau bis 2048

Bis zum Jahr 2048 soll der komplette Solarpark zurückgebaut und die Nutzfläche in ihren Ursprungszustand zurückversetzt werden. In dieser Sitzung ging es um die Aufstellung eines Bebauungs- und Grünordnungsplanes mit gleichzeitiger Änderung des Flächennutzungsplanes. Siebzehn öffentliche Träger hatte die Gemeinde um Stellungnahmen angeschrieben.

Fünf Ämter hatten daraufhin Stellung bezogen. Das Landratsamt Kelheim teilte Bedenken zum Emissionsschutz durch den Umspanntransformator für das angrenzende Wohngebiet mit und schlug vor, diesen von der östlichen Seite des Solarparkes auf die westliche Seite zu verlegen. Manfred Neidl von Neidl Landschaftsarchitekten hierzu: „Technisch ist die Verlagerung des Umspanntransformators nach Westen nicht möglich und auch nicht nötig.“ In der Nacht sinke der Geräuschpegel des Transformators auf 40 Dezibel.

Nach Neidls Messungen werde der Transformator 30 bis 40 Meter von den Wohnhäusern entfernt sein, außerdem verlaufe zwischen den Wohnhäusern und dem Solarpark ein Bahndamm. Man wolle aber auf Nummer sicher gehen: „Der Umspanntransformator wird eingehaust, obwohl er soweit von den Häusern weg ist.“

Weitere Themen

  • Vergabe:

    Die Vergabe der Malerarbeiten für das Tennis-/Schützengebäude „Hinter der Schule“ ging an den Malerbetrieb Baldauf aus Painten.

  • Herbstmarkt:

    Der Herbstmarkt hat am 28. Oktober von 12 Uhr bis 17 Uhr geöffnet.

  • Bauantrag:

    Ein Wohnhaus darf in eine landwirtschaftliche Gerätehalle umgebaut werden.

Weiter wurde einstimmig über den Zeitpunkt der Veröffentlichung der Vergabekriterien für das Baugebiet Heide VI abgestimmt. Für den Baustart ist das Frühjahr 2019 vorgesehen. Bis 31. Januar haben Bauinteressenten Zeit ihre Bewerbungen abzugeben. Anschließend wird eine Vergabeliste erstellt.

Um private Flächen in Bauland umzuwandeln, möchte sich Bürgermeister Christian Nerb in nächster Zeit mit Grundstückeigentümern in Reißig zusammensetzen. Daher wurde der Einbeziehungssatzung im Bereich Reißing und dem Aufstellungsbeschluss einstimmig stattgegeben.

Neues Feuerwehrauto

Der Gemeinderat konnte den Auftrag zum Bau eines neuen mittleren Löschfahrzeuges für die Freiwillige Feuerwehr Saal-Mitterfecking vergeben. Auf die Ausschreibung der Gemeinde hatte sich auch nur eine Firma gemeldet, deren Preis in Höhe von 216 988 Euro für das Feuerwehrauto mit Aufbau ist laut Stadt absolut im Rahmen.

Christian Nerb sagte: „Die Regierung gibt einen Zuschuss von 49000 Euro hinzu.“ Weiter teilte Bürgermeister Nerb mit: „Die Stadt Kelheim ist auf Saal zugekommen, weil sie nächstes Jahr die Ortsdurchfahrt Unterteuerting bauen wird.“ Saal werde für die Deckenerneuerung inklusive Gehweg und Einmündungsbereiche einen Betrag von 44 000 Euro ausgeben.

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